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24.09.2010

Die Zeichenkunst Johann Evangelist Holzers - Vortrag zeigt bislang unbekannte Seite im Schaffen des Barockkünstlers

Eichstätt. (pde) – Mit Johann Evangelist Holzer als begnadetem Zeichner befasst sich ein Vortrag am Mittwoch, 29. September, um 19.30 Uhr in Eichstätt. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung über den Barockkünstler referiert Dr. Josef Straßer von der Neuen Sammlung München zum Thema „Mit Pinsel, Stift und Feder – Zur Zeichenkunst Johann Evangelist Holzers“. Er präsentiert damit eine Seite der Holzerschen Kunst, die in der Eichstätter Ausstellung bewusst nicht thematisiert wurde.

Ein zeitgenössischer Biograph berichtet, dass Holzer schon in seiner Schulzeit „einen solchen Trieb zur Kunst hatte, dass er nichts angelegentlicher als das Malen und Zeichnen seyn liese.“ Dennoch ist sein zeichnerisches Werk, entstanden während einer stürmischen künstlerischen Entwicklung von rund zehn Jahren, nur schwer zu fassen, ist vieles verloren, sind nur wenige Zeichnungen gesichert oder eindeutig ihm zugeschrieben. Dabei war Holzer nicht nur genialer Maler von Fresken und Ölgemälden, sondern auch ein versierter Zeichner, der alle technischen Mittel perfekt beherrschte und virtuos einzusetzen wusste. Neben religiösen Inhalten gehören zu seinen Zeichnungen die detailreichen und humorvollen Entwürfe für die Fassadenbemalungen Augsburger Häuser. Auch als Zeichner kann Holzer zu den bedeutendsten Künstlern des 18. Jahrhunderts gezählt werden, dessen eigentliche Leistung in diesem Bereich bisher zu wenig gewürdigt wurde.

Die Veranstaltung findet im Vortragssaal der Raiffeisenbank, Domplatz 5, Eingang Leuchtenbergstraße, statt. Der Eintritt ist frei.



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