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Fachtagung zum Welttag der Kranken am 22. Februar 2019

Workshops am 22. Februar

W 1 Stille & Bewegung

Mark Albin
15 Jahre Erfahrung in Zen-Meditation, Mönch in einem Zen-Kloster in Japan, Ausbildung in Aikido, Tai Ji und japanischer Musik, Lehrer für Zen-Meditation

Der Workshop beinhaltet eine Einführung in die Zen-Meditation (Achtsamkeit im Sitzen und Gehen) und angeleitete Körperübungen aus dem Qigong und Tai Ji. Japanischer Tee und die Melodien der Shakuhachi-Flöte werden die Meditation unterstützen. Der Hintergrund der traditionellen Zen-Praxis wird erläutert und Erzählungen aus dem Leben im Zen-Kloster ergänzen die Übungen. Meditationsmatten und Kissen werden gestellt

W 2 „Warum gerade ich?“ – Menschen in Krisen begleiten

Martin Alsheimer
Dipl.-Päd., Dipl.-Trauerberater, Systemischer Berater, Leiter der Hospiz-Akademie der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste, Nürnberg

Der Workshop veranschaulicht szenisch wichtige Grundhaltungen für die Begleitung (nicht nur) in Krisen. Er vermittelt elementare Hilfen für eine gelingende Kommunikation in herausfordernden Gesprächen und entwickelt persönliche Mini-Rituale und „Schutzmäntel“, um Menschen in ihrer Not begleitend nahe sein zu können.

W 3 Ressource „Spiel-Raum“

Benedikt Anzeneder
Dipl.-Theol., Klinikclown, Dozent für Körpersprache

Der Workshop geht der Frage nach, wie wir in unserer Arbeit eine spielerische Haltung einnehmen können, die uns präsenter sein lässt und das Miteinander erleichtert. Dies wird anhand von Übungen aus dem Bereich der Körpersprache und mittels Improvisationstheater veranschaulicht.

W 4 Mich selbst liebevoll im Blick – Selbstfürsorge für Pflegepersonen

Silke Doppelfeld
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Diplom-Berufspädagogin (FH), Lehrerin für Pflege und Gesundheit (M.A.), Marienhaus Klinikum, Ahrweiler

Für andere zu sorgen ist eine Selbstverständlichkeit im Pflegeberuf. Sorgen heißt, in eine Verantwortungsbeziehung zu gehen – zu sich selbst und zu den zu pflegenden oder zu „versorgenden“ Menschen. In diesem Workshop wird die Sorge der Pflegenden für sich selbst thematisiert. Das Konzept „ABC der Selbstfürsorge“ ermöglicht eine individuelle Gestaltung der Sorge für sich selbst für ein gutes Leben.

W 5 Achtsamkeit in meinen Alltag integrieren – eine Einführung in das Programm „Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit (MBSR)“

Anne Egger-Büssing
Dipl.-Psych., MBSR- und MBCT-Lehrerin, Psychologische Psychotherapeutin in freier Praxis, Ingolstadt

In diesem Workshop werden praktische Übungen aus dem Kurs angeleitet und können von den Teilnehmenden ausprobiert werden. Das Kursprogramm und die theoretischen Hintergründe der Achtsamkeitspraxis werden erläutert und es wird erklärt, wie die Praxis zur Stressbewältigung im Alltag beitragen kann. Der Workshop bietet eine Gelegenheit, für sich herauszufinden, ob und wie die Achtsamkeitspraxis ins eigene Leben integriert werden kann. Yogamatte oder Decke sowie ein Kissen sind von den Teilnehmenden mitzubringen.

W 6 Sekundärtraumatisierung in der Pflege

Maria Johanna Fath
Dipl.-Theol., Familientherapeutin, Traumatherapeutin, Bildungsreferentin in der Ausbildung von Klinikseelsorgern, Leitung Traumahilfe Netzwerk Augsburg und Schwaben

Pflegende in Kliniken und Pflegeheimen werden regelmäßig mit belastenden Ereignissen von Patienten oder Bewohnern konfrontiert. Auch wenn sie diese Ereignisse nicht selbst erlebt haben, können bei ihnen Symptome einer Traumatisierung auftreten. Man spricht dann von einer Sekundärtraumatisierung. Es ist Teil der Professionalität von Pflegenden, die Zusammenhänge einer Sekundärtraumatisierung zu erkennen und sich davor zu schützen. Im Workshop werden dazu Informationen gegeben und Wege des Selbstschutzes aufgezeigt.

W 7 Stabilisiert die Pflege das ökonomistische System? Die Pflege im Spannungsfeld zwischen professioneller Verantwortung und Systemstabilisierung

Prof. Dr. Constanze Giese
Dipl.-Theol., exam. Krankenschwester, Dekanin im Fachbereich Pflege, Katholische Stiftungshochschule, München

Im Workshop soll anhand von Praxisbeispielen diskutiert werden, wie Pflegekräfte durch ihr Handeln Fehler im System kompensieren und dabei ihre eigenen Rechte und die Rechte der Patienten missachten. Es sollen pflegeprofessionelle Grundlagen und Argumentationshilfen für eine Praxis erörtert werden, die Pflegende legitimieren und befähigen ihre Rechte und die Patientenrechte zu vertreten und ihren professionellen Auftrag wahr zu nehmen.

W 8 Scheiden tut weh – Menschen in Trauer begleiten

Dr. Sabine Holzschuh
Dipl.-Theol., Dipl.-Sozialpäd. (FH), freiberufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung und Trauerbegleitung, Regensburg

Unser Leben ist voller Abschiede – z. B. Abschiede, wenn Beziehungen zerbrechen, oder Abschiede in der beruflichen Pflege von sterbenskranken Menschen. Am schwersten ist der Abschied von Nahestehenden und der Abschied vom eigenen Leben im Tod. „Abschiedlich leben lernen“ ist eine Aufgabe, die in der Pflege besonders gefordert ist. Nur wer loslassen kann, geht mit dem Fluss des Lebens, der stets in Bewegung ist. Der Workshop möchte einen Beitrag zum Verständnis von Trauer und Anregungen zu hilfreichem Umgang mit Menschen in Trauer geben.

W 9 Ist dem geholfen, der glaubt?

Prof. Dr. Christoph Jacobs
Priester, Gesundheitspsychologe, Paderborn

In diesem Workshop geht es um ein Einüben eines Perspektivenwechsels. Nicht mehr nur auf das schauen, was uns das Leben raubt, sondern auf das, was uns Leben bringt. Sogar Christen trauen bisweilen der Kernbotschaft der Auferstehung recht wenig zu: dass Einsatz für andere nicht kraftlos, sondern kraftvoll macht und vor allem: das Leben gelingen lässt. Kann mir mein Glaube helfen? Welche Macht verleiht der Glaube? Wie kann ich ihn als Kraftquelle nutzen?

W 10 Kommunikation an den Grenzen des Lebens

Thomas Kammerer
Pfarrer, Dipl.-Theol., Leiter der katholischen Seelsorge am Klinikum rechts der Isar, Technische Universität, München

Sei es auf Intensivstationen, in Altenpflegeeinrichtungen oder auch bei sterbenden Menschen zuhause: Viele Menschen verlassen an den Grenzen des Lebens den gewohnten Kommunikationsrahmen und befinden sich in veränderten Bewusstseinszuständen. Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, wie wir mit diesen nur scheinbar „nicht ansprechbaren“ Menschen so umgehen können, dass sie Mitmenschlichkeit, Solidarität, aber auch wertschätzende (letzte?) Zuwendung erfahren können.

W 11 (Berufs-)politisches Handeln – Zu einem anderen beruflichen Selbstverständnis?

Dr. Eva-Maria Krampe
Soziologin mit den Schwerpunkten Pflege und Gesundheitswesen, Lehrbeauftragte in Pflegestudiengängen an verschiedenen Hochschulen

Eine Ursache für die physischen und psychischen Belastungen in der Pflegearbeit findet sich in den Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Pflegesettings. Diese zu verbessern, kann durch (berufs-)politische Einflussnahme gelingen. Im Workshop sollen die verschiedenen Arten (berufs-)politischen Engagements und deren Möglichkeiten dargelegt werden, vor allem im Hinblick auf berufliche Selbstverständnisse in der Pflege.

W 12 Umgang mit Zeit – Spiritualität als Bereicherung für mein Leben – Erholungsmanagement im Alltag

Christoph Kreitmeir
Pfarrer, Dipl.-Theologe, Dipl.-Sozialpäd. (FH), Priester, Buchautor, Seelsorger, Klinikum Ingolstadt

Der Workshop beleuchtet zum einen den Umgang mit der knappen Ressource „Zeit“, stellt Regeln für das Selbst- und Zeitmanagement vor und bietet Strategien an, mehr Zeit für das Wesentliche zu finden. In einem zweiten Schritt wird Spiritualität als eine „Sehnsucht nach mehr“ vorgestellt, die uns dazu aufruft, unser Leben zu bereichern, auszuweiten und zu vertiefen. Im dritten Schritt wird eine sinnvolle Balance zwischen Spannung und Entspannung im oft als hektisch empfundenen Alltag aufgezeigt.

W 13 Wirtschaftliches Handeln in sozialen Organisationen zwischen Effizienzmaximierung und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Arne Manzeschke
Dr. theol. habil., Professor für Anthropologie und Ethik der Gesundheitsberufe, Evangelische Hochschule, Nürnberg

Der Workshop erarbeitet mit den Teilnehmenden Perspektiven, in welcher Weise den unerwünschten Auswirkungen der Ökonomisierung im Gesundheitswesen konstruktiv begegnet werden kann.

W 14 „Der Sehnsucht folgen“ – ein spiritueller Weg für die Pflege und Begleitung heute

Anne-Marie Mitterhofer
Dipl.-Theol., Pastoralreferentin, Bildungsreferentin für Hospiz- und Palliativseelsorge, Diözese Regensburg

Der Workshop stellt die Sehnsucht, die im Herzen der Menschen wohnt, als spirituelle Kraftquelle vor, die in der Pflege und Begleitung hilft, mit heutigen Anforderungen gut umgehen zu können. Miteinander wird der Frage nachgegangen, wo die Sehnsucht aufbricht, woran sie sich festmacht und wohin sie die Kranken und Helfenden führt.

W 15 Pflege goes digital – Träumerei oder „bierernst“?

Prof. Dr. Christian Rester
Dipl. Pflegewirt, Gerontologe, Studiendekan der Fakultät für Angewandte Gesundheitswissenschaften, Technische Hochschule, Deggendorf

Der Workshop stellt grundlegende Programmpunkte der Digitalisierung in der Pflege vor (IKT, IoT, Exergames, Wearables) und wendet diese Grundlagen auf spezifische Felder in der Pflege an.

W 16 Zusammenarbeit und Integration von ausländischen Pflegekräften – Chancen und Herausforderungen

Edith Schuster
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Pflegepädagogin BA, Bildungswissenschaftlerin MA, München

Mit dem Thema ausländische Pflegekräfte haben wir bereits seit den sechziger Jahren Erfahrungen in Deutschland und trotzdem ist es immer wieder neu. Im Workshop geht es einerseits um die Frage, warum Menschen ihre Heimat verlassen um hier in der Pflege zu arbeiten. Andererseits betrachten wir unterschiedliche Pflege- und Kommunikationsvorstellungen, die zu Missverständnissen führen können. Anhand von Beispielen überlegen wir Handlungsstrategien, die für die Praxis hilfreich sein können.

W 17 Begleitete Wege im Seniorenheim – Wege mit vielen Schritten und mit vielen Facetten

Irene Stiegler
Dipl.-Pflegewirtin (FH), Familien- und Altenpflegerin, Lehrerin für Pflegeberufe, Trainerin für Palliative Care und Ethikberaterin, Einrichtungsleiterin im Caritas-Seniorenheim St. Elisabeth, Gaimersheim

In diesem Workshop sollen praxiserprobte Strategien und Methoden der Sterbebegleitung und des hospizlich-palliativen Denkens und Arbeitens im Seniorenheim aufgezeigt werden – im Konflikt zwischen den Ansprüchen unseres Leitbildes und gesetzlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Implementierung belastbarer Leitlinien zur Organisationsethik bildet dabei die Grundlage der praktischen Arbeit in der Begleitung im Seniorenheim, auch vor dem Hintergrund einer stärkenden und sinnstiftenden Unterstützung für unsere Mitarbeiter.

W 18 Pflege zwischen Ethos und Wettbewerb aus dem Blickwinkel von Lehrerinnen und Schülern einer Pflegeschule

Maria Szobries
Gesundheits- und Pflegewissenschaften (B.Sc.), Master Gerontologie (M.Sc.), Altenpflegerin, Nürnberg

Sabine Beyrich
Dipl.-Pflegepäd. (FH), Kinderkrankenschwester

Die Menschen, die sich für den Pflegeberuf entscheiden, sind motiviert, interessiert und wissbegierig. Ihr Wunsch ist es, einen Beruf zu lernen, in dem sie einen Sinn finden, sich weiterentwickeln und vor allem Menschen würdevoll pflegen können. Mit dem ersten Praxiseinsatz erleben die Schülerinnen jedoch eine Realität, die im großen Widerspruch zu ihren Vorstellungen und Erwartungen steht. Die große Herausforderung besteht darin, wie Schülerinnen/Schüler und Lehrerinnen/Lehrer dieser Situation zwischen Anspruch und Wirklichkeit gerecht werden können.

W 19 Pflegende Angehörige beraten und entlasten

Rainer Teufel
Pflegewissenschaftler (M.Sc.), Pflegepädagoge (B.A.), Krankenpfleger, Hospiz-Akademie der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste, Nürnberg

Pflegende Angehörige sind der größte Pflegedienst der Republik. Sie sind häufig stark belastet und drohen, selbst krank zu werden. Im Workshop suchen wir nach Möglichkeiten, wie wir als Begleiter(innen), pflegende Angehörige beraten und entlasten können.

W 20 Kunst = Transformation = Leben – Joseph Beuys: Mit Kunst alles in Butter

Stefan Weyergraf, gen. Streit
Dipl.-Theol. akademischer Künstler, Adelschlag

Der Workshop wird präsentiert als kleine Kunstaktion mit Einblick in den erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys. Für ihn ist jeder Mensch ein/e KünstlerIn bzw. SchöpferIn, der mit ihrer/seiner eigenen, vielleicht auch belasteten Lebenswelt, kreativ umgehen kann und dadurch Entlastung erlebt.



Anmeldung für den 22. Februar

Anmeldung für die Fachtagung des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt, Fachbereich Klinikseelsorge, am Freitag, 22. Februar 2019, an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Zum Anmeldeformular

Anmeldung für den 21. Februar

Die Anmeldung für die Veranstaltung am Donnerstag, 21. Februar, erfolgt direkt über die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Zu den Anmeldedaten

Welttag der Kranken

Der Welttag der Kranken wurde 1993 anlässlich des Gedenkens an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen von Papst Johannes Paul II. eingeführt. Er wird jährlich am 11. Februar, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes begangen.

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat
Fachbereich Klinikseelsorge in der Diözese Eichstätt
Luitpoldstraße 2
85072 Eichstätt
Tel. (08421) 50-612
welttag-der-kranken(at)bistum-eichstaett(dot)de