Zum Inhalt springen
12.11.2019

„Red Wednesday“ in Neumarkt: Schweigemarsch und ökumenische Andacht für verfolgte Christen

Münster St. Johannes in Neumarkt

Die Münsterkirche St. Johannes wird am 13. November rot angestrahlt. Foto: pde

Neumarkt – Zum „Red Wednesday“ („roten Mittwoch“) am 13. November in Neumarkt laden der Ökumenische Arbeitskreis Religionsfreiheit, die Pfarrei St. Johannes und das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ ein. Um 18.30 Uhr startet an der evangelisch-lutherischen Christuskirche ein Schweigemarch durch die Fußgängerzone mit je einem kurzen Statement zum Thema „verfolgte Christen“ an der Hofkirche und vor dem Rathaus. Eine Bläsergruppe des evangelischen Posaunenchors Neumarkt spielt Choräle in Höhe der Kastengasse.

Um 19 Uhr beginnt eine ökumenische Andacht mit Münsterpfarrer Domkapitular Norbert Winner und Pastor i.R. Stefan Winkler im rot angestrahlten Münster St. Johannes. Die Kirche wird rot angestrahlt, „weil Christen in vielen Ländern der Welt diskriminiert, verfolgt oder gar getötet werden“, heißt es in der Einladung. Musikalisch wird der Gottesdienst von Gospel-Voices, dem Gospelchor der evangelischen Kirchengemeinde gestaltet. Während des Gottesdienstes tragen Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde eine Sprechmotette zum Thema „Weltweit verfolgte Christen“ vor. Der syrisch-katholische Priester P. George Jahola aus Karakosh im Irak berichtet über die Situation der Christen in seinem Land. Unter dem Diktator Sadam Hussein lebten gut zwei Millionen Christen im Irak, heute sind es nur noch zwischen 150.000 und 200.000. Berthold Pelster, Menschenrechtsreferent von Kirche in Not, hält eine Predigt über Jesus Wort „Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen“ (Johannes 15,20).

Die Kollekte während der Andacht ist für die wieder aufgebaute und von Pater George geleitete Pfarrei „St. Benjamin und Sara“ im Irak bestimmt. Das dortige Gotteshaus war im Sommer 2014 von IS-Milizen zerstört worden. Damals hatte die Terrormiliz die mehrheitlich von Christen bewohnte Stadt erobert und alle Nicht-Muslime vertrieben.

Am „Red Wednesday“, initiiert vom britischen Zweig des weltweiten päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“, werden in verschiedenen Ländern Kirchen und öffentlichen Gebäude rot angestrahlt. Ziel der Aktion ist es, auf die Situation verfolgter Christen weltweit aufmerksam zu machen. Weitere Informationen unter www.kirche-in-not.de.

Quelle: Kirche in Not / Pfarrei St. Johannes