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10.07.2020

„Eine gute Sehschärfe des Herzens“: Bischof Hanke schickt persönlichen Grußbrief an 1.613 Ehejubilare

Bischofsgruß für die Ehejubilare. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Sie standen auf der Gästeliste von Bischof Gregor Maria Hanke für die Begegnung der Ehejubilare in Eichstätt. Dann kam Corona und die größte Veranstaltung der diesjährigen Willibaldswoche musste abgesagt werden. Anstelle der vorgesehenen Einzelsegnung der Paare in der Schutzengelkirche haben nun 1.613 Frauen und Männer im Bistum Eichstätt, die in diesem Jahr ihre goldene Hochzeit feiern, einen besonderen Gruß des Bischofs per Post erhalten. Neben einem von Hanke persönlich unterschriebenen Brief bekam jedes Paar ein „Transparentlicht“ – einen besonders gestalteten Windschutz für ein Teelicht - und eine vom Bischof geweihte Bildkarte mit einem Segensgebet für Ehejubilare.

„Ich bedaure sehr, dass ich Ihnen aufgrund der Coronapandemie meine Glückwünsche nicht persönlich in Eichstätt im Rahmen der Willibaldswoche aussprechen kann“, schreibt der Bischof. „Denn es ist eine wunderbare Sache, die es für Sie zu feiern gibt: eine jahrzehntelande Gemeinschaft unter dem Segen Gottes!“

Oft sei zu hören, dass im Alter vieles schlechter werde: die Gesundheit, die Fitness und auch die Sehkraft. „Mag das auch für die die Sehkraft der Augen gelten, so gilt es sicherlich nicht für die des Herzens“, schreibt Hanke weiter. Gerade mit der Weisheit und Güte der fortgeschrittenen Jahre könne man seine Mitmenschen auf ganz eigene Weise sehen und wahrnehmen. „Ihre vielen gemeinsamen Jahrzehnte zeigen, dass Sie sich gegenseitig oft und gerne mit diesen Augen des Herzens anschauen“. Ein solcher Blick ermöglicht nach den Worten des Bischofs  Liebe, Güte, Engagement, Kraftanstrengung und auch Verzeihen. „Deshalb ist eine liebevolle und verständnisvolle Partnerschaft eine wunderbare, nicht immer leichte, doch beglückende Weise der Nachfolge Jesu“, so Hanke. Er wünsche den Jubelpaaren auch zukünftig „eine gute Sehschärfe des Herzens, viele weitere glückliche gemeinsame Jahre und Gottes reichen Segen“.

Für den weiteren gemeinsamen Weg gibt Bischof Hanke den Ehejubilaren ein Wort des Apostels Paulus mit, das auf dem Transparentlicht abgedruckt ist: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Die Liebe hört niemals auf.“

Mit der Begegnung für Ehejubilare sollte die diesjährige Willibaldswoche unter dem Motto „Gesandt für den Frieden“ in Eichstätt beginnen und enden. Geplant war für die Jubelpaare am 4. und am 11. Juli jeweils einen Gottesdienst in der Eichstätter Schutzengelkirche mit anschließender Begegnung im Festzelt. Wegen der Coronapandemie konnten diese und auch andere Veranstaltungen der Festwoche nicht stattfinden.



Willibaldswoche zu Hause

Bischof Gregor Maria Hanke lädt die Gläubigen in seinem Bistum ein, die diesjährige Willibaldswoche zu Hause mitzufeiern. Videoeinladung.

Willibaldswoche

Die Willibaldswoche findet seit 2009 jährlich statt. Anlass der Begegnungs- und Wallfahrtswoche für die Gläubige der Diözese Eichstätt ist der Gedenktag des Bistumsgründers Willibald, dessen Todestag der 7. Juli 787 war.

Kontakt

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Hauptabteilung III: Pastoral
Luitpoldstr. 2,
85072 Eichstätt,
Tel. (08421) 50-601
Fax (08421) 50-609, oder 50-628
E-Mail: willibaldswoche(at)bistum-eichstaett(dot)de