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15.07.2003

Besorgnis um Partner in Burundi - Delegation des Bistums Eichstätt musste umkehren

Eichstätt. (pde) – Tief besorgt äußerte sich der Referent für Weltkirche im Bistum Eichstätt, Gerhard Rott, über den derzeitigen Bürgerkrieg in Burundi. Das Bistum Eichstätt unterhält seit fast 30 Jahren eine Partnerschaft mit der Kirche in Burundi, insbesondere der Erzdiözese Gitega. Eine Delegation des Bistums Eichstätt musste die Reise nach Burundi aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse abbrechen.

Jean-Marie Kazitonda aus Gitongo und Raphael Ntahomvukiye aus Nyabikere sollen am 19. Juli in Gitega zum Priester geweiht werden. Beide studierten auf Einladung des Bistums Eichstätt in Eichstätt Theologie und wurden am 29. Juni 2002 in Beilngries von Bischof Dr. Walter Mixa zu Diakonen geweiht. Zu dem Fest wollte eine Gruppe um Weltkirchereferent Gerhard Rott in die Stadt im Herzen von Burundi reisen. Bei dieser Gelegenheit sollte Rott auch einige weitere Projekte besuchen, die vom Bistum Eichstätt gefördert werden.

Die Reisegruppe war bereits am Frankfurter Flughafen eingecheckt, das Gepäck im Flugzeug verladen, als der Anruf einer Mitarbeiterin kam: In Burundi würde geschossen, der Flughafen sei geschlossen eine Reise derzeit nicht möglich.

Die Lektüre deutscher Tageszeitungen erbrachte keinerlei nähere Informationen. Lediglich aus Schweizer und US-amerikanischen Quellen konnte recherchiert werden, dass es tatsächlich eine neue Rebellen-Initiative auf die Hauptstadt Bujumbura geben müsse. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben bereits einige Botschaftsmitarbeiter aufgefordert, Burundi zu verlassen. Seit Beginn der neuen Kämpfe gibt es nach diesen Meldungen bereits 15.000 neue Flüchtlinge. Insgesamt 180 Menschen, mehrheitlich Zivilisten, seien bei den Auseinandersetzungen seit Wochenbeginn ums Leben gekommen.

Das Bistum Eichstätt sorgt sich nun besonders um die Katholiken in den Partnerbistümern Eichstätts. Durch zahlreiche Projekten gibt es mittlerweile vielfältige freundschaftliche Beziehungen. Burundi hat etwa 6,6 Millionen Einwohner, von denen seit Beginn der Konflikte 1993 rund 1,2 Millionen auf der Flucht sind. Etwa 65% sind Katholiken, 13% Protestanten und 2-3% Moslems. Der Rest sind Anhänger traditional-afrikanischer Religionen. Burundi war Teil der ehemaligen deutschen Kolonie „Deutsch-Südost“. Es liegt inmitten des afrikanischen Kontinents zwischen Ost- und Zentralafrika im Bereich der Großen Seen.

 



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