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17.12.2002

Auszeichnung für die Notfallseelsorge - Dank für Hilfe bei Hochwasserkatastrophe

Eichstätt/Pirna. (pde) – Für ihren Einsatz während und nach der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer wurde der Notfallseelsorge Bayern die Dankesmedaille in Silber der Stadt Pirna verliehen. Oberbürgermeister Ulbig betont in seinem Dankesschreiben das große Engagement der Seelsorgerinnen und Seelsorger und die Wichtigkeit ihrer Arbeit für die geschädigten Menschen und die Einsatzkräfte.

Vom 18. August bis zum 8. September 2002 waren insgesamt 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notfallseelsorge Bayern in Pirna und dem umliegenden Landkreis Sächsische Schweiz tätig. Vom 30.8. bis 2.9. hatte die Einsatzleitung der Eichstätter Notfallseelsorger Harald Trampert. Jeweils vier Tage lang waren kleine Einsatzgruppen im Schadensgebiet, bevor sie von der nächsten Gruppe abgelöst wurden. Die Hauptarbeit lag in der menschlichen und seelsorgerlichen Betreuung der vom Hochwasser betroffenen Menschen. Im Bedarfsfall wurden auch Einsatzkräfte seelsorgerlich und stressbearbeitend begleitet.

Die Arbeit geschah in enger Zusammenarbeit mit den Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen und den örtlichen Pfarrämtern.

Die Notfallseelsorge Bayern ist ein loser Zusammenschluss der Notfallseelsorger der bayerischen Bistümer und der evangelisch-lutherischen Kirche. Bei diesem Einsatz wurde sie durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Kriseninterventionsteams und durch Seelsorgerinnen und Seelsorger aus Baden-Württemberg verstärkt. Koordiniert wurde der Einsatz durch die Nachalarmierungszentrale der Notfallseelsorge Bayern bei der Christusbruderschaft Selbitz.

Um auch langfristig helfen zu können, wurden verschiedene Nachfolge-Projekte initiiert: So unterstützt das Bistum Eichstätt die psychologische Nachbetreuung durch das Landratsamt Pirna finanziell und materiell. Die Diözese Würzburg unterstützt finanziell im Raum Pirna eine Psychologin, die sich um die Begleitung der Geschädigten kümmert. Die evangelisch-lutherische Kirche organisiert ein Vertretungsprojekt, das örtlichen Pfarrern zusätzliche Zeit zur Erholung und Verarbeitung anbietet. Viele Seelsorgerinnen und Seelsorger halten persönliche Kontakte und helfen kontinuierlich mit kleineren Aktionen.

Der Hochwassereinsatz war der größte und personalintensivste Einsatz, der deutschlandweit bisher durch die Notfallseelsorge bewältigt wurde.

 



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