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22.01.2009

Hungertuch im Bistum Eichstätt unterwegs - Misereor thematisiert Klimawandel und Bewahrung der Schöpfung

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Gerhard Rott, Referent für Weltkirche im Bistum Eichstätt, Eva-Maria Heerde-Hinojosa, Misereor, Bischof Gregor Maria Hanke OSB, Domkapitular Prof. Dr. Bernhard Mayer, Diözesanbeauftragter für Weltkirche (pde-Foto: Mathias Kempf Kirchenzeitung)

Eichstätt (pde) - „Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können“ lautet der Titel des Misereor-Hungertuchs 2009. Es ist ab sofort im Bistum Eichstätt unterwegs. Zum Auftakt stellte die Leiterin der Misereor-Arbeitsstelle Bayern, Eva-Maria Heerde-Hinojosa, das Hungertuch im Referat Weltkirche der Diözese Eichstätt vor. Bischof Gregor Maria Hanke zeigte sich bei der Präsentation erfreut, dass Misereor dieses Thema aufgreift und stellte auch einen persönlichen Bezug her: Die auf dem Bild dargestellte, vom Aussterben bedrohte alte Rasse des Coburger Fuchsschafs hat er in seiner Plankstettener Zeit dort eingeführt.

Der 1959 geborene afrikanische Künstler Tony Nwachukwu verbindet in dem Hungertuch den Schöpfungsgedanken mit seiner Alltagserfahrung in Nigeria. Eva-Maria Heerde-Hinojosa von Misereor erläuterte die Gliederung des Bildes in drei Teile, in denen die biblische Schöpfungserzählung, die gegenwärtige Gefährdung der Schöpfung und die Vision von der Bewahrung der Schöpfung thematisiert werden.

Das Misereor-Hungertuch entstand aus der Tradition der Fasten- und Hungertücher, die in der katholischen Kirche seit dem 11. Jahrhundert bekannt ist. In der ursprünglichen Bedeutung verhüllt es während der Fastenzeit das Kreuz oder das Altarbild. Häufig verzierten Künstler das Tuch mit Darstellungen aus der Bibel. Das katholische Hilfswerk Misereor erstellt im Abstand von etwa zwei bis drei Jahren ein Hungertuch zur Begleitung der jeweiligen Fastenaktion. „Das verantwortliche Handeln für den Klimaschutz ist ein Zeugnis, wie Christen ihren Auftrag zur Bewahrung und Gestaltung der Schöpfung ernst nehmen“, so Misereor zu der im Hungertuch dargestellten Thematik. Deshalb ergreife die Kirche Partei für Gottes Schöpfung und für die Opfer des Klimawandels, insbesondere für Arme, Alte, Kranke, Kinder, Ungeborene und die kommenden Generationen.

Bischof Gregor Maria Hanke brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass viele Gruppen sich mit dem Hungertuch beschäftigen. Das Hungertuch wird bei den Misereor-Einführungsveranstaltungen vorgestellt, kann in den Größen 2,6m x 1,8m oder 1m x 0,86 m bei Misereor bestellt werden oder für kurze Einsätze auch im Referat Weltkirche (Tel. 08421/50-677, E-Mail: weltkirche(at)bistum-eichstaett(dot)de) ausgeliehen werden. Dazu gibt es für Schule, Jugendarbeit, Pastoral und Erwachsenenbildung ausführliches Begleitmaterial. Die nächsten Misereor-Einführungsveranstaltungen sind am 29. Januar in Kastl um 19.30 Uhr im Jugendheim; zuvor wird um 18.30 Uhr ein Gottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert, und am 3. Februar in Pyrbaum. Beginn ist um 18.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, anschließend ist ein Informationsabend im Pfarrheim.



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