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08.12.2014

Asylgipfel in den Dekanten Habsberg und Neumarkt

Eichstätt/Neumarkt. (pde) – „Fremde aufnehmen ist Kern katholischer Ethik“ – so sehen es die Dekane Monsignore Richard Distler und Elmar Spöttle. Deshalb laden sie Vertreter der Pfarrgemeinden und der Caritas am Freitag, 12. Dezember, zu einem „Asylgipfel“ nach Neumarkt ein. Damit wollen sie das katholische Engagement für die Asylbewerber im Landkreis Neumarkt vernetzen und voranbringen. In den kommenden Jahren sei weiterhin mit einem Zustrom von Flüchtlingen zu rechnen, meinen die Dekane, daher müsste man sich auch im Bereich der katholischen Kirche besser vernetzen und Strukturen schaffen: „Wir können diese wichtige Aufgabe nicht einfach wenigen Wohlfahrtsverbänden oder privaten Initiativen überlassen", meint der Neumarkter Dekan Distler. Pfarreien könnten gerade auf dem flachen Land mit Fahrdiensten für Asylbewerber, mit Sprach- und Hausaufgabenhilfen für die Kinder oder mit Möglichkeiten für gemeinnützige Arbeit tätig werden.

„Die Aufnahme von Flüchtlingen ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit“, betont der Habsberger Dekan Elmar Spöttle. „Es ist auch für unsere Pfarreien eine Herausforderung, aus christlicher Nächstenliebe Menschen aus fremden Kulturen in unseren Oberpfälzer Dörfern und Städten zu integrieren", hebt er hervor. Mit dem Asylgipfel wolle man signalisieren, dass auch die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden und katholischen Verbänden für dieses Thema sensibilisiert werden müssten

Die Vertreter der Caritas-Kreisstelle und der Pfarrgemeinden sind bei diesem Treffen eingeladen, sich über erste Erfahrungen bei der Unterstützung von Asylbewerbern auszutauschen, Hilfsmöglichkeiten kennen zu lernen und einen Leitfaden zu entwickeln, wie Pfarreien mit den anstehenden Problemen umgehen können, wenn vor Ort Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Mehr zum Thema: Asylsuchende und Flüchtlinge im Bistum Eichstätt