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12.06.2011

Strukturreform im Bistum Eichstätt: neue Dekanate errichtet

Acht statt fünfzehn Dekanate: Bischof Gregor Maria Hanke hat die Neuordnung der Dekanate im Bistum Eichstätt am 12. Juni in Kraft gesetzt. Entsprechend dem neuen Dekanatsstatut ernannte der Bischof auch acht neue Dekane.

Die neuen Dekanate im Bistum Eichstätt

Die neuen Dekanate im Bistum Eichstätt

Eichstätt. (pde) – Acht statt fünfzehn Dekanate: Bischof Gregor Maria Hanke hat die Neuordnung der Dekanate im Bistum Eichstätt am 12. Juni in Kraft gesetzt. Entsprechend dem neuen Dekanatsstatut ernannte der Bischof auch acht neue Dekane.

Durch Zusammenlegung entstanden folgende neue Dekanate: Eichstätt (aus den bisherigen Dekanaten Beilngries, Gaimersheim und Eichstätt), Habsberg (aus den Dekanaten Velburg und Kastl), Neumarkt (aus den Dekanaten Neumarkt und Berching), Nürnberg-Süd (aus den Dekanaten Nürnberg-Süd und Altdorf), Roth-Schwabach (aus den Dekanaten Schwabach und Hilpoltstein) sowie Weißenburg-Wemding (aus den gleichnamigen bisherigen Dekanaten). Die Dekanate Herrieden und Ingolstadt wurden in ihren Grenzen unverändert neu errichtet.

Zu Dekanen ernannte Bischof Gregor Maria Hanke:
Für das Bischöfliche Dekanat Eichstätt: Domkapitular Franz Mattes (62). Er ist seit 1997 Dompfarrer in Eichstätt.
Für das Bischöfliche Dekanat Habsberg: Elmar Spöttle (46). Er ist seit 2000 Pfarrer in Velburg, Klapfenberg, Oberweiling und seit 2010 zusätzlich Pfarradministrator in Hörmannsdorf. Er war bereits Dekan des bisherigen Dekanates Velburg.
Für das Bischöfliche Dekanat Herrieden: Stephan Müller (44). Er ist seit 2002 Pfarrer in Neuendettelsau und seit 2006 zugleich Pfarradministrator in Sachsen-Lichtenau.
Für das Bischöfliche Dekanat Ingolstadt: Bernhard Oswald (49). Er ist seit 2010 Münsterpfarrer in Ingolstadt und Pfarrer von Ingolstadt/St. Moritz. Er war bereits Dekan des bisherigen Dekanates Ingolstadt.
Für das Bischöfliche Dekanat Neumarkt: Monsignore Richard Distler (65). Er ist seit 1989 Pfarrer in Neumarkt/Zu Unserer Lieben Frau und war bereits Dekan des bisherigen Dekanates Neumarkt.
Für das Bischöfliche Dekanat Nürnberg-Süd: Robert Pappenheimer (54). Er ist seit 1994 Pfarrer in Nürnberg/St. Rupert und St. Wunibald. Er war bereits Dekan des bisherigen Dekanates Nürnberg-Süd.
Für das Bischöfliche Dekanat Roth-Schwabach: Domkapitular Alois Ehrl (66). Er ist seit 1998 Pfarrer in Schwabach/St. Sebald und war bereits kommissarischer Dekan des bisherigen Dekanates Schwabach.
Für das Bischöfliche Dekanat Weißenburg-Wemding: Konrad Bayerle (44). Er ist seit 1998 Pfarrer in Weißenburg und war bereits Dekan des bisherigen Dekanates Weißenburg.

Mit der Dekanatsreform reagiert das Bistum Eichstätt auf Veränderungen in Kirche und Gesellschaft und die damit verbundenen seelsorgerlichen Herausforderungen, wie es in der Präambel des neuen Dekanatsstatutes heißt. Ziel der Neuordnung sei eine Konzentration der Kräfte und eine effektivere Organisationsstruktur der Pastoral, die als Bindeglied zwischen den Pfarreien/Seelsorgeeinheiten und den übergeordneten diözesanen Dienststellen fungiert. Neben der Koordination und besseren Vernetzung der Seelsorge gehören zu den Kernaufgaben der Dekanate die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiter, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Sorge um Ökumene und interreligiösen Dialog. Für jedes der Dekanate wird in absehbarer Zeit ein Dekanatsbüro eingerichtet.

Entsprechend dem neuen Dekanatsstatut ernannte Bischof Hanke die neuen Dekane für eine Amtszeit von sechs Jahren. Zuvor hatte der Bischof die Priester und pastoralen Mitarbeiter sowie die Dekanatsratsvorstände um Vorschläge für die Ernennung gebeten. Der Dekan vertritt gemäß Statut den Bischof im Dekanat. Er pflegt als Vertreter des Bischofs die Verbindung anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, zu den Verantwortlichen und Repräsentanten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien.

Dem Dekan steht in seiner Amtsführung ein stellvertretender Dekan zur Seite, der auch die Aufgaben des Kammerers übernimmt. Die Bestellung eines weiteren Stellvertreters ist möglich. Die Bestellung der stellvertretenden Dekane erfolgt in einer eigens dafür durch den Dekan einzuberufenden Wahlversammlung.
Im Zuge der Umgestaltung wurde auch das Statut des Priesterrates im Bistum Eichstätt überarbeitet. Hinsichtlich der notwendigen Neugestaltung der Dekanatsräte sind nach Aussagen von Generalvikar Isidor Vollnhals „großzügige Übergangsregelungen“ vorgesehen. So sollen etwa die bisherigen Dekanatsräte bis auf weiteres im Amt bleiben.

Die Dekanatsreform setzt die Strukturreform auf Pfarrebene fort: Bereits seit 2003 arbeiten die 264 Pfarreien des Bistums in 52 Seelsorgeeinheiten zusammen.



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