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10.08.2017

Ökumene im Kloster Heidenheim

Der Kreuzgang im Kloster Heidenheim dient nicht nur als Museum, sondern auch als Ort der Meditation und Andacht. pde-Foto: Anika Taiber-Groh

Eichstätt/Heidenheim. (pde) – Geistliches Leben im Zeichen der Ökumene soll das ehemalige Benediktinerkloster in Heidenheim nach den Umbau- und Renovierungsarbeiten füllen. Der ökumenisch besetzte „Arbeitskreis Spiritualität“  hat nun ein Konzept erarbeitet, wie die Räume genutzt werden können. Gemeinsam mit Äbtissin Franziska Kloos, Domvikar Reinhard Kürzinger als Vertreter des Bistums Eichstätt und der evangelischen Regionalbischöfin Gisela Bornowski aus Ansbach planen die Verantwortlichen ökumenisch-spirituelle Angebote und Seminare. Einige klosterspezifische Themen, wie beispielsweise eine Einführung in die christliche Meditation, Exerzitien oder Oasentage, sind bereits entwickelt und mit Referenten besetzt. Zu den neuen Formaten gehören spirituelle Kirchenführungen, ökumenische Maiandachten und Rosenkränze, die entsprechend der Zeit im Kirchenjahr angeboten werden.

Dreh- und Angelpunkt für das künftige geistliche Erleben sind, neben dem Münster, der Kreuzgang und der Klosterinnenhof. Während der Kreuzgang im Sinne eines mittelalterlichen Meditationsgangs künftig wieder über viele Flügel zu begehen ist, lädt der Innenhof mit ansprechender und zugleich zurückhaltender Gestaltung und Bepflanzung zum Verweilen und zur Meditation ein. „Der Kreuzgang ist ursprünglich ein Weg der Sammlung, des Schweigens und der Vorbereitung auf das Gebet. Er kann nicht von der Kirche abgetrennt werden. Die Kirche ist dann der Ort für das Lob Gottes“, erklärt Franziska Kloos.

Enge Zusammenarbeit pflegt der Arbeitskreis mit dem Architekten Hans-Heinrich Häffner, der für den Umbau und die Renovierungsarbeiten verantwortlich ist, und dem Museumsplaner Rainer Tredt, der den Arbeitskreis in musealen Belangen berät. Geplant sind im Kreuzgang neben dem Seminar- und Museumsbetrieb auch Andachten, Stundengebete, Lesungen sowie Konzerte.