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Übersicht der aktuellen Regelungen rund um die Corona-Pandemie

Mit der Vierzehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (14. BayIfSMV) vom 1. September 2021 wurden zahlreiche auch für das kirchliche Leben relevante Erleichterungen eingeführt. Damit verbunden sind jedoch auch viele Fragestellungen, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt sind. Die Internetredaktion der Stabsstelle Medien und Öffentlichkeitsarbeit hat die nachfolgenden Hinweise bereits teilweise aktualisiert und angepasst. Dennoch kann keine Haftung für die Richtigkeit übernommen werden.

1. Regelungen und Hinweise der Diözese und der Behörden zur Corona-Pandemie

Ältere - möglicherweise teilweise überholte - Regelungen

2. Übersicht der Regelungen rund um Gottesdienste

Hinweis: Nachfolgende Zusammenstellung ist eine nicht-amtliche Übersicht zur besseren Lesbarkeit und Übersicht der im obigen Abschnitt herunterladbaren oder verlinkten amtlichen Regelungen.

Zahl der Gottesdienstteilnehmer in Kirchen

Laut dringlicher Empfehlung des Generalvikars sollen Werktags-, Sonn-, Feiertags- und Trauergottesdienste – aus praktischen Gründen und um niemanden auszuschließen – weiter unter den bisher geltenden Hygienemaßnahmen, also mit Personenobergrenze, gefeiert werden. Sondergottesdienste, wie zum Beispiel Taufen, Erstkommunionen, Firmungen oder Hochzeiten, können dagegen unter Einhaltung der „3G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) auch ohne Personenobergrenze gefeiert werden. „Hybride Gottesdienstformen“, das heißt Gottesdienste, bei denen in einem Teil der Kirche die „3G-Regelung“ gilt und im anderen nicht, sind ausgeschlossen.

Bei Gottesdiensten, die nicht mit „3G-Regelung“ stattfinden, richtet sich die Aufnahmekapazität der Kirche, in der der Gottesdienst stattfinden soll, nach den örtlichen Gegebenheiten. Kriterium ist die Einhaltung des notwendigen Mindestabstands von mindestens 1,5 Meter zwischen zwei Personen. Dies wird durch entsprechende Belegung von Kirchenbänken (nur jede 2./3.) Reihe) sichergestellt. Hieraus ergibt sich die Anzahl der belegbaren Plätze.

  • Eine Höchstzahl von Personen kann je nach Praktikabilität vor Ort festgesetzt werden.
  • Bei der Berechnung der Höchstteilnehmerzahl werden Priester, Ministrant/innen und Lektor/innen sowie Organist nicht mitgerechnet. Die Abstandsregelungen sind auch im Altarraum einzuhalten. Familienmitglieder in gemeinsamer Wohnung sind zum Einhalten der Abstandsregel nicht verpflichtet. Personen, die in einem Haushalt zusammenleben oder vollständig geimpfte oder genesen sind dürfen auch im Gottesdienst direkt nebeneinandersitzen. Die erlaubte Gesamt-Teilnehmerzahl ändert sich dadurch nicht automatisch.

Gemäß dieser Festlegung werden alle Plätze markiert, nummeriert und ein Sitzplan erstellt.

Die Bodenmarkierungen zum Abstandhalten und die Festlegung von Wegen innerhalb der Kirche sind nicht mehr erforderlich. Sofern die Abstandsregeln anderweitig gewährleistet werden können, kann eine entsprechende Modifizierung erfolgen – allerdings erleichtern die Markierungen den Gottesdienstbesuchern die Orientierung und den Verantwortlichen die Organisation.

Bitte benutzen Sie keine, im Haushalt üblichen Klebebänder wie z.B.: transparente Klebefilme, Paketklebeband oder einfaches Malerkrepp. Diese Bänder enthalten lösemittelhaltige Kleber, die relativ schnell antrocknen, in die Oberfläche einziehen, Verfärbungen hervorrufen und nach einiger Zeit nicht mehr rückstandsfrei zu entfernen sind. Insbesondere beim Paketklebeband kann es beim Abziehen zum Abreißen von Lackschichten kommen. Gleiches gilt für Natursteinböden, in deren poröse Oberflächen lösemittelhaltige Kleber einziehen und Verfärbungen hinterlassen. Wir empfehlen daher für Abklebungen auf Oberflächen, in gut sortierten Baumärkten erhältliche oder online bestellbare Malerklebebänder, die mindestens 60 Tage bis möglichst 5 Monate rückstandsfrei entfernbar sind und keine Lösungsmittel enthalten . Falls Sie bereits Abklebungen vorgenommen haben, ersetzen Sie diese bitte kurzfristig durch die empfohlenen Bänder.

Gottesdienst im Freien

Gottesdienste im Freien können ohne Personenobergrenze abgehalten werden. Kontaktdaten müssen dabei bis auf Weiteres nicht erfasst werden. Eine entsprechende Einzelfallgenehmigung ist nicht erforderlich. Eine Beschränkung der Teilnehmerzahl gibt es nicht.  Seit 7. Juni 2021 gilt die Maskenpflicht nicht mehr bei Gottesdiensten im Freien sobald der Platz eingenommen wurde.

Abstandsregel

Zwischen dem Zelebranten am Altar (bzw. am Priestersitz) und den Gottesdienstteilnehmern und ‑teilnehmerinnen muss ein Mindestabstand von vier Metern eingehalten werden. Der Mindestabstand zwischen den Gläubigen beträgt 1,5 Meter. Ausnahme: Personen, die in einem gemeinsamen Hausstand zusammenleben, vollständig geimpft oder genesen sind.

Mit Hausstand sind Familienangehörige gemeint, die auch Kontakt zueinander haben, weil sie in einem Haus oder einer Wohnung wohnen; (im Gegensatz zu Mietshaus mit verschiedenen Parteien).

Anmeldung zum Gottesdienst

Um sicherzustellen, dass die definierte Höchstzahl der Teilnehmer eingehalten wird und um Menschenansammlungen vor dem Kircheneingang sowie Konflikte vor Ort zu vermeiden, wird empfohlen, in einem Anmelde- oder anderen Verfahren vor Ort den Teilnehmerkreis festzulegen, wenn nicht aufgrund der regelmäßigen Besucherzahlen sicher zu erwarten ist, dass die Anzahl der in der Kirche verfügbaren Plätze ausreicht.

Die Diözese Eichstätt verfügt für ein Anmeldeverfahren über eine digitale Lösung, die den Pfarreien kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Für diesbezügliche Rückfragen steht die EDV-Hotline (Tel. 08421 50-404; Mail: edv-hotline@bistum-eichstaett.de) zur Verfügung.

Was ist, wenn ich mit Covid-19 in Kontakt geraten bin oder anderweitig erkrankt bin?

Die Teilnahme am Gottesdienst ist allen Personen untersagt, die aktuell positiv auf Covid-19 getestet oder unter Quarantäne gestellt sind, respiratorische und infektiöse Atemwegsprobleme oder Fieber haben oder in den letzten vierzehn Tagen Kontakt zu einem bestätigten an Covid-19-Erkrankten gehabt oder sich im selben Raum wie ein bestätigter Covid-19-Fall aufgehalten haben

Einlasskontrolle und Eingangspforte

Bei einem Gottesdienst unter der  „3G-Regelung“ ist zu kontrollieren, dass alle Gottesdienstbesucher geimpft, genesen oder getestet sind.

Die Bodenmarkierungen zum Abstandhalten und die Festlegung von Wegen innerhalb der Kirche sind nicht mehr erforderlich. Sofern die Abstandsregeln anderweitig gewährleistet werden kann, kann eine entsprechende Modifizierung erfolgen – allerdings erleichtern die Markierungen den Gottesdienstbesuchern die Orientierung und den Verantwortlichen die Organisation. Türen können ab sofort auch von den Kirchenbesuchern wieder selbst geöffnet werden und müssen nicht mehr unbedingt offen stehen.

Die Kontrolle am Eingang stellt sicher, dass die ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird und erfolgt durch eine oder mehrere geeignete Person(en) als Ordner/in (Ehrenamtliche aus der Pfarrei oder ältere Ministranten/innen), die keiner Risikogruppe angehören darf und eine medizinische Maske tragen muss. 

Der/die Ordner kontrollieren unter Einhaltung der Abstandsregeln, dass die vorhandene Aufnahmekapazität nicht überschritten wird und die Gottesdienstbesucher/innen eine medizinische Maske tragen.

In Kirchen mit Bankreihen ist darauf zu achten, dass die Plätze so eingenommen werden, dass niemand aufstehen muss, um einen anderen in die Bank zu lassen. 

Während des Gottesdienstes muss ein Ordner am Ein-/Ausgang kontrollieren, dass keine weiteren nicht angemeldeten Personen die Kirche betreten bzw. die Höchstzahl der Gottesdienstteilnehmer nicht überschritten wird.

Brauche ich einen Mund-Nase-Schutz (Maskenpflicht) oder eine FFP2-Maske?

Die Maskenpflicht in Gottesdiensten richtet sich künftig nach den neuen allgemeinen Regeln. Gottesdienstbesucher müssen also nicht mehr zwingend eine FFP2-Maske tragen, eine medizinische Maske ist ausreichend. An Steh- und Sitzplätzen in der Kirche darf die Maske zudem abgenommen werden, solange zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, eingehalten wird.

Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Trageverpflichtung befreit; die Glaubhaftmachung erfolgt bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält.

 

Kirchenmusik und Gesang

  • Gemeindegesang ist wieder erlaubt, die Maske darf beim Gesang auch in  geschlossenen Räumen abgenommen werden, sofern der Sitzabstand von 1,5 m wie bisher eingehalten wird (Angehörige des gleichen Hausstands müssen  nach wie vor keinen Abstand halten). Mit Maske kann man auch ohne Sicherheitsabstand in der Bank sitzen. Da eine Eingangskontrolle für allgemeine Gottesdienste nicht möglich ist, gilt hier die 3G-Regel nicht, das heißt, auch Personen, die weder geimpft, getestet oder genesen sind, dürfen an Gottesdiensten teilnehmen. Gottesdienste oder Zusammenkünfte, an denen ausschließlich geimpfte, genesene oder getestete Personen teilnehmen, können vorbehaltlich von § 4 der der 14. BayIfSMV ohne Personenobergrenze abgehalten werden; andernfalls bestimmt sich in Gebäuden die zulässige Höchstteilnehmerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird. Siehe hierzu § 7, Abs. 1 der 14. BayIfSMV. 
  • Das Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ darf zum Mitsingen wieder ausgelegt werden. Der Umschlag muss jedoch nach jeder Benutzung desinfiziert werden.
  • Kantorinnen und Kantoren dürfen ohne Maske singen.
  • Chöre und Ensembles sollten allerdings nur aus Mitgliedern bestehen, die geimpft, getestet oder genesen sind.
  • Die Anzahl der Akteure der Ensembles ist lediglich von der Raumgröße und dem einzuhaltenden Mindestabstand (1,5 m) abhängig. 
  • Regelmäßige Chorproben sind möglich. Bei einer Inzidenz über 35 in Landkreisen und kreisfreien Städten müssen die Teilnehmer geimpft, getestet oder genesen sein. Das Hygienekonzept gilt unverändert. Die maximal zulässige Teilnehmerzahl richtet sich dabei nach der Größe des Raumes und dem einzuhaltenden Mindestabstand (1,5 m). 
  • Kirchenkonzerte dürfen unter Einhaltung des Rahmenkonzeptes für kulturelle Veranstaltungen der Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales vom 24. Juni 2021 stattfinden. Ab einer Inzidenz von 35 in Landkreisen und kreisfreien Städten gilt die 3-G-Regelung (geimpft, genesen,getestet).
  • Der Einzel- und der Kursunterricht sowie die Fortbildungsangebote im Rahmen der Diözesanen Kirchenmusikausbildung sind erlaubt. Ab einer Inzidenz von 35 in Landkreisen und kreisfreien Städten gilt die 3-G-Regelung (geimpft, genesen, getestet).

Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen 

Hygienekonzept für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater

Download: Muster‐Hygienekonzept für die Durchführung von Proben kirchlicher Chöre und Ensembles im Bistum Eichstätt

Weitere hygienische Vorgaben

  • Während der gesamten Zeit sind die allgemeinen Regeln, insbesondere der Abstand zwischen Personen einzuhalten.
  • Fest installierte Mikrophone, die nicht berührt werden, dürfen während des Gottesdienstes auch von mehreren Personen benutzt werden. Handmikrofone dürfen nicht weitergereicht werden.
  • Am Eingang ist ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.
  • Die allgemeinen Vorgaben für Kirchenräume gelten auch während des Gottesdienstes, insb. kein Weihwasser in den Weihwasserbecken.   

Liturgische Dienste

Zu jedem Zeitpunkt des Gottesdienstes sind die Abstandsregeln zwischen den Anwesenden, auch bei denjenigen, die einen liturgischen Dienst ausüben, einzuhalten (s.o.).

Insbesondere derZelebrant hat eine medizinische Gesichtsmaske beim Einzug und beim Auszug aus dem Kirchenraum, bei der Kommunionspendung etc. zu tragen, nicht jedoch bei kurzen Gängen im Altarraum.

Es wird empfohlen, von der Konzelebration Abstand zu nehmen. Neben dem Priester kann ggf. ein Diakon seinen Dienst tun. Ministranten/-innen, die zu jedem Zeitpunkt der Gottesdienstfeier (inkl. Einzug und Auszug) die Abstandsregeln einzuhalten haben, auch gegenüber dem Priester und anderen Mitwirkenden in der Liturgie, sind zulässig. Gleiches gilt für Lektor/in und Kantor/in und ggf. Kommunionhelfer/in.

Ministrantinnen und Ministranten

Der wichtige Dienst der Ministranten und Ministrantinnen ist möglich - Abstandsregelungen sind einzuhalten. Das Tragen von Handschuhen ist empfehlenswert, um ständiges Desinfizieren der Hände zu vermeiden. Das Weihrauchfass darf benutzt werden.

Entsprechende Hinweise finden sich in der „Handreichung zum Ministrantendienst in der Messfeier in Zeiten der Corona-Pandemie" des Fachbereichs Ministrantenpastoral und Liturgische Jugendbildung. Der Text „Minis in der Sakristei in Zeiten der Corona-Pandemie" sollte in der Sakristei ausgehängt werden.

Liturgische Gegenstände

Liturgische Bücher (Messbuch, Lektionar) und Mappen (Fürbitten, Vermeldungen etc.) werden nur von der jeweils vortragenden Person in die Hand genommen und nicht an- bzw. weitergereicht. Der Buchkuss nach dem Evangelium entfällt.

Die Gefäße für die eucharistischen Gaben werden unter Beachtung aller hygienischen Vorgaben (Mundschutz, Handschuhe) für den Gottesdienst vorbereitet und befüllt, mit Palla oder in anderer angemessener Weise abgedeckt und an die entsprechende Stelle im Altarraum gebracht (idealerweise bereits auf dem Altar bereitgestellt).

Auch Kelchtuch und Lavabogarnitur sind vor Gottesdienstbeginn entsprechend durch den/die Mesner/in zum Gebrauch für den Priester bereitzulegen. Die Händewaschung vollzieht er alleine ohne Hilfe von Seiten des liturgischen Dienstes.

Alle gebrauchten Gegenstände werden nach der Feier in der Sakristei gründlich gereinigt.

Hygiene-Ausrüstung

Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einwegschutzhandschuhe für den Priester und ggf. den Diakon sowie erforderlichenfalls den weiteren liturgischen Dienst sind unter Beachtung der Hygieneregeln vor Gottesdienstbeginn so bereitzulegen, dass die jeweilige Person gut darauf zugreifen kann und sie nicht von einer anderen Person berührt werden.

Hochgebet, Friedensgruß, Kommunion

Die Hostien bleiben während des gesamten Hochgebets zugedeckt in der Hostienschale. Nur die Priesterhostie kann auf der Patene/in der Schale abgedeckt werden, gleiches gilt für den Kelch. 

Es sollten nur so viele Hostien konsekriert werden, wie Kommunikanten und Kommunikantinnen zu erwarten sind.

Der Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung unterbleibt. Das ist bereits vor dem Gottesdienst anzusagen.

Die Kelchkommunion empfängt ausschließlich der Priester.

Kommunionausteilung:

Der Priester (Diakon/Kommunionhelfer) desinfiziert sich die Hände und legt Mund-Nase-Bedeckung an. Erst dann deckt er das Gefäß mit der Heiligen Kommunion für die Gemeinde ab und geht zum Ort der Kommunionspendung.

Er reicht den Gläubigen unter Wahrung des für eine würdige Form der Kommunionspendung größtmöglichen Abstands zur/zum Kommunikantin/-en und ohne direkten Kontakt die Heilige Kommunion, z.B. indem der Priester die Kommunion austeilt in der Weise, dass er den Leib Christi mit größtmöglichem Abstand in die ausgestreckte Hand des/der Kommunikanten/in legen kann.

Beim Gang zur Kommunion ist der Mindestabstand von 1,5 Meter immer einzuhalten. Handkommunion ist empfohlen, Mundkommunion ist möglich. Es ist aber darauf zu  achten, dass der Ablauf des Kommunionempfangs bekanntgegeben wird und anschließend zunächst ausschließlich die Handkommunion, dann erst die Mundkommunion gespendet wird. Alternativ könnte die Spendung der Mundkommunion auch nach dem Abschluss des Gottesdienstes erfolgen.

Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten. Es ist darauf zu achten, dass der Kommunionspender nicht mit Hand oder Mund des Empfängers in Berührung kommt. Sollte es zu einer Berührung kommen, muss die liturgische Handlung für das Waschen oder Desinfizieren der Hände unterbrochen werden.

Am Ende der Kommunionausteilung bringt der Priester die übriggebliebenen konsekrierten Hostien in den Tabernakel.

Die Kommunionspendung in Handschuhen ist nicht notwendig, wenn die Hände vor der Gabenbereitung und vor der Spendung der Kommunion desinfiziert werden. Es kann auch ein Gesichtsschutz mit Plexiglas verwendet werden.

Gottesdienste ohne Kommunionausteilung (z.B. Wortgottesdienste, Andachten)

Es gelten die Ausführungen analog, soweit sie einschlägig sind.

Bei diesen Gottesdiensten kann in die Feier ein Element der Aussetzung des Allerheiligsten zur Eucharistischen Anbetung integriert sein. Bei der Aussetzung, der Anbetung, ggf. dem Eucharistischen Segen und der Reponierung des Allerheiligsten ist auch strikt auf den Abstand zwischen Vorsteher und weiterem liturgischen Dienst zu achten.

Kollekte

Die Kollekte unter Einsatz eines Kollektanten bzw. einer Kollektantin kann durchgeführt werden, wobei diese Person eine FFP2-Maske tragen muss. Der Kollektenkorb bzw. Klingelbeutel darf jedoch nicht weitergereicht werden.

Verlassen der Kirche

Nach dem Ende des Gottesdienstes verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche reihenweise geordnet unter Einhaltung der Abstandsregeln bei der vorher festgelegten Ausgangspforte, die während des Verlassens der Kirche geöffnet bleibt, damit niemand beim Verlassen der Kirche einen Türgriff anfassen muss.

Sie werden darauf hingewiesen, dass vor der Kirche keine Ansammlungen gebildet werden dürfen und die Abstandsregeln einzuhalten sind.

Reinigung der Kirchenbänke

Die Kirchenbänke müssen nach jedem Gottesdienst gründlich gereinigt werden.

Lüftung und Heizung

Im Zusammenhang mit dem Beheizen von Kirchen sind folgende Hygieneregeln hervorzuheben.

1. Alle tragen in der Kirche Mund-Nasen-Schutz. 
Das Tragen von Masken ist der effektivste Schritt zur Senkung der Infektionsgefahr.

2. Bei der Reinigung der Luftfilter von Luftheizungen Schutzkleidung tragen. 
Diese besteht aus Schutzkittel, Handschuhen, Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrille.

3. Die Kirche nach dem Gottesdienst kurz, aber gründlich lüften. 
Hierdurch wird ein Großteil der Aerosole aus dem Kirchenraum hinaus gelüftet. Das Lüften sollte nur kurz erfolgen, damit die relative Raumluftfeuchte nicht unter 50 Prozent absinkt, um das Inventar nicht zu schädigen. Dies kann beispielsweise durch eine Querlüftung oder weit geöffnete Türen erfolgen. Während des Gottesdienstes sollte nicht gelüftet werden, da dies zu starken Luftbewegungen führt.

3a. Temperieren & Beheizen des Kirchenraumes.
Bei der Erwärmung der Raumluft wird gleichzeitig die relative Luftfeuchte reduziert. Hierdurch verkleinern sich die Aerosole, die sich dann weiter im Kirchenraum verteilen können und schlechter von Masken zurückgehalten werden können. Daher sollten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

4. Die relative Luftfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent halten.
Einerseits ist in diesem Feuchtebereich die Infektionsgefahr durch das Virus verringert, andererseits ist ein ausreichender Schutz eventuell vorhandener wertvoller Ausstattungsstücke gegen Trocknungsschäden gegeben.

5. Die Kirche zum Gottesdienst nicht zusätzlich aufheizen.
Bei einer konstanten Raumtemperatur entspricht die Temperatur der Wandoberflächen fast der der Raumluft. Luftbewegungen werden weitestgehend reduziert.

6. Heizungen, die die Wärme an einzelnen Stellen in den Raum einbringen, sollten bereits ca. 30 Minuten vor dem Gottesdienst ausgeschaltet werden. Jede punktuelle Wärmeeinbringung führt zu großen Luftbewegungen, die vermieden werden sollten. Nahezu vollflächige Fußbodenheizungen können durchgehend betrieben werden.

7. Unterbankheizungen, die die Wärme direkt im Bereich der Kirchenbesucher einbringen, sollten
während des Gottesdienstes nicht genutzt werden.
Die große, direkt beim Besucher eingebrachte Wärmemenge führt zu einer starken Absenkung
der Luftfeuchtigkeit und zu großen Luftbewegungen.

8. Elektrische Sitzkissenheizungen können uneingeschränkt betrieben werden.
Sitzkissenheizungen nehmen nur minimal Einfluss auf die Raumluft.

9. Fensterheizungen sollten bei kalten Außentemperaturen während des Gottesdienstes in Betrieb
sein. 
Fensterheizungen sind Heizstäbe unterhalb der Fenster, die während des Gottesdienstes vor Fallwinden schützen und damit Luftbewegungen entgegenwirken.

Sonderfälle
In Sonderfällen kann das angestrebte Ziel minimaler Luftbewegungen und einer relativen Luftfeuchte von 50 bis 60 Prozent auch mit abweichenden Heiz- und Lüftungsstrategien erreicht werden. Dafür muss die relative Luftfeuchte gemessen werden und die Heizungen oder Lüftung abhängig davon gesteuert werden.

10. Mit gesteuerter Lüftung (Fensterflügel/Ventilator) können Kirchen außerhalb des Gottesdienstes gelüftet werden.
Wenn die Kirche über eine feuchte gesteuerte Lüftung verfügt, ist ein gezielter Luftaustausch möglich. Die relative Luftfeuchte sollte bei 50 bis 60 Prozent bleiben.

11. Warmluftheizungen mit Erfassung des Außen- und Innenklimas können außerhalb des Gottesdienstes zum Luftaustausch betrieben werden.
Auch sie werden während des Gottesdienstes nicht betrieben. Außerhalb der Nutzungszeiten ist aber - analog zur „gesteuerten Lüftung" - ein gezielter Luftaustausch möglich. Wenn der Zuluftkanal im Erdreich verlegt ist, ist im Sommer dieser Betrieb nicht möglich, da es sonst zur Kondensation im Luftkanal und damit verbunden zu hygienischen Problemen kommen kann.

Quelle: Christian Dahm und Sabine Jellinghaus. Beheizen & Temperieren von Kirchen während der Corona-Pandemie. Stellungnahme und Handlungsempfehlungen zur Heizsaison 2020/2021 im Auftrag von 15 Bistümern und Landeskirchen. Download.
 

Taufe

Die feierliche Spendung des Sakraments der Taufe ist möglich und können unter Einhaltung der „3G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) auch ohne Personenobergrenze gefeiert werden.

Bei Taufen ohne „3G-Regel“ gelten die gleichen Regeln wie bei anderen öffentlichen Gottesdiensten (Hygienevorschriften, Abstandsregel, Mundschutzpflicht, Teilnehmerzahl, Gesang und Musizieren). Die Maskenpflicht für Kinder gilt ab dem vollendeten 6. Lebensjahr.

Die Salbung ist analog zur Firmung mittels eines getränkten Wattebausches zu vollziehen, der anschließend verbrannt wird. Die Taufe mehrerer Kinder ist unter den gegebenen Umständen bis auf Weiteres sehr erschwert.

Sonntagspflicht

Die Gläubigen sind weiterhin von der Sonntagspflicht entbunden; die entsprechende Dispens vom 18. März 2020 gilt bis auf Weiteres.

Erstkommunion

Die Feier der Erstkommunion kann durchgeführt werden und unter Einhaltung der „3G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) auch ohne Personenobergrenze gefeiert werden. 

Bei Erstkommunionen, die auf einen Sonntag gelegt werden, soll darauf geachtet werden, dass die Gläubigen, die nicht zu den Angehörigen gehören, ebenfalls die Möglichkeit einer Sonntagsmesse haben.

Firmung

Firmungen können unter Einhaltung der „3G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) auch ohne Personenobergrenze gefeiert werden.

Um die Spendung des Sakramentes in analoger Anwendung des Schutzkonzeptes der bayerischen (Erz-)Diözesen zu gestalten, wird Folgendes dringend empfohlen:

Für den Firmspender, der bei der Spendung des Sakramentes eine Mund-Nasen-Bedenkung trägt, ist für jeden einzelnen Firmanden ein eigens mit Chrisam getränktes Wattebäuschchen vorzubereiten. Nach der Handauflegung und Salbung (ggf. mit Schutzhandschuhen) sind die Hände nach jedem einzelnen Firmanden zu desinfizieren. Nach der Firmfeier sind die Wattebäuschchen inkl. Handschuhe durch Verbrennen zu vernichten.

Eheschließung / Trauungen

Die feierliche Spendung des Sakraments der Ehe ist möglich und unter Einhaltung der „3G-Regel“ (geimpft, genesen, getestet) auch ohne Personenobergrenze.

Kindergottesdienste

Entsprechende Hinweise finden sich in den „Empfehlungen zur Gestaltung von Kindergottesdiensten in Corona-Zeiten" des Fachbereichs Kinder- und Kindergartenpasforal.

Beerdigungen / Requiem

Für Bestattungen sind die Regeln für Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften nach § 8 der 14. BaylfSMV entsprechend anwendbar.

Trauergottesdienste sollen – aus praktischen Gründen und um niemanden auszuschließen – weiter unter den bisher geltenden Hygienemaßnahmen, also mit Personenobergrenze, gefeiert werden.

  • In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt wird.
  • Zu nicht geimpften und genesenen Personen, die nicht dem eigenen Hausstand angehören, ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu wahren.
  • Für die Besucher gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht.
  • Infektionsschutzkonzept:
    • Es liegt ein Infektionsschutzkonzept des Trägers der Örtlichkeit vor, das die Infektionsgefahren im Hinblick auf die örtlichen Traditionen und Gegebenheiten minimiert.
    • Das Konzept hat insbesondere Maßnahmen zur Einhaltung der dargestellten Vorgaben sowie zur Reinigung und Lüftung (in Gebäuden) zu umfassen.
    • Das Konzept kann die Höchstteilnehmerzahl im Hinblick auf die Gegebenheiten vor Ort auch im Freien einschränken.
    • Bei der Erstellung des Konzepts sind die berechtigten Interessen der Angehörigen an einer angemessenen und würdigen Durchführung der Beerdigung zu berücksichtigen.
    • Das Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Für das Requiem gelten die Regelungen wie für alle Gottesdienste.

Die Personenzahl im Freien ist grundsätzlich nicht mehr begrenzt.  

Rundschreiben des Gesundheitsministeriums im Original

Recht der Gläubigen auf Sakramente

Die Gläubigen haben das Recht, durch die Sakramente, besonders der Eucharistie, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen (vgl. can. 213, CIC/1983). Dementsprechend haben insbesondere die Pfarrer und ihnen Gleichgestellte zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern die Pflicht, den Gläubigen die Ausübung ihrer Rechte zu ermöglichen, auch wenn widrige Umstände dies erschweren. Deshalb ist besonders die sonntägliche Eucharistiefeier zu halten. Selbstverständlich sind entsprechend den besonderen Hinweisen für die Diözese Eichstätt (Teil II des Schutzkonzeptes) Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, von dieser Pflicht entbunden. Sie sollen, falls ihnen die pastorale Sorge in einer Gemeinde anvertraut wurde, für Ersatz sorgen.

Zelebrant

Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, sollten - sofern sie noch nicht geimpft sind - öffentlichen Gottesdiensten zur Zeit nicht vorstehen.

Infektionsschutzkonzept

Das jeweilige Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich ist. Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde ist auch Ansprechpartner für etwaige Ausnahmegenehmigungen.

3. Übersicht der Regelungen zu sonstigen Angeboten bzw. Veranstaltungen

Pfarrbüros

Das Bistum Eichstätt empfiehlt, die örtlichen Pfarrbüros für den Parteiverkehr zu schließen und auf telefonische und digitale Kontaktmöglichkeiten zu setzen.

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung

Für Gremiensitzung, z.B. Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung gelten die Kontaktbeschränkungen gemäß §§ 6 und 7 der Dreizehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Pfarr- und Jugendheime

Die Pfarr- und Jugendheime der Diözese Eichstätt können unter Einhaltung der Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Schutz- und Hygienekonzepte für Pfarr- und Jugendheime grundsätzlich geöffnet werden.

Veranstaltungen größerer Art

Größere Veranstaltungen sind aktuell nicht möglich. Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Erstkommunion und Firmvorbereitung

Die Vorbereitung von Kindern auf Erstkommunion und Firmung ist unter Einhaltung der Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung möglich. 

Seelsorge in Krankenhäusern und Seniorenheimen

Die Sorge um die Menschen in den Krankenhäusern und in den Seniorenheimen muss uns ein besonders Anliegen sein. Dabei sind die Schutz- und Hygienevorschriften der jeweiligen Einrichtung zu beachten, welche teilweise erheblich voneinander abweichen.

Bildungsangebote

Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote können inzidenzabhängig in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Präsenzform wieder stattfinden, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist.

Es besteht Maskenpflicht bei Präsenzveranstaltungen am Platz, und soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Jugendarbeit

Laut der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung können außerschulische Bildungsangebote inzidenzabhängig in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 in Präsenzform wieder stattfinden, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist.

Es besteht Maskenpflicht bei Präsenzveranstaltungen am Platz, und soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen. Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Unter den Begriff außerschulische Bildungsangebote fallen auch die Angebote der kirchlichen Jugendarbeit, also Gruppenstunden etc.

Weitere Infos dazu:
Infos vom vom Bayerischen Jugendring:
https://www.bjr.de/service/umgang-mit-corona-virus-sars-cov-2.html
FAQs des bayerischen Gesundheitsministeriums:
https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/  
FAQs des Bayerischen Staatsministeriums des Innern :
https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

Die vom Bischöflichen Jugendamt herausgegebenen Empfehlungen zur Jugendarbeit in der Coronazeit sind damit vorübergehend außer Kraft gesetzt. Gottesdienste sind bisher nach wie vor unter Einhaltung der Hygiene-und Schutzbestimmungen erlaubt und damit auch der liturgische Dienst der Ministrantinnen und Ministranten.

Die niedrigen Inzidenzwerte ermöglichen inzwischen wieder Sommerfreizeiten im Jugendbereich. Auch viele Jugendgruppen in den Pfarreien sowie in den Jugendverbänden planen derzeit Jugendangebote für die Ferienzeit. Sicherheit für die Gruppen vor Ort bieten dabei die Empfehlungen des Bayerischen Jugendringes für die Sommerferien in Bayern, die mit den staatlichen Stellen abgestimmt sind. Das Dokument mit dem Titel „Die Ferien gehören uns – mit Sicherheit“ ist auf der Homepage des BJR verfügbar und kann hier als PDF heruntergeladen werden.