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Koordinationsstelle zur Prävention sexualisierter Gewalt und Beauftragte für Prävention im Bistum Eichstätt

Eine Kultur des achtsamen Miteinanders zu praktizieren und weiter zu entwickeln – das hat sich das Bistum Eichstätt als Ziel seiner Präventionsarbeit in seiner Rahmenordnung gegeben. Um diese Kultur erlebbar zu machen, bedarf es einer inhaltlichen und emotionalen Auseinandersetzung auf persönlicher Ebene. Um das zu gewährleisten, braucht es Wissensvermittlung in Schulungen und die Etablierung eines achtsamen und wertschätzenden Umgangs, der durch die Implementierung eines Schutzkonzepts vor Ort gewährleistet wird.

Die Präventionskampagne der Diözese Eichstätt erwartet von den Einrichtungen, Pfarreien, den Verbänden und allen pastoralen Räumen die Etablierung eines Schutzkonzeptes: die einzelnen Gruppen vor Ort sollen sich über Verhaltensregeln austauschen, sie achtsam für ihre eigene Gruppe zusammen tragen und fest schreiben. Sind Verhaltensregeln vereinbart, braucht es einen Beschwerdeweg, der deshalb im Rahmen des Konzepts vor Ort installiert werden muss. Die Präventionsbeauftragten unterstützen und begleiten diese Entwicklungen.

Regelmäßige Schulungen für die pastoralen Mitarbeitenden sind standardisiert. Schulungen für ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende werden gruppen- und themenzentriert angeboten und je nach Bedarf spezifisch und teilnehmerorientiert entwickelt. Die Studierenden der pastoralen Berufe und alle in Ausbildung befindlichen pastoralen Mitarbeitenden werden routinemäßig, modulartig und standardisiert in Absprache mit den anderen bayrischen Diözesen geschult.

Die Teilnahme und konstruktive Mitarbeit an den Tagungen der Bundeskonferenz Prävention, der Landesarbeitsgemeinschaft Prävention Bayern und anderen Fachtagungen und Vernetzungstreffen garantiert die Abstimmung der Arbeit mit den deutschen (Erz-)Diözesen bzw. (Erz-)Bischöfen und dient der Weiterentwicklung der Präventionsarbeit.

Um die Arbeit der Mitarbeitenden vor Ort zu unterstützen, wurde ein Präventionstelefon mit der Nummer (08421) 50-500. etabliert. Die hauptamtlichen Mitarbeitenden müssen Beobachtungen, konkrete Vorkommnisse und Erzählungen über Vorfälle mitteilen. Sie erhalten Unterstützung in der Beurteilung der Situation und im konkreten Vorgehen. Außerdem dient das Präventionstelefon für Nachfragen zur Umsetzung des Konzepts vor Ort und als Anlaufstelle zur Vereinbarung von Unterstützung durch die Präventionsbeauftragten.

Für die Koordinationsstelle Prävention von sexualisierter Gewalt ergeben sich folgende Ziele und Hauptaufgaben:

  • Organisation und Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • Unterstützung einzelner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Präventionstelefon
  • Beratung der kirchlichen Rechtsträger bei der Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung von institutionellen Schutzkonzepten
  • Begleitung der Schutzkonzeptentwicklung vor Ort
  • Fachliche Prüfung der Schutzkonzepte
  • Vermittlung von Fachreferent/-innen
  • Vernetzung der Präventionsarbeit inner- und außerhalb der Diözese
  • Vernetzung mit kirchlichen und nicht-kirchlichen Fachberatungsstellen
  • Vernetzung mit den verschiedenen Berufsgruppen innerhalb und außerhalb der Diözese
  • Evaluation und Weiterentwicklung von verbindlichen Qualitätsstandards
  • Mitarbeit im Beraterstab des Bischofs und der Aufarbeitungskommission

Gabriele Siegert
Präventionsbeauftragte und Leiterin der diözesanen Koordinationsstelle zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt
Tel. (09122) 6318257
E-Mail: gsiegert(at)bistum-eichstaett(dot)de

Dr. Marc J. Kalisch
Stellvertretender Präventionsbeauftragter und stellvertretender Leiter der diözesanen Koordinationsstelle zur Prävention gegen sexualisierte
Gewalt
Tel. (08421) 50-202
E-Mail: mkalisch(at)bistum-eichstaett(dot)de