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20.05.2019

Weltgebetstag für Katholiken in China am 24. Mai

Katholischer Himmelstempel in Dong'ergou, China

Katholischer Himmelstempel in Dong'ergou, China. pde-Foto: China-Zentrum e.V.

Eichstätt. (pde) – Zum Gebetstag für die Freiheit und Einheit der chinesischen Kirche rufen die deutschen Bischöfe am Freitag, 24. Mai, auf. Dieser Tag ist der Hauptwallfahrtstag zum chinesischen Marienheiligtum Sheshan, in der Nähe von Shanghai. Papst Benedikt XVI. hatte 2007 die Gläubigen in aller Welt aufgerufen, jährlich am 24. Mai für die Kirche in China zu beten. Papst Franziskus hat diese Bitte erneuert. „Die chinesischen Gläubigen brauchen die Gewissheit, dass sich Christen in der ganzen Welt mit ihnen solidarisch erklären, genauso wie auch sie für die Menschen überall auf der Welt beten“, heißt es in einem Schreiben der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz.

In China leben laut Schätzungen mindestens 13 Millionen Katholiken unter rund 1,3 Milliarden Bewohnern. Sie sind in zwei Gruppierungen geteilt, die regimenahe und staatlich zugelassene „Patriotische Vereinigung“ sowie die sogenannte Untergrundkirche, die regelmäßig Ziele staatlicher Sanktionen ist. Seit vielen Jahren versucht die katholische Kirche mit der chinesischen Regierung bessere Beziehungen aufzubauen. Ziel ist, eine gute Lösung für die innerkirchlichen Spannungen zu finden. Am 22. September 2018 wurde eine „vorläufige Vereinbarung“ zwischen China und dem Vatikan unterzeichnet, die dem Papst für die Zukunft gewisse Rechte bei Auswahl und Ernennung von Bischöfen einräumt. Papst Franziskus erhofft sich durch den in Gang gesetzten Prozess weitere Fortschritte auf dem Weg zu einer besseren Zusammenarbeit mit dem Staat sowie zur Versöhnung der Gläubigen und zu einer dauerhaften Einheit der katholischen Kirche in China.

Weitere Informationen und Materialien zum Gebetstag für die Kirche in China sind abrufbar unter www.china-zentrum.de.