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24.05.2006

Eichstätter Diözesanrat unterstützt Bündnis gegen Zwangsprostitution - Postkartenaktion in der WM-Stadt Nürnberg

Eichstätt/Nürnberg. (pde) - Zur Solidarität mit Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution sind, ruft der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt auf. Viele Frauen- und Menschenrechtsorganisationen befürchten, dass es anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft zu einer massiven Ausweitung von Zwangsprostitution und Menschenhandel kommen wird. Es wird vermutet, dass vor allem aus Osteuropa zahlreiche Frauen zu diesem Ereignis eingeschleust werden, heißt es in einer Erklärung des Laiengremiums. Der Diözesanrat schließt sich dem breiten Bündnis von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen an.

Die öffentliche Diskussion müsse dazu führen, dass die betroffenen Frauen Hilfe erfahren: durch verbesserten Schutz als Zeuginnen, durch psychosoziale Betreuung, durch die Gewährung von Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten: „Information, Diskussion und Aufklärung müssen eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung bei Männern anstoßen, die den Markt für Zwangsprostitution schaffen“.

Durch Unterstützung der Postkartenaktion „Schau genau...eine Frau“ des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes und anderer Organisationen wird zur WM und danach die Thematik Zwangsprostitution verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Vor allem soll eine Sensibilisierung von potenziellen Freiern erreicht werden. Konkret wird in der WM-Stadt Nürnberg mit den Postkarten über die Pfarrgemeinden, über den DJK-Diözesanverband bzw. über die DJK-Ortsvereine, in Gaststätten, Arztpraxen und anderen öffentlichen Räumen über das Problem Zwangsprostitution informiert.

 



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