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03.04.2014

Partnerschaftsprojekt Bugendana: Ein großer Segen für die Menschen

Bei der Baustellenbesichtigung mit Erzbischof Simon wurde auch das Mischverhältnis zwischen Bruchsteinen und Ziegelsteinen begutachtet. pde-Foto: Gerhard Rott

Bei der Baustellenbesichtigung mit Erzbischof Simon wurde auch das Mischverhältnis zwischen Bruchsteinen und Ziegelsteinen begutachtet. pde-Foto: Gerhard Rott

Eichstätt/Bugendana. (pde) – Es wird gesägt und gehämmert, Beton gemischt und Eisen geschweißt auf der Baustelle des künftigen Sozial- und Pastoralzentrums in Bugendana/Burundi. „Wir kommen mit dem Partnerschaftsprojekt gut voran“, berichtet Gerhard Rott vom Referat Weltkirche der Diözese Eichstätt. Zusammen mit Domdekan Willibald Harrer, Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn und dem ehemaligen Diözesanbaumeister Karl Frey hat er das Großprojekt der Diözesen Eichstätt und Gitega besichtigt.

Sehr erfreut war die Eichstätter Delegation nicht nur über den Baufortschritt, sondern auch über die Qualität der Arbeit. Auch Umweltschutz spielt eine wichtige Rolle. Ein Schwerpunkt der Arbeitsreise war die Planung der regenerativen Energieversorgung für das Pastoralzentrum. Dabei steht Ingenieur Luc Karake von der Beschaffungsgesellschaft für kirchliche, caritative und soziale Einrichtungen (BEGECA) in Aachen als Fachmann für erneuerbare Energien in Afrika beratend zur Seite. Durch den Einsatz von Sonnenkollektoren soll der Energiebedarf des Pastoralzentrums abgedeckt werden. Darüber hinaus soll die rund 300 Quadratmeter große, ausbaufähige Anlage in wenigen Jahren durch Einspeisung in das staatliche Netz Einnahmen für die arme Pfarrei generieren. Ein Ausfall des Stromgenerators hat den Besuchern aus Deutschland vor Augen geführt, wie dringend der Solarstrom benötigt wird. Auch bei der Beschaffung von Baumaterialien wird ressourcenschonend vorgegangen. Für das Kirchengebäude werden Bruchsteine aus der Region in Kombination mit Ziegelsteinen eingesetzt. „So werden weniger Bäume gefällt, um Ziegelsteine zu brennen“, erklärt Rott.

Neben einer Kirche mit Pfarrhaus und Häusern für Ordensleute entstehen auch Schulräume und Gesundheitseinrichtungen in Bugendana. Die Grundschule liegt im Zeitplan und soll zum kommenden Schuljahr den Betrieb aufnehmen. Die Mittel- und die Berufsschule müssen laut Rott zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden.

Höhepunkt und zugleich Abschluss der Reise war ein Festgottesdienst mit rund 5.000 Menschen auf einem freien Feld neben der alten Kirche. Erzbischof Simon Ntamwana dankte der Eichstätter Delegation und betonte in seiner Predigt, dass die freundschaftliche Verbindung der Bistümer Eichstätt und Gitega ein Ausdruck weltkirchlicher Gemeinschaft und Solidarität sei. Domdekan Harrer dankte im Namen der gesamten Delegation für die empfangene Gastfreundlichkeit. „Von der Lebendigkeit des Glaubens, die auch in der Feier des Gottesdienstes zum Ausdruck kommt, können die so genannten entwickelten Länder von Afrika lernen“, sagte Harrer. Wie wichtig der Regierung von Burundi das Projekt ist, war aus den Reihen der Gottesdienstbesucher abzulesen: Der Vize-Staatspräsident des Landes sowie der Gouverneur der Region und einige Abgeordnete waren gekommen.

Für den bischöflichen Beauftragte für die Weltkirche, Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn, steht das Partnerschaftsprojekt in Burundi voll im Einklang mit der pastoralen Ausrichtung des neuen Papstes. „Papst Franziskus fordert uns auf, an die Ränder zu gehen. Unser Leitprojekt Bugendana liegt ganz auf dieser Linie“, lautete sein Fazit nach dem Besuch der Baustelle. Die Diözese Eichstätt leiste dabei einen ganzheitlichen Beitrag zur Entwicklung in einer Region, in der ein Großteil der Bevölkerung in Armut lebe. „Das Gesundheitszentrum, die Schulen, die pfarrlichen Strukturen mit der Kirche St. Willibald und St. Walburga dienen diesen Menschen, die unsere Schwestern und Brüder sind und unsere Hilfe verdienen“, so Kühn. Besonders die zahlreichen Kinder und Jugendlichen in Bugendana bräuchten eine Perspektive für die Zukunft. „Ich bin sicher, dass das Pastoralzentrum in seiner Ganzheit ein großer Segen für die Menschen sein wird. Das konnten wir jetzt schon vor Ort spüren“.

Kühn dankte allen bisherigen Helfern, betonte aber zugleich, dass noch viel Unterstützung nötig sei, damit das Projekt Bugendana gelingen könne. Das Referat Weltkirche hat eigens dafür ein Spendenkonto bei der LIGA Bank eingerichtet: IBAN: DE69 7509 0300 0107 6149 50, BIC: GENODEF1M05, Kennwort: Bugendana. Weitere Informationen zum Projekt unter „www.bistum-eichstaett.de/burundi“.

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