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Übersicht der aktuellen Regelungen rund um die Corona-Pandemie

1. Regelungen und Hinweise der Diözese und der Behörden zur Corona-Pandemie

Seit dem 4. Mai sind öffentliche Gottesdienste den Kirchen im Bistum Eichstätt wieder möglich. Allerdings müssen die Pfarreien und Gottesdienstgemeinden strenge Auflagen berücksichtigen. Hierbei sind das von den Bischöfen gemeinsam erarbeitete und von der bayerischen Staatsregierung genehmigte Schutzkonzept sowie darauffolgende Bestimmungen zu beachten.

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2. Übersicht der Regelungen rund um Gottesdienste

Hinweis: Nachfolgende Zusammenstellung ist eine nicht-amtliche Übersicht zur besseren Lesbarkeit und Übersicht der im obigen Abschnitt herunterladbaren amtlichen Regelungen.

Advents- und Weihnachtszeit

Mit der Aktion "Hoffnungslichter" bietet die Diözese Eichstätt Impulse und Anregungen für die Advents- und Weihnachtszeit, unter anderem

  • einen Adventskalender;
  • Vorlagen für Gottesdienste;
  • eine Ideenbörse usw.
  • Vorlagen für Wortgottesdienste an Weihnachten,
  • Hausgottesdienste
  • Jugendgottesdienste,
  • Kindermetten und Krippenspiele;
  • eine Ideenbörse mit Best-Practice-Beispielen, Materialien etc.
  • Hinweise für das Streaming von Gottesdiensten.

Sternsingeraktion 2021

Praktische Anleitungen, Tipps und Bausteine für die Sternsingeraktion unter veränderten Bedingungen stehen zur Verfügung unter www.sternsinger.de

Zahl der Gottesdienstteilnehmer in Kirchen

Die Aufnahmekapazität der Kirche, in der der Gottesdienst stattfinden soll, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Kriterium ist die Einhaltung des notwendigen Mindestabstands von mindestens 1,5 Meter zwischen zwei Personen. Dies wird durch entsprechende Belegung von Kirchenbänken (nur jede 2./3.) Reihe) sichergestellt. Hieraus ergibt sich die Anzahl der belegbaren Plätze.

  • Eine Höchstzahl von Personen kann je nach Praktikabilität vor Ort festgesetzt werden.
  • Bei der Berechnung der Höchstteilnehmerzahl werden Priester, Ministrant/innen und Lektor/innen sowie Organist nicht mitgerechnet. Die Abstandsregelungen sind auch im Altarraum einzuhalten. Familienmitglieder in gemeinsamer Wohnung sind zum Einhalten der Abstandsregel nicht verpflichtet. Personen, die in einem Haushalt zusammenleben, dürfen auch im Gottesdienst direkt nebeneinandersitzen. Die erlaubte Gesamt-Teilnehmerzahl reduziert sich dadurch nicht automatisch.

Gemäß dieser Festlegung werden alle Plätze markiert, nummeriert und ein Sitzplan erstellt.
Ein- und Ausgang müssen über vorgegebene Pforten erfolgen. Die Wege innerhalb der Kirche werden definiert, Abstände sind auf dem Boden zu markieren. Fluchtwege sind offen zu halten.

Bitte benutzen Sie keine, im Haushalt üblichen Klebebänder wie z.B.: transparente Klebefilme, Paketklebeband oder einfaches Malerkrepp. Diese Bänder enthalten lösemittelhaltige Kleber, die relativ schnell antrocknen, in die Oberfläche einziehen, Verfärbungen hervorrufen und nach einiger Zeit nicht mehr rückstandsfrei zu entfernen sind. Insbesondere beim Paketklebeband kann es beim Abziehen zum Abreißen von Lackschichten kommen. Gleiches gilt für Natursteinböden, in deren poröse Oberflächen lösemittelhaltige Kleber einziehen und Verfärbungen hinterlassen. Wir empfehlen daher für Abklebungen auf Oberflächen, in gut sortierten Baumärkten erhältliche oder online bestellbare Malerklebebänder, die mindestens 60 Tage bis möglichst 5 Monate rückstandsfrei entfernbar sind und keine Lösungsmittel enthalten . Falls Sie bereits Abklebungen vorgenommen haben, ersetzen Sie diese bitte kurzfristig durch die empfohlenen Bänder.

Kleinere Kirchen

Kleinere Kirchen eignen sich nur bedingt für die Feier von öffentlichen Gottesdiensten, vor allem dann, wenn die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden können. Dass es nur einen Zugang gibt, muss nicht automatisch ein Ausschlusskriterium sein.

Gottesdienst im Freien

Die Feier eines Gottesdienstes im Freien ist möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen eingehalten wird. Eine entsprechende Einzelfallgenehmigung ist nicht erforderlich. Die Beschränkung auf 200 Personen wurde zum 17. Oktober abgeschafft.

Abstandsregel

Zwischen dem Zelebranten am Altar (bzw. am Priestersitz) und den Gottesdienstteilnehmern und ‑teilnehmerinnen muss ein Mindestabstand von vier Metern eingehalten werden. Der Mindestabstand zwischen den Gläubigen beträgt 1,5 Meter. Ausnahme: Personen, die in einem gemeinsamen Hausstand zusammenleben.

Mit Hausstand sind Familienangehörige gemeint, die auch Kontakt zueinander haben, weil sie in einem Haus oder einer Wohnung wohnen; (im Gegensatz zu Mietshaus mit verschiedenen Parteien).

Die Verantwortung tragen die Auskunftgeber – mehr Kontrolle ist nicht erforderlich. Der Pfarrer kann dafür nicht in Haftung genommen werden.

Insbesondere gilt dies auch für Beerdigungen und Trauungen, wenn mehr Menschen kommen möchten, als bei einer Einzelplatzbelegung in die Kirche passen. Der Pfarrer darf sich auf die mündlich erteilte Auskunft verlassen.

Anmeldung zum Gottesdienst

Um sicherzustellen, dass die definierte Höchstzahl der Teilnehmer eingehalten wird und um Menschenansammlungen vor dem Kircheneingang sowie Konflikte vor Ort zu vermeiden, wird empfohlen, in einem Anmelde- oder anderen Verfahren vor Ort den Teilnehmerkreis festzulegen, wenn nicht aufgrund der regelmäßigen Besucherzahlen sicher zu erwarten ist, dass die Anzahl der in der Kirche verfügbaren Plätze ausreicht. 

Die Diözese Eichstätt verfügt für ein eventuelles Anmeldeverfahren eine digitale Lösung, die den Pfarreien kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Für diesbezügliche Rückfragen steht die EDV-Hotline (Tel. 08421 50-404; Mail: edv-hotline@bistum-eichstaett.de) zur Verfügung.

Was ist, wenn ich mit Covid-19 in Kontakt geraten bin oder anderweitig erkrankt bin?

Die Teilnahme am Gottesdienst ist allen Personen untersagt, die aktuell positiv auf Covid-19 getestet oder unter Quarantäne gestellt sind, respiratorische und infektiöse Atemwegsprobleme oder Fieber haben oder in den letzten vierzehn Tagen Kontakt zu einem bestätigten an Covid-19-Erkrankten gehabt oder sich im selben Raum wie ein bestätigter Covid-19-Fall aufgehalten haben

Voraussetzung für die Teilnahme am Gottesdienst - Anmeldelisten

Die Teilnehmer werden in geeigneter Weise, z.B. bei der Anmeldung darauf hingewiesen, dass sie nicht am Gottesdienst teilnehmen dürfen, wenn sie unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten vierzehn Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten gehabt haben und bei Änderung einer dieser Voraussetzungen auf die Teilnahme zu verzichten ist.

Sofern ein Anmeldeverfahren durchgeführt wird, erstellt die Pfarrei für die Zugangskontrolle für jeden Gottesdienst eine Teilnehmerliste mit den Namen.

Einlasskontrolle und Eingangspforte

An der festgelegten Eingangspforte sind zur Einhaltung des Abstands von mindestens 1,5 Meter beim Anstehen entsprechende Bodenmarkierungen der Abstände anzubringen. Durch geeignete Maßnahmen ist ein unkontrollierter Zugang an allen anderen Pforten, die aus Sicherheitsgründen nicht abgeschlossen werden dürfen, zu verhindern. Die Eingangspforte ist geöffnet, damit niemand beim Eintreten Türgriffe anfassen muss.

Die Kontrolle am Eingang stellt sicher, dass die ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird und erfolgt durch eine oder mehrere geeignete Person(en) als Ordner/in (Ehrenamtliche aus der Pfarrei oder ältere Ministranten/innen), die keiner Risikogruppe angehören darf und Mund-Nasen-Bedeckung tragen muss.

Der/die Ordner kontrollieren unter Einhaltung der Abstandsregeln, dass die vorhandene Aufnahmekapazität nicht überschritten wird und die Gottesdienstbesucher/innen Mund-Nase-Bedeckung tragen.

In Kirchen mit Bankreihen ist darauf zu achten, dass die Plätze so eingenommen werden, dass niemand aufstehen muss, um einen anderen in die Bank zu lassen. 

Während des Gottesdienstes muss ein Ordner am Ein-/Ausgang kontrollieren, dass keine weiteren nicht angemeldeten Personen die Kirche betreten bzw. die Höchstzahl der Gottesdienstteilnehmer nicht überschritten wird.

Brauche ich einen Mund-Nase-Schutz (Maskenpflicht)?

Während des Gottesdienstes müssen die Besucherinnen und Besucher Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die einschlägigen Bestimmungen zur Mund-Nasen-Bedeckungs-Pflicht können im Vollzug so gehandhabt werden, dass Kinder bis zum Beginn des siebten Lebensjahres (also bis zum 6. Geburtstag) nicht dieser Pflicht unterliegen.

Kirchenmusik und Gesang

  • Gemeindegesang ist allenfalls in sehr reduzierter Form vorzusehen, da Singen ein besonderes Risiko (Tröpfcheninfektion) birgt.
  • Die Gesangbücher können wieder ausgelegt werden. Folgen zwei Gottesdienste unmittelbar aufeinander, sind die verwendeten Gesangbücher in der Zwischenzeit zu reinigen (oder durch andere Exemplare zu ersetzen).
  • Orgelspiel ist möglich.
  • Auf Chorgesang wird verzichtet. Große Vokal- und Instrumentalchöre kommen nicht zum Einsatz. In den Schutzkonzepten ist folglich zu gewährleisten, dass insbesondere in geschlossenen Räumen 
    a) tatsächlich nur kleine Ensembles eingesetzt werden: die maximale Zahl der Instrumental- und/oder Vokalmusiker/innen ist daran zu bemessen, dass zwischen den Musizierenden selbst ein Mindestabstand von 2 Metern, bei Bläsern von 3 Metern und zwischen den Musizierenden und dem Publikum ein Mindestabstand von 5 Metern eingehalten wird; und
    b) dass beim Einsatz von Blechbläsern dafür gesorgt wird, dass das entstehende Kondensat nicht ausgeblasen oder in die Luft ausgetropft wird.
  • Es empfiehlt sich eine Gottesdienstgestaltung mit reduziertem Gemeindegesang sowie mit Kantor und Orgel.
  • Liedvorschläge für die Sonntage, die die spezielle Situation berücksichtigen
  • Durch Studien wurde teilweise geraten, ganz auf Gemeindegesang zu verzichten. Von vielen Seiten wird eingebracht, dass der Gemeindegesang aber sehr wichtig ist für die Lebendigkeit der Feier. Gesang ist möglich, je besser die Kirche gelüftet und je größer der Raum, desto mehr kann gesungen werden. Hier ist Vernunft gefragt, um nicht zu viel zu riskieren.

Weitere hygienische Vorgaben

  • Während der gesamten Zeit sind die allgemeinen Regeln, insbesondere der Abstand zwischen Personen einzuhalten.
  • Während eines Gottesdienstes soll ein Mikrofon möglichst von nur einer Person benutzt werden. Danach sollen die Mikrofone maßvoll gereinigt werden.
  • Soweit erhältlich ist am Eingang ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.
  • Die allgemeinen Vorgaben für Kirchenräume gelten auch während des Gottesdienstes, insb. kein Weihwasser in den Weihwasserbecken.   

Liturgische Dienste

Zu jedem Zeitpunkt des Gottesdienstes sind die Abstandsregeln zwischen den Anwesenden, auch bei denjenigen, die einen liturgischen Dienst ausüben, einzuhalten (s.o.).

Es wird empfohlen, von der Konzelebration Abstand zu nehmen. Neben dem Priester kann ggf. ein Diakon seinen Dienst tun. Ministranten/-innen, die zu jedem Zeitpunkt der Gottesdienstfeier (inkl. Einzug und Auszug) die Abstandsregeln einzuhalten haben, auch gegenüber dem Priester und anderen Mitwirkenden in der Liturgie, sind wieder zulässig. Gleiches gilt für Lektor/in und Kantor/in und ggf. Kommunionhelfer/in.

Ministrantinnen und Ministranten

Der wichtige Dienst der Ministranten und Ministrantinnen soll wieder in größerem Umfang ermöglicht werden. Entsprechende Hinweise finden sich in der „Handreichung zum Ministrantendienst in der Messfeier in Zeiten der Corona-Pandemie" des Fachbereichs Ministrantenpastoral und Liturgische Jugendbildung. Der Text „Minis in der Sakristei in Zeiten der Corona-Pandemie" sollte in der Sakristei ausgehängt werden.

Liturgische Gegenstände

Liturgische Bücher (Messbuch, Lektionar) und Mappen (Fürbitten, Vermeldungen etc.) werden nur von der jeweils vortragenden Person in die Hand genommen und nicht an- bzw. weitergereicht. Der Buchkuss nach dem Evangelium entfällt.

Die Gefäße für die eucharistischen Gaben werden unter Beachtung aller hygienischen Vorgaben (Mundschutz, Handschuhe) für den Gottesdienst vorbereitet und befüllt, mit Palla oder in anderer angemessener Weise abgedeckt und an die entsprechende Stelle im Altarraum gebracht (idealerweise bereits auf dem Altar bereitgestellt).

Auch Kelchtuch und Lavabogarnitur sind vor Gottesdienstbeginn entsprechend durch den/die Mesner/in zum Gebrauch für den Priester bereitzulegen. Die Händewaschung vollzieht er alleine ohne Hilfe von Seiten des liturgischen Dienstes.

Alle gebrauchten Gegenstände werden nach der Feier in der Sakristei gründlich gereinigt.

Hygiene-Ausrüstung

Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einwegschutzhandschuhe für den Priester und ggf. den Diakon sowie erforderlichenfalls den weiteren liturgischen Dienst sind unter Beachtung der Hygieneregeln vor Gottesdienstbeginn so bereitzulegen, dass die jeweilige Person gut darauf zugreifen kann und sie nicht von einer anderen Person berührt werden.

Hochgebet, Friedensgruß, Kommunion

Die Hostien bleiben während des gesamten Hochgebets zugedeckt in der Hostienschale. Nur die Priesterhostie kann auf der Patene/in der Schale abgedeckt werden, gleiches gilt für den Kelch. 

Es sollten nur so viele Hostien konsekriert werden, wie Kommunikanten und Kommunikantinnen zu erwarten sind.

Der Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung unterbleibt. Das ist bereits vor dem Gottesdienst anzusagen.

Die Kelchkommunion empfängt ausschließlich der Priester.

Kommunionausteilung:

Der Priester (Diakon/Kommunionhelfer) desinfiziert sich die Hände und legt Mund-Nase-Bedeckung an. Erst dann deckt er das Gefäß mit der Heiligen Kommunion für die Gemeinde ab und geht zum Ort der Kommunionspendung.

Er reicht den Gläubigen unter Wahrung des für eine würdige Form der Kommunionspendung größtmöglichen Abstands zur/zum Kommunikantin/-en und ohne direkten Kontakt die Heilige Kommunion, z.B. indem der Priester die Kommunion austeilt in der Weise, dass er den Leib Christi mit größtmöglichem Abstand in die ausgestreckte Hand des/der Kommunikanten/in legen kann.

Beim Gang zur Kommunion ist der Mindestabstand von 1,5 Meter immer einzuhaiten. Handkommunion ist empfohlen, Mundkommunion ist möglich. Es ist aber darauf zu  achten, dass der Ablauf des Kommunionempfangs bekanntgegeben wird und anschließend zunächst ausschließlich die Handkommunion, dann erst die Mundkommunion gespendet wird. Alternativ könnte die Spendung der Mundkommunion auch nach dem Abschluss des Gottesdienstes erfolgen.

Zwischen dem Kommunionspender und dem Kommunionempfänger ist der größtmögliche Abstand einzuhalten. Es ist darauf zu achten, dass der Kommunionspender nicht mit Hand oder Mund des Empfängers in Berührung kommt. Sollte es zu einer Berührung kommen, muss die liturgische Handlung für das Waschen oder Desinfizieren der Hände unterbrochen werden.

Am Ende der Kommunionausteilung bringt der Priester die übriggebliebenen konsekrierten Hostien in den Tabernakel.

Die Kommunionspendung in Handschuhen ist nicht notwendig, wenn die Hände vor der Gabenbereitung und vor der Spendung der Kommunion desinfiziert werden. Es kann auch ein Gesichtsschutz mit Plexiglas verwendet werden.

Gottesdienste ohne Kommunionausteilung (z.B. Wortgottesdienste, Andachten)

Es gelten die Ausführungen analog, soweit sie einschlägig sind.

Bei diesen Gottesdiensten kann in die Feier ein Element der Aussetzung des Allerheiligsten zur Eucharistischen Anbetung integriert sein. Bei der Aussetzung, der Anbetung, ggf. dem Eucharistischen Segen und der Reponierung des Allerheiligsten ist auch strikt auf den Abstand zwischen Vorsteher und weiterem liturgischen Dienst zu achten.

Kollekte

Die Kollekte unter Einsatz eines Kollektanten bzw. einer Kollektantin kann durchgeführt werden, wobei diese Person einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss. Der Kollektenkorb bzw. Klingelbeutel darf jedoch nicht weitergereicht werden.

Toiletten

Während eines öffentlichen Gottesdienstes sind die angrenzenden Toiletten (z. B. in der Sakristei) verschlossen zu halten.

Verlassen der Kirche

Nach dem Ende des Gottesdienstes verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche reihenweise geordnet unter Einhaltung der Abstandsregeln bei der vorher festgelegten Ausgangspforte, die während des Verlassens der Kirche geöffnet bleibt, damit niemand beim Verlassen der Kirche einen Türgriff anfassen muss.

Sie werden darauf hingewiesen, dass vor der Kirche keine Ansammlungen gebildet werden dürfen und die Abstandsregeln einzuhalten sind. Ordner achten darauf, „Versammlungen“ vor dem Portal zu verhindern.

Reinigung der Kirchenbänke

Die Reinigung der Kirchenbänke nach einem Gottesdienst wird weiterhin empfohlen, ist aber nicht mehr verpflichtend.

Lüftung und Heizung

Im Zusammenhang mit dem Beheizen von Kirchen sind folgende Hygieneregeln hervorzuheben.

1. Alle tragen in der Kirche Mund-Nasen-Schutz. 
Das Tragen von Masken ist der effektivste Schritt zur Senkung der Infektionsgefahr.

2. Bei der Reinigung der Luftfilter von Luftheizungen Schutzkleidung tragen. 
Diese besteht aus Schutzkittel, Handschuhen, Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrille.

3. Die Kirche nach dem Gottesdienst kurz, aber gründlich lüften. 
Hierdurch wird ein Großteil der Aerosole aus dem Kirchenraum hinaus gelüftet. Das Lüften sollte nur kurz erfolgen, damit die relative Raumluftfeuchte nicht unter 50 Prozent absinkt, um das Inventar nicht zu schädigen. Dies kann beispielsweise durch eine Querlüftung oder weit geöffnete Türen erfolgen. Während des Gottesdienstes sollte nicht gelüftet werden, da dies zu starken Luftbewegungen führt.

3a. Temperieren & Beheizen des Kirchenraumes.
Bei der Erwärmung der Raumluft wird gleichzeitig die relative Luftfeuchte reduziert. Hierdurch verkleinern sich die Aerosole, die sich dann weiter im Kirchenraum verteilen können und schlechter von Masken zurückgehalten werden können. Daher sollten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

4. Die relative Luftfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent halten.
Einerseits ist in diesem Feuchtebereich die Infektionsgefahr durch das Virus verringert, andererseits ist ein ausreichender Schutz eventuell vorhandener wertvoller Ausstattungsstücke gegen Trocknungsschäden gegeben.

5. Die Kirche zum Gottesdienst nicht zusätzlich aufheizen.
Bei einer konstanten Raumtemperatur entspricht die Temperatur der Wandoberflächen fast der der Raumluft. Luftbewegungen werden weitestgehend reduziert.

6. Heizungen, die die Wärme an einzelnen Stellen in den Raum einbringen, sollten bereits ca. 30 Minuten vor dem Gottesdienst ausgeschaltet werden. Jede punktuelle Wärmeeinbringung führt zu großen Luftbewegungen, die vermieden werden sollten. Nahezu vollflächige Fußbodenheizungen können durchgehend betrieben werden.

7. Unterbankheizungen, die die Wärme direkt im Bereich der Kirchenbesucher einbringen, sollten
während des Gottesdienstes nicht genutzt werden.
Die große, direkt beim Besucher eingebrachte Wärmemenge führt zu einer starken Absenkung
der Luftfeuchtigkeit und zu großen Luftbewegungen.

8. Elektrische Sitzkissenheizungen können uneingeschränkt betrieben werden.
Sitzkissenheizungen nehmen nur minimal Einfluss auf die Raumluft.

9. Fensterheizungen sollten bei kalten Außentemperaturen während des Gottesdienstes in Betrieb
sein. 
Fensterheizungen sind Heizstäbe unterhalb der Fenster, die während des Gottesdienstes vor Fallwinden schützen und damit Luftbewegungen entgegenwirken.

Sonderfälle
In Sonderfällen kann das angestrebte Ziel minimaler Luftbewegungen und einer relativen Luftfeuchte von 50 bis 60 Prozent auch mit abweichenden Heiz- und Lüftungsstrategien erreicht werden. Dafür muss die relative Luftfeuchte gemessen werden und die Heizungen oder Lüftung abhängig davon gesteuert werden.

10. Mit gesteuerter Lüftung (Fensterflügel/Ventilator) können Kirchen außerhalb des Gottesdienstes gelüftet werden.
Wenn die Kirche über eine feuchte gesteuerte Lüftung verfügt, ist ein gezielter Luftaustausch möglich. Die relative Luftfeuchte sollte bei 50 bis 60 Prozent bleiben.

11. Warmluftheizungen mit Erfassung des Außen- und Innenklimas können außerhalb des Gottesdienstes zum Luftaustausch betrieben werden.
Auch sie werden während des Gottesdienstes nicht betrieben. Außerhalb der Nutzungszeiten ist aber - analog zur „gesteuerten Lüftung" - ein gezielter Luftaustausch möglich. Wenn der Zuluftkanal im Erdreich verlegt ist, ist im Sommer dieser Betrieb nicht möglich, da es sonst zur Kondensation im Luftkanal und damit verbunden zu hygienischen Problemen kommen kann.

Quelle: Christian Dahm und Sabine Jellinghaus. Beheizen & Temperieren von Kirchen während der Corona-Pandemie. Stellungnahme und Handlungsempfehlungen zur Heizsaison 2020/2021 im Auftrag von 15 Bistümern und Landeskirchen. Download.
 

Taufe

Die feierliche Spendung des Sakraments der Taufe ist möglich. Bei Taufen gelten die gleichen Regeln wie bei anderen öffentlichen Gottesdiensten (Hygienevorschriften, Abstandsregel, Mundschutzpflicht, Teilnehmerzahl, Gesang und Musizieren). Die Maskenpflicht für Kinder gilt ab dem vollendeten 6. Lebensjahr.

Das Kind (bei der Säuglingstaufe) bei der Taufspendung ist vorzugshalber von einem Elternteil zu tragen (sofern der Pate/die Patin nicht dem eigenen oder dem des weiteren Hausstandes angehören.). Die Salbung ist analog zur Firmung mittels eines getränkten Wattebausches zu vollziehen, der anschließden verbrannt wird. Die Taufe mehrerer Kinder ist unter den gegebenen Umständen bis auf Weiteres sehr erschwert.

Sonntagspflicht

Die Gläubigen sind weiterhin von der Sonntagspflicht entbunden; die entsprechende Dispens vom 18. März 2020 gilt bis auf Weiteres.

Erstkommunion

Die Feier der Erstkommunion kann durchgeführt werden. Bei Erstkommunionen, die auf einen Sonntag gelegt werden, soll darauf geachtet werden, dass die Gläubigen, die nicht zu den Angehörigen gehören, ebenfalls die Möglichkeit einer Sonntagsmesse haben.

Firmung

Der Firmplan (www.bistum-eichstaett.de/firmplan) wird bis auf weiteres außer Kraft gesetzt. Es kann ein Antrag auf Erteilung einer Firmbefugnis gestellt werden, über den der Bischof befinden wird.

Im Antrag müssen neben allgemeinen Angaben folgende Präzisierungen erwähnt bzw. erklärt werden:

  • Die Vorbereitung auf den Empfang des Sakramentes muss bereits abgeschlossen bzw. kurz vor Abschluss sein. Das Konzept der Firmvorbereitung muss im Antrag erläutert werden.
  • In den einzelnen Pfarreien bzw. Pastoralräumen dürfen nicht zu viele Firmungen beantragt werden.
  • Die Firmungen sollen nicht am Sonntag stattfinden.

Um die Spendung des Sakramentes in analoger Anwendung des Schutzkonzeptes der bayerischen (Erz-)Diözesen zu gestalten, wird Folgendes dringend empfohlen:

Für den Firmspender, der bei der Spendung des Sakramentes eine Mund-Nasen-Bedenkung trägt, ist für jeden einzelnen Firmanden ein eigens mit Chrisam getränktes Wattebäuschchen vorzubereiten. Nach der Handauflegung und Salbung (ggf. mit Schutzhandschuhen) sind die Hände nach jedem einzelnen Firmanden zu desinfizieren. Nach der Firmfeier sind die Wattbäuschchen inkl. Handschuhe durch Verbrennen zu vernichten.

Eheschließung / Trauungen

Die feierliche Spendung des Sakraments der Ehe ist möglich.

Kindergottesdienste

Entsprechende Hinweise finden sich in den „Empfehlungen zur Gestaltung von Kindergottesdiensten in Corona-Zeiten" des Fachbereichs Kinder- und Kindergartenpasforal.

Requiem und Beerdigung

Die Feier eines Requiems ist möglich. Es wird dringend dazu geraten, ein geeignetes Anmeldeverfahren anzuwenden, um die Einhaltung der zulässigen Höchstzahl von Gottesdienstteilnehmern und -teilnehmerinnen in der Kirche zu gewährleisten. Auf dem Friedhof sind die Bestimmungen für Bestattungen zu befolgen. Diese werden wie Gottesdienste im Freien behandet. Für die Teilnehmer gilt Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden.

Recht der Gläubigen auf Sakramente

Die Gläubigen haben das Recht, durch die Sakramente, besonders der Eucharistie, Hilfe von den geistlichen Hirten zu empfangen (vgl. can. 213, CIC/1983). Dementsprechend haben insbesondere die Pfarrer und ihnen Gleichgestellte zusammen mit den pastoralen Mitarbeitern die Pflicht, den Gläubigen die Ausübung ihrer Rechte zu ermöglichen, auch wenn widrige Umstände dies erschweren. Deshalb ist besonders die sonntägliche Eucharistiefeier zu halten. Selbstverständlich sind entsprechend den besonderen Hinweisen für die Diözese Eichstätt (Teil II des Schutzkonzeptes) Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, von dieser Pflicht entbunden. Sie sollen, falls ihnen die pastorale Sorge in einer Gemeinde anvertraut wurde, für Ersatz sorgen.

Zelebrant

Priester, die einer Hochrisikogruppe angehören, sollten öffentlichen Gottesdiensten zur Zeit nicht vorstehen.

Infektionsschutzkonzept

Das jeweilige Infektionsschutzkonzept ist auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich ist.

3. Übersicht der Regelungen zu sonstigen Angeboten bzw. Veranstaltungen

Chorproben

Proben von Laienchören sind nach der 9. BayIfSMV und vorläufig bis einschließlich 20. Dezember 2020 nicht möglich.

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sind kirchenrechtlich verankerte Gremien, die das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen zum Ausdruck bringen und für die ordnungsgemäße Durchführung des pfarrlichen Lebens unverzichtbar sind. Die Arbeit dieser Gremien (insbesondere der Kirchenverwaltungen) hat die Dienstgeschäfte einer Pfarrgemeinde bzw. einer Kirchenstiftung, in die auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter miteinbezogen sind, zum Inhalt. Für Sitzungen dieser Art gelten die Regelungen gemäß § 3 BayIfSMV.

Pfarr- und Jugendheime

Die Pfarr- und Jugendheime der Diözese Eichstätt können unter Einhaltung der Vorgaben der Neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung grundsätzlich geöffnet werden.

Veranstaltungen größerer Art

Größere Veranstaltungen sind gemäß § 5 BayIfSMV aktuell nicht möglich. Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Erstkommunion und Firmvorbereitung

Die Vorbereitung von Kindern auf Erstkommunion und Firmung ist unter Einhaltung der Vorgaben der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung möglich.

Seelsorge in Krankenhäusern und Seniorenheimen

Die Sorge um die Menschen in den Krankenhäusern und in den Seniorenheimen muss uns ein besonders Anliegen sein. Dabei sind die Schutz- und Hygienevorschriften der jeweiligen Einrichtung zu beachten, welche teilweise erheblich voneinander abweichen.

Bildungsangebote

Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote sind in Präsenzform untersagt.

Jugendarbeit

Laut der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist außerschulische Bildungsarbeit in Präsenzform bis vorerst 20. Dezember untersagt. Unter den Begriff außerschulische Bildungsangebote fallen auch die Angebote der
kirchlichen Jugendarbeit, also Gruppenstunden etc.

Weitere Infos dazu:
9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:
https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-683/
Infos vom vom Bayerischen Jugendring:
https://www.bjr.de/service/umgang-mit-corona-virus-sars-cov-2.html
FAQs des bayerischen Gesundheitsministeriums:
https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/  
FAQs des Bayerischen Staatsministeriums des Innern :
https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

Die vom Bischöflichen Jugendamt herausgegebenen Empfehlungen zur Jugendarbeit in der Coronazeit sind damit vorübergehend außer Kraft gesetzt. Gottesdienste sind bisher nach wie vor unter Einhaltung der Hygiene-und Schutzbestimmungen erlaubt und damit auch der liturgische
Dienst der Ministrantinnen und Ministranten.

Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich

Größere Veranstaltungen sind gemäß § 5 BayIfSMV aktuell nicht möglich.

Weiteres gemeindliches Leben

Der vielfältige Bereich des sonstigen gemeindlichen Lebens in Gruppen und Kreisen (z.B. Seniorenkreis, Frauen- und Familienkreise, andere zielgruppenbezogene Treffpunkte und Geselligkeiten) unterliegt weiterhin den geltenden Einschränkungen durch die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, muss also vorläufig ausgesetzt bleiben.