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30.06.2002

Presse-Erklärung: Diözese Eichstätt gibt Gesellschafteranteile am Ungarischen Gymnasium Kastl ab

Die Diözese Eichstätt gibt ihren Anteil an der Trägergesellschaft des Europäisch-Ungarischen Gymnasiums Kastl ab. Diese Entscheidung traf die Bistumsleitung, nachdem in den letzten Monaten immer deutlicher wurde, dass die Trägergesellschaft durch eine Patt-Situation praktisch handlungsunfähig geworden war.

Der „Ungarische Schulverein“ hält 50 Prozent der Anteile, der Landkreis Amberg–Sulzbach, der Markt Kastl und die Diözese Eichstätt teilen sich die übrigen 50 Prozent zu jeweils gleichen Anteilen. Nach gemeinsamer Überzeugung der letztgenannten Gesellschafter liegt die Zukunft der Schule in Kastl, die in ihrer Art einmalig ist und die auch von Schülern aus deutschen Familien aus der Region besucht wird, in einer eindeutigen Ausrichtung als Europäisch-Ungarisches Gymnasium. Der Ungarische Schulverein vertritt nach Einschätzung der Bistumsleitung die rückwärtsorientierte Vorstellung einer ungarisch-nationalen Eliteschule im Ausland. Wegen dieser grundsätzlichen Unterschiede blockiert der Vorstand des Ungarischen Schulvereins in der Trägergesellschaft eine Weiterentwicklung der Schule nach einem zukunftsweisenden Konzept.

Eine Neuorientierung des Ungarischen Schulvereins hat sich nicht vollzogen. Vor allem erklärte sich der Ungarische Schulverein trotz des bestehenden Angebots nicht bereit, ebenso wie die anderen Gesellschafter 1 Prozent der Anteile an den Ungarischen Staat abzutreten und so die bestehende Patt-Situation in der Trägergesellschaft aufzulösen.

In letzter Zeit war von Eltern, Schülern und einzelnen Lehrern des Ungarischen Gymnasiums an die Diözese die Bitte herangetragen worden, den bereits seit längerer Zeit angekündigten Austritt noch aufzuschieben. Nach ernsthafter Prüfung muss die Diözese jetzt den Schritt vollziehen, weil sie bei den bestehenden Gesellschafterverhältnissen keine sinnvolle Weiterentwicklung der Schule sieht.

Trotz des Austritts der Diözese aus der Trägergesellschaft werden die Zuschussmittel für das Internat, insbesondere die an bedürftige Schüler ausgegebenen Stipendien nicht gekürzt. Ebenso wird die Diözese weiterhin die Personalkosten für einen Priester übernehmen, der in Kastl im schulischen Religionsunterricht und in der Schulpastoral tätig ist.

 



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