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28.07.2016

Generalsaniertes Seniorenheim Berching mit Festakt und Gottesdienst eingeweiht

Freude über Abschluss der Renovierung: Einrichtungsleiter Gerhard Binder, der Eichstätter Caritasdirektor, Franz Mattes, die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, die Architekten Rico Lehmeie

Freude über Abschluss der Renovierung: Einrichtungsleiter Gerhard Binder, der Eichstätter Caritasdirektor, Franz Mattes, die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, die Architekten Rico Lehmeier und Johannes Berschneider, der Neumarkter Landrat, Willibald Gailler, und der 1. Bürgermeister Berchings, Ludwig Eisenreich (von links). Foto: Caritas /Esser

„Es ist ein angenehmes Wohlfühlhaus geworden.“ Mit diesem Satz hat der Neumarkter Landrat Willibald Gailler seinen Grundeindruck vom generalsanierten Caritas-Seniorenheim St. Franziskus in Berching auf den Punkt gebracht. Das umgebaute Haus wurde im Garten der Einrichtung bei einem Festakt und Gottesdienst am 27. Juli offiziell eingeweiht. Über 80 mit der Einrichtung verbundene Menschen aus Caritas, Kirche, Politik, Behörden und Firmen nahmen an der Feier teil. Einrichtungsleiter Gerhard Binder freute sich über die Anteilnahme einer „großen Caritasfamilie“: In diese bezog er alle ein, die sich für das umgebaute Haus eingesetzt haben. Zahlen könnten kaum zum Ausdruck bringen, wie es sich jetzt in der Einrichtung lebt. Man müsse „den Herzschlag der Caritas dort spüren“, so Binder. Damit dies möglich ist, soll das Haus nach seinem Wunsch weiterhin ein offenes Haus für die Öffentlichkeit bleiben.

„Gelungene Vollendung“

Der Eichstätter Caritasdirektor, Franz Mattes, dankte im Gottesdienst für „die gelungene Vollendung des Umbaus“ und auch dafür, dass dieser „ohne Unfälle und Widrigkeiten vonstattengegangen ist, denn nichts ist ja selbstverständlich“. Der Direktor segnete verschiedene Holzkreuze für die verschiedenen Stockwerke mit den Wohnbereichen in der Einrichtung. Bei einem Rundgang durch das umgebaute Haus spendete er  in den Aufenthalts- sowie Arbeitsbereichen den Segen auch Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden.

Diesen dankte die für die Caritas-Altenhilfe im Bistum Eichstätt verantwortliche Abteilungsleiterin, Hedwig Kenkel, für „viel Geduld“, die ihnen während der zurückliegenden knapp dreijährigen Sanierungs- und Umbauphase abverlangt worden sei. Dadurch, dass in ihrem Rahmen auch gesetzliche Maßnahmen erfüllt wurden, etwa im Bereich Brandschutz, komme die Generalsanierung einem Neubau gleich, so die Abteilungsleiterin. Sie betonte vor allem, dass durch die Umgestaltung „Normalität im Alltag“ gefördert werde. Dadurch stehe die Pflege selbst nicht mehr so im Blickpunkt, sondern vielmehr erhielten die täglichen Dinge des Lebens mehr Raum. Dazu tragen mehrere Neuheiten bei wie vergrößerte Aufenthaltsbereiche, eine geräumiges Friseurstüberl, ein erneuerter Stammtischbereich, aber auch das geförderte Miteinander von alten und jungen Menschen im neuen Begegnungs- und Bewegungspark im Garten der Einrichtung. Die Caritas-Abteilungsleiterin dankte dem Landkreis Neumarkt und der Stadt Berching für ihre jeweilige Unterstützung von 400.000 Euro sowie der Deutschen Fernsehlotterie für ihren Zuschuss von 175.000 Euro. Dass die Diözese Eichstätt mit knapp drei Millionen Euro die Sanierung im Gesamtumfang von gut 7,8 Millionen Euro gefördert habe, zeigt laut Kenkel ein Beispiel für sinnvolle Investitionen von Kirchensteuern.

Landrat Gailler sagte, „es ist wichtig, dass die Kirche mit der Caritas ihr Gesicht zeigt“. Was das Caritas-Seniorenheim Berching betrifft, sei es nicht nur bedeutsam, „dass es ein schönes Haus geworden ist, sondern auch, dass es mitten in der Stadt liegt und somit zum Leben der Stadt gehört“. Natürlich freue er sich zudem darüber, dass die Einrichtung rund 75 Mitarbeitenden in verschiedenen Bereichen feste Arbeitsplätze biete. Auch der 1. Bürgermeister von Berching, Ludwig Eisenreich, bezeichnete den heutigen Tag der Einweihung als „einen Tag der Freude für die ganze Bürgerschaft“. Schließlich ist nach seinen Worten ein modernes Seniorenzentrum Ziel einer familienfreundlichen Gemeinde. Es sei wichtig, dass solche Einrichtungen baulich auf dem neuesten Stand sind. Eisenreich teilte mit, dass er aber vor allem die Arbeit der Mitarbeitenden im Berchinger Seniorenheim schätze. Dass alte Menschen in der Einrichtung eine gute Lebensqualität erfahren, davon habe er sich selbst überzeugt, als seine Schwiegereltern dort lebten.

Massive Eingriffe waren erforderlich

Anerkennung von allen Seiten erntete das Architektenbüro Berschneider + Berschneider aus Pilsach für seine Arbeit zugunsten des Umbaus des Seniorenheimes. Dessen Geschäftsführer Rico Lehmeier ließ die verschiedenen Etappen der Generalsanierung Revue passieren: von der Planung über die energetische Sanierung des Gebäudes, die stark an den Bestand gebundene architektonische Gestaltung und die Vergrößerung der Aufenthaltsbereiche bis zum Einbau eines neuen Aufzuges im Innenhof als „spannende Aufgabe“. Es seien massive Eingriffe im Bestand erforderlich gewesen. „Teilweise waren hier in einer Wand so viele Wasser- und Heizungsleitungen verlegt, dass die Wände aus mehr Leitungen als Steinen bestanden“, veranschaulichte Lehmeier. Dem Architekten zufolge mussten in Teilbereichen massive Stahlträger von Hand eingebracht werden, damit die Aufenthaltsräume vergrößert werden konnten. Und er ergänzte: „Nach den Abbruchmaßnahmen in diesem Bereich konnte es sich mancher nicht mehr vorstellen, dass diese Flächen in Kürze wieder bewohnbar sein werden. Aber, man glaubt es kaum, heute sieht man davon nichts mehr.“

Quelle: Caritasverband für die Diözese Eichstätt



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