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28.04.2008

Recht auf menschenwürdiges Sterben - 21 Caritas-Pflegekräfte absolvierten Kurs in „Palliativ Care“

Basiskurs Palliativ Care und Hospizarbeit

21 Pflegekräfte aus Caritas-Altenheimen und Sozialstationen und des Malteser Hilfsdienstes haben am Freitag im Eichstätter Priesterseminar den zweiten Basiskurs „Palliativ Care und Hospizarbeit“ abgeschlossen.

Eichstätt. (pde) - Eine Antwort auf Tendenzen zur aktiven Sterbehilfe in der Gesellschaft soll der Kurs „Palliativ Care und Hospizarbeit“ des Caritasverbandes sein. Der für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiter Helmut Stephan betonte beim Abschluss des zweiten Basiskurses am Freitagnachmittag in den Räumen des Eichstätter Priesterseminars: „Aus christlicher Sicht hat der Mensch ein Recht auf menschenwürdiges Sterben, aber kein Recht auf Tötung.“ 21 Pflegerinnen und Pfleger aus Caritas-Altenheimen und –Sozialstationen sowie des Malteser Hilfsdienstes schlossen diese Fortbildung ab.

In vier Blockwochen mit insgesamt 160 Stunden haben sie sich für den Umgang mit Bewohnern und Patienten, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung befinden weitergebildet. Referentin war Irene Stiegler von der Ambulanten Hospizhilfe des Malteser Hilfsdienstes Eichstätt. Sie gilt als eine in diesem Fachgebiet über das Bistum Eichstätt hinaus anerkannte Expertin. Im Bereich Pädagogik und Kommunikation war die Supervisorin Angelika Gabler im Kurs engagiert. Helmut Stephan und Malteser-Geschäftsführer Helmut Scheuerer überreichten den Teilnehmern die deutschlandweit anerkannten Zertifikate „Palliative Care“ des Zentrums für Palliativmedizin im Malteser Krankenhaus Bonn-Hardtberg. Ein dritter Kurs zu diesem Thema beginnt am 18. Juni.

Stephan verwies in einer Ansprache auf eine Umfrage, nach der sterbenskranke Menschen verunsichert seien, weil Ärzte unzureichend in Palliativmedizin ausgebildet seien, Hospize unter Sparzwängen litten und auch in der Praxis der Altenhilfe sich oft Unsicherheiten im Umgang mit ihnen zeigten. Diese Menschen wünschten sich zum einen Schmerzfreiheit und zum anderen, dass ihnen jemand zu Seite steht, sagte der Caritas-Abteilungsleiter. Er ermunterte die fortgebildeten Caritas-Pflegerinnen und Pfleger, dies in ihrem Arbeitsalltag zu beherzigen. Helmut Scheuerer sagte in Anlehnung an die Tätigkeit eines Schneiders, dass die Beteiligten in dem Kurs „wieder neu Maß genommen haben“.

Der international gebräuchliche Begriff „Palliativ Care“ ist der Fachausdruck für lindernde Maßnahmen. Sie stehen neben „kurativen“, also heilenden Behandlungen. “Palliativ Care“ umfasst jedoch neben dem körperlichen Ansatz auch soziale, psychische und spirituelle Dimensionen.



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