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05.07.2017

Verbesserung der medizinischen Versorgung: Bistum Eichstätt unterstützt Katholische Universität Mosambik

Sprachen über die gelungene und weitere zukünftige Zusammenarbeit: (von links) Weltkirchereferent Gerhard Rott, Weltkirchebeauftragter Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn, Referent des Honorargeneralkonsuls der Republik Mosambik Joaquim Mucavele, Dekan Prof. Stefan Schieren von der Fakultät für Soziale Arbeit an der KU, Rektor Prof. Dr. Alberto Ferreira und Honorargeneralkonsuls der Republik Mosambik Siegfried Lingel. pde-Foto: Anika Taiber-Groh

Eichstätt. (pde) – Beim Auf- und Ausbau der medizinischen Fakultät unterstützt das Bistum Eichstätt die Katholische Universität Mosambik. Bei seinem Besuch in Eichstätt berichtete deren Rektor Prof. Dr. Alberto Ferreira über die Projekte, die aktuell mit Hilfe des Bistums sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt angestoßen werden konnten.

So förderte das Bistum Eichstätt über das Referat Weltkirche im vergangenen Jahr mit 10.000 Euro ein Projekt, bei dem besonders Familien mit Kindern im Mittelpunkt stehen. Die Studierenden der Universität bekommen dabei jeweils drei überwiegend arme Familien aus der Stadt Beira zugeteilt, in der die medizinische Fakultät liegt. Diese begleiten sie während ihres ganzen Studiums. Die Studierenden erkennen so frühzeitig Krankheiten in den Familien und leisten einen Beitrag zur Prävention von Erkrankungen durch Aufklärungs- und Vorbeugungsmaßnahmen. Durch die Hilfe aus Eichstätt konnte ein neuer Stadtbezirk in dieses Programm aufgenommen werden. In diesem Jahr sind mit weiteren 10.000 Euro die Fortführung dieses Projekts sowie ein großes Gesundheitsfest geplant. Zwischen 100.000 und 300.000 Menschen werden zu der Veranstaltung erwartet, bei der Vorträge sowie gesundheitliche Aufklärung stattfinden und einfache medizinische Untersuchungen bei den Teilnehmern kostenlos durchgeführt werden sollen.

Begleitet wurde Rektor Ferreira bei seinem Besuch in Eichstätt vom Honorargeneralkonsul der Republik Mosambik, Siegfried Lingel. Zusammen mit dem Weltkirchebeauftragten Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn, Gerhard Rott vom Referat Weltkirche und Dekan Prof. Stefan Schieren von der Fakultät für Soziale Arbeit an der KU sprachen sie über die weitere Zusammenarbeit.
Das Bistum Eichstätt arbeitet bereits seit dem Jahr 2000 mit der Katholischen Universität Mosambik zusammen. Über die Jahre wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, beispielsweise die Ausstattung der Fakultät mit medizinischen Geräten. Wichtig sei dem Bistum dabei die Multiplikatorenwirkung, die dadurch erzielt werden könne, wie Kühn betonte. So konnten im Juni diesen Jahres 21 fertig ausgebildete Ärzte die Universität verlassen und helfen, die medizinische Versorgung im Land zu verbessern.

Im südostafrikanischen Mosambik leben rund 25 Millionen Menschen, mangelnde Bildung und die geringe Lebenserwartung von rund 50 Jahren sind ein großes Problem. Besonders verbreitet sind Krankheiten wie HIV/AIDS, Malaria und Durchfälle. Nicht einmal jeder zweite hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Zugang zu sauberem Trinkwasser. Derzeit ist ein Arzt für 243.000 Einwohner zuständig, in Deutschland sind es laut Bundesärztekammer je nach Bundesland 140 bis 256.