Zum Inhalt springen

Die Krankenkommunion

Nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift waren es die Kranken, denen sich Jesus besonders widmete. Er ließ sich durch ihre Krankheit nicht abschrecken, im Gegenteil: Er suchte sie auf und kümmerte sich um sie.
Daher ist es seit den frühen Tagen der Kirche üblich, dass den Kranken die Kommunion – in der Regel die Hostie, der Leib Christi – ins Haus gebracht wird, wenn sie nicht in der Lage sind, am Gottesdienst der Pfarrei teilzunehmen.

Diese Aufgabe kann der Priester, ein Diakon oder ein vom Bischof beauftragter Kommunionhelfer übernehmen. Nach Möglichkeit werden im Haus des Kranken einige kleine Vorbereitungen getroffen: Ein Tisch mit weißer Tischdecke und Kreuz, Kerzen und Blumen (eventuell Weihwasser) und ein Glas Trinkwasser für den Kranken. Schön ist es, wenn auch Angehörige und Mitbewohner an der Kommunionfeier teilnehmen.

Die Krankenkommunion wird auch als Wegzehrung (viaticum) gereicht, wenn ein katholischer Christ in unmittelbarer Todesgefahr schwebt.  
 
Die Krankenkommunion hat folgende Ordnung:

Der Kommunionspender (KS) begrüßt die Anwesenden und stellt das Gefäß mit dem Allerheiligsten auf den Tisch. Nach kurzer, stiller Verehrung des Allerheiligsten nimmt er das Weihwasser um zur Erinnerung an die Taufe den Kranken und das Zimmer zu besprengen.

Spendet ein Priester die Krankenkommunion, kann nun die Beichte des Kranken erfolgen. Erfolgt keine sakramentale Beichte und werden auch andere Anwesende die Kommunion empfangen, folgt nun das Schuldbekenntnis (Gotteslob 582,3), das der KS mit der Vergebungsbitte beschließt.

Nach den Verhältnissen kann nun eine Schriftlesung vorgetragen werden, die gegebenenfalls in einem kurzen geistlichen Wort gedeutet werden kann. Es schließen sich die Fürbitten an.
Handelt es sich um die Wegzehrung und nicht um die einfache Krankenkommunion, erneuert der Kranke das Bekenntnis des Glaubens, das er bei der Taufe abgelegt hat.

Die eigentliche Kommunionfeier beginnt damit, dass das Gefäß mit der Eucharistie geöffnet wird. Nun wird das Vater Unser gebetet und eventuell ein weiteres Vorbereitungsgebet angeschlossen. Darauf macht der KS eine Kniebeuge vor dem Leib des Herrn und zeigt ihn den Anwesenden. Es folgt, wie vor dem Kommuniongang in der Hl.Messe, nun der Dialog:
KS: "Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde die Welt."
G: "Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."


Nun kommuniziert zunächst der Kranke, dann die Anwesenden, die kommunizieren wollen.

Es folgt ein Gebet nach der Kommunion und das Schlußgebet. Steht ein Priester oder Diakon der Feier vor, spendet er nun den Segen; steht ein Laie der Feier vor, spricht er die Segensbitte.

Im Gotteslob, dem katholischen Gebet- und Gesangbuch, finden sich Ausführungen zur Krankenkommunion unter Nr. 602,6 und zur Wegzehrung unter Nr. 602,7.  
Informationen zur Anmeldung für die Krankenkommunion unter Anmeldung/Vorbereitung.


zurück



Bitte beachten Sie:
Aus aktuellem Anlass sind viele Termine abgesagt. Bitte erkundigen Sie sich beim jeweiligen Veranstalter, ob der Termin stattfindet!