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25.09.2010

Diözesanrat konstituiert sich neu - Christian Gärtner als Vorsitzender wiedergewählt - Neuer Sachausschuss Pastorale Entwicklung

Bischof Gregor Maria Hanke OSB (links) und Diözesanratsvorsitzender Christian Gärtner (rechts) bei der konstituierenden Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt.

Bischof Gregor Maria Hanke OSB (links) und Diözesanratsvorsitzender Christian Gärtner (rechts) bei der konstituierenden Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt.

Die neugewählten Vorstände im Foyer des Bistumshauses Schloss Hirschberg (von links:  Klaus Forster, Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Alfred Rottler,  Gerda Bauernfeind, Diözesanratsgeschäftsführer Richard Ulrich,  Anton Lang,  Günter Wessel,  Mar

Die neugewählten Vorstände im Foyer des Bistumshauses Schloss Hirschberg (von links: Klaus Forster, Seelsorgeamtsleiter Ordinariatsrat Alfred Rottler, Gerda Bauernfeind, Diözesanratsgeschäftsführer Richard Ulrich, Anton Lang, Günter Wessel, Marlies Müller, Christian Gärtner, Barbara Keckl und Hans Schödl.

Eichstätt. (pde) – Erstmals in neuer Zusammensetzung hat der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt bei der konstituierenden Sitzung am 24. und 25. September im Bistumshaus Schloss Hirschberg getagt. Im Mittelpunkt standen die Neuwahlen der Vorstandschaft sowie die Bestimmung der Delegierten für das Zentralkomitee der Katholiken und das Landeskomitee.

Wiedergewählt in seiner Funktion als Vorsitzender des Diözesanrates wurde Christian Gärtner, ihm stehen künftig Marlies Müller, die dieses Amt schon bisher bekleidete, und Professor Dr. Klaus Stüwe als Stellvertreter zur Seite. Als Beisitzer wählten die Delegierten  Gerda Bauernfeind, Anton Lang, Barbara Keckl, Günter Wessel und Klaus Forster. Den Eichstätter Diözesanrat werden im Zentralkomitee der Katholiken in Deutschland künftig Christian Gärtner, Jürgen Saalwirth und Dr. Klaus Stüwe vertreten. Zum Mitglied im Landeskomitee der Katholiken in Bayern bestimmten die Delegierten Marlies Müller. Erstmalig wurden auch zwei Vertreter in den Familienbund der Katholiken entsandt. Diese Aufgabe nehmen künftig Erich Anton Wagner und Hans Schödl wahr.

Die Vollversammlung konnte auch über die Berufung von bis zu zehn Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben entscheiden. Zusätzlich zu den gewählten Delegierten sind Mitglieder des Diözesanrates: Rita Böhm, Bürgermeisterin von Kinding und stellvertretende Landrätin des Landkreises Eichstätt, Dr. Peter Bauer, MdL aus Sachsen-Lichtenau, Dr. Reinhard Brandl, MdB aus Eitensheim, Martin Kastler, MdEP aus Schwabach, Christian Gärtner aus Oberasbach, Helmut Kuntscher aus Etting und Richard Lacher aus Kösching.

Ferner musste die konstituierende Vollversammlung über die Bildung von Sachausschüssen und Arbeitsgruppen für die neue Amtsperiode entscheiden. Neu gebildet wurde der Sachausschuss „Pastorale Entwicklung“, der sich mit der anstehenden Dekanatsreform und den Fragen rund um die Seelsorgeeinheiten im Bistum Eichstätt beschäftigen soll. Die bisherigen Sachausschüsse Ehe, Familie und Erziehung, sowie Schule, Bildung und Erziehung werden zu einem gemeinsamen Sachausschuss zusammengefasst. Alle anderen Sachausschüsse wurden wie bisher bestätigt.

Bewahrung der Schöpfung und soziale Fragen zentrale Themen

Das Thema Umwelt und Bewahrung der Schöpfung wird auch in der neuen Amtsperiode den Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt besonders beschäftigen. Dies kündigte Diözesanratsvorsitzender Christian Gärtner bei seinem Rückblick auf die zurückliegende Amtszeit an. Man könne stolz sein, wie viel in den vergangenen vier Jahren in diesem Bereich angestoßen wurde, sagte Gärtner und verwies vor allem darauf, dass sich die Diözese Eichstätt auf Anregung des Diözesanrats mit einem eigenen Klimaschutzkonzept an der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung beteiligt. Als weiteres Schwerpunktthema der zurückliegenden Jahre nannte der Diözesanratsvorsitzende den Bereich Soziales und Caritas. So wurde während der vergangenen Amtsperiode ein Sachausschuss Gemeindecaritas neu gegründet. Als besonders brisant bezeichnete Gärtner die Frage nach der Rentensicherheit und die Kinderarmut in Deutschland – „ein Thema, das uns als Kirche nicht loslassen kann“.

Mit einer stattlichen Reihe von Stellungnahmen und Beschlüssen hat sich der Diözesanrat in der vergangenen vierjährigen Amtsperiode am öffentlichen und kirchlichen Leben beteiligt. Dies geht aus dem Bericht des Vorstands hervor, den der Geschäftsführer des Diözesanrats, Richard Ulrich, bei der konstituierenden Vollversammlung in Schloss Hirschberg vorlegte. Die öffentlichen Stellungnahmen seien Zeichen einer intensiven Auseinandersetzung mit Fragen von Kirche und Gesellschaft in der Vollversammlung, dem Vorstand und den zehn Sachausschüssen.

Regelmäßige Höhepunkte der zurückliegenden Amtszeit des Gremiums waren die insgesamt acht Vollversammlungen, bei denen als Ergebnis der inhaltlichen Arbeit auch eine Reihe von Resolutionen verabschiedet wurden. Ein Schwerpunkt waren Fragen der Umwelt: Der Diözesanrat regte die Umsetzung der Bayerischen Klima-Allianz an, gab Empfehlungen zum Schutz der Schöpfung und sprach „aus Verantwortung gegenüber der Schöpfung“ ein deutliches „Nein zu AGRO-Gentechnik“. Besonders im Blickfeld stand auch die Familie: „Wir brauchen eine familiengerechte Arbeitswelt und nicht eine arbeitsgerechte Familie“ und „Kinder dürfen Familien nicht arm machen“ lauteten entsprechende Stellungnahmen. In einer Resolution warb das Gremium für Organspende als Zeichen christlicher Nächstenliebe. Mit einem konkreten Bezug auf Coca Cola mahnte die Herbstvollversammlung 2008 mehr ethische Verantwortung von multinationalen Unternehmen an. Insgesamt weist der Bericht für die vergangenen vier Jahre mehr als zwanzig konkrete Stellungnahmen aus.

Wichtige Grundlage der Arbeit waren besonders auch der regelmäßige Informationsaustausch mit Bischof Gregor Maria Hanke, die Gespräche mit dem Generalvikar, die Arbeitskonferenzen mit den Sachausschussvorsitzenden, die jährliche Sommerkonferenz mit den Dekanen und Vorsitzenden der Dekanatsräte sowie der regelmäßige ökumenische Austausch.

Dekanatsreform: Reaktion auf veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen

An der konstituierenden Sitzung des Diözesanrates nahm auch Bischof Gregor Maria Hanke OSB teil. Er berichtete in einem ausführlichen Konferenzteil von der Ergebnissen der jüngsten Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz und stand den Mitgliedern des Diözesanrates Rede und Antwort. Generalvikar Isidor Vollnhals stellte in den Mittelpunkt seines Berichtes aus der Diözesanleitung die Überlegungen rund um die geplante Reform der Dekanate. Als Reaktion auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sei es sinnvoll, einige der derzeit fünfzehn Dekanate zusammenzufassen. Hauptamtliche Referenten aus dem Seelsorgeamt könnten die neuen Dekanatsbüros unterstützen und entlasten. Als zeitliche Zielvorgabe für die Errichtung der neuen Strukturen sei der Herbst 2011 ins Auge gefasst, wobei es noch nicht feststeht, ob es künftig „sieben, acht, neun oder zehn Dekanate“ im Bistum Eichstätt geben werde.



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