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03.12.2020

Das Friedenslicht aus Betlehem kommt ins Bistum Eichstätt

Eichstätt. (pde) – Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wird das Friedenslicht aus Betlehem auch ins Bistum Eichstätt kommen. Allerdings wird in diesem Jahr alles anders sein.

Friedenslicht

Der Diözesanverband Eichstätt der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) hat einen Mustertisch erstellt, wie das Friedenslicht aus Betlehem ab dem 3. Adventssonntag zur Abholung bereitgestellt werden kann. pde-Foto: Anna Kirschner (DPSG).

Aussendungsfeiern mit Übergabe des Lichtes sind nicht möglich, aber das Licht wird von Pfadfinderinnen und Pfadfindern zunächst an verschiedene zentrale Orte gebracht werden. Unter dem Motto "Friedenslicht to go!" werden die einzelnen Pfadfinderstämme dann Stationen anbieten. Dort können die Gläubigen das Licht abholen und mit nach Hause nehmen.

Seit vielen Jahren ist das "Friedenslicht aus Betlehem" ein fester Bestandteil der Advents- und Vorweihnachtszeit bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Eichstätt. Diese Aktion des Österreichischen Rundfunks (ORF), an der sich zahlreiche europäische Pfadfinderverbände beteiligen, findet seit den 1990er Jahren regelmäßig zu Weihnachten statt: In der Geburtsgrotte Jesu Christi wird im Advent eine Kerze entzündet, deren Flamme dann von Mensch zu Mensch und von Haus zu Haus weitergegeben wird. Am dritten Adventswochenende erreicht das Licht nach über 3000 Kilometern Österreich, wo es in anderen Jahren auf der zentralen Aussendungsfeier nach ganz Europa weiterverteilt wird. Auch wenn die Aussendungsfeiern nicht stattfinden können, so wird das Licht dennoch unter Wahrung aller Corona-Vorschriften weitergegeben.

Die Pfadfinderschaft sieht in der gegenwärtigen Situation aber auch etwas Positives: So werde deutlich spürbar, wie es sei, wenn sich Grenzen bilden, wenn Grenzen sogar geschlossen werden und der Mensch in seiner Freiheit eingeschränkt werde. „Das Virus und seine Folgen haben uns aufgezeigt, wie zerbrechlich unser gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht sind“, schreibt der Diözesanverband Eichstätt der DPSG. Das Licht sei dabei ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens und dem Wunsch nach Frieden, unabhängig von Religionszugehörigkeit und Hautfarbe.

Ein Vertreter der DPSG im Bistum Eichstätt wird das Licht bei Pfadfindern in München abholen, die es vorher direkt an der Grenze zu Österreich übernehmen werden. Im Bistum Eichstätt werden dann für die örtlichen Pfadfinderstämme Übergabepunkte in Ingolstadt, Eichstätt, Treuchtlingen, Weißenburg, Pleinfeld, Spalt, Gunzenhausen, Neumarkt, Wendelstein, Schwanstetten und Roßtal organisiert. In vielen Gemeinden des Bistums wird es dann ab dem 3. Adventssonntag in Kirchen zur Abholung für alle bereitgestellt.