Zum Inhalt springen
02.02.2010

Dompropst Johann Limbacher wird 70 - Seit mehr als zwanzig Jahren Generalvikar in Eichstätt

Dompropst Johann Limbacher

Eichstätt. (pde) – Sein 70. Lebensjahr vollendet am 11. Februar der Eichstätter Generalvikar Dompropst Johann Limbacher. Seit mehr als zwanzig Jahren ist Johann Limbacher Generalvikar und damit dienstältester Generalvikar einer bayerischen Diözese. Drei Eichstätter Bischöfe betrauten ihn mit dieser Aufgabe: Bischof Karl Braun 1989, Bischof Walter Mixa 1996 und Bischof Gregor Maria Hanke 2006. Während der Sedisvakanz 2005/2006 leitete Johann Limbacher als Diözesanadministrator die Diözese. Dompropst des Eichstätter Domkapitels ist Limbacher seit Mai 1997.

Johann Limbacher stammt aus dem mittelfränkischen Treuchtlingen und wurde 1965 für die Diözese Eichstätt zum Priester geweiht. Er war zunächst als Kaplan in Pleinfeld und Roth im Einsatz und von 1969 bis 1972 auch Vertreter der Kapläne im Priesterrat. 1971 berief ihn Bischof Alois Brems in das Bischöfliche Jugendamt nach Eichstätt. Knapp zehn Jahre war Johann Limbacher Diözesanjugendseelsorger. Während dieser Zeit, von 1971 bis 1975, nahm er als gewählter Vertreter an der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland in Würzburg teil. 1981 übernahm Limbacher als Pfarrer die Leitung der Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau in Neumarkt. Von 1985 bis 1988 war er zudem Dekan des Dekanates Neumarkt und ab 1983 auch Bezirkspräses des KAB-Bezirkes Neumarkt.

Als Stadtpfarrer in Neumarkt wurde Limbacher 1988 zum Domkapitular ernannt und wenige Monate später als Leiter der Hauptabteilung Seelsorge/Weiterbildung im Bischöflichen Ordinariat (Bischöfliches Seelsorgeamt) nach Eichstätt berufen. Noch im gleichen Jahr, zum 1. Oktober 1989, ernannte Bischof Karl Braun ihn zum Generalvikar. Gemäß den Bestimmungen des Kirchenrechts ernennt jeder Bischof einen Generalvikar, der ihm bei der Leitung der Diözese zur Seite steht. Der Generalvikar ist somit persönlicher Stellvertreter des Bischofs und Leiter des Bischöflichen Ordinariates. Im kommenden Juli wird Generalvikar Johann Limbacher in den Ruhestand gehen.

Papst Benedikt XVI. verlieh Johann Limbacher im März 2008 für besondere Verdienste um die Kirche den Titel „Ehrenprälat Seiner Heiligkeit“. Seit 2000 ist Limbacher Ehrensenator der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Auch die Bundesrepublik Deutschland würdigte die Verdienste des Eichstätter Generalvikars um Kirche und Gesellschaft: 1997 wurde Limbacher mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2009 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Staatsminister Siegfried Schneider verwies bei der Verleihung des Ordens auf Limbachers „hohen Einsatz für die Kirche und ihre Belange sowie für die Gläubigen“. Besonders nannte er das Engagement des Eichstätter Generalvikars für das kirchliche Leben in den Gemeinden und für die sozialen und karitativen Dienste der katholischen Kirche. Ebenso würdigte Schneider den Einsatz Limbachers bei der Einführung der 52 Seelsorgeeinheiten im Bistum Eichstätt. Der Geehrte habe dabei „mit seiner Fähigkeit, eine Vision zu entwickeln, und mit einem beachtlichen persönlichen Engagement intensiv den Prozess in der Diözese begleitet, in dem durch Bündelung unterschiedlicher Kompetenzen ein allseits akzeptiertes pastorales Zukunftsmodell geschaffen wurde“.

Auch als Generalvikar ist Johann Limbacher der konkreten Pfarrseelsorge verbunden geblieben: Regelmäßig übernimmt er Aushilfen in Pfarreien und ist auch im Auftrag des Bischofs als Firmspender im Einsatz.