
Gruppenbild der Hungertuchwallfahrer mit Bischof Gregor Maria Hanke vor der Schutzengelkirche in Eichstätt. Foto: Oliver Sittel

Domkapitular Josef Blomenhofer (hinter ganz rechts) und Weltkirche-Referent Gerhard Rott (links mit Hut) begrüßten die Misereor-Hungertuchwallfahrer auf dem Domplatz in Eichstätt
Eichstätt. (pde) – Die Hungertuchwallfahrt des bischöflichen Hilfswerkes Misereor machte am Dienstag, 21. Februar, Station in Eichstätt. Domkapitular Josef Blomenhofer, Bischöflicher Beauftragter für die Angelegenheiten der Weltkirche im Bistum Eichstätt, begrüßte die Wallfahrer um 14.00 Uhr auf dem Domplatz. Nach einer kurzen Andacht am Hauptportal des Eichstätter Doms begleitete Blomenhofer die Fußwallfahrt nach Schernfeld. Weitere Stationen am Dienstag waren Pappenheim und Treuchtlingen. Die beiden letzten Haltepunkte im Bistum Eichstätt sind am Mittwoch, 22. Februar, in Gunzenhausen und Wassertrüdingen.
Insgesamt 62 Gläubige aus ganz Deutschland nehmen an der Hungertuchwallfahrt teil und sind in vier Kleingruppen abwechselnd rund um die Uhr unterwegs. Sie tragen das Misereor-Hungertuch vom Ort der bundesweiten Eröffnung der Misereoraktion 2011 (Regensburg) zum Ort der Eröffnung in diesem Jahr (Speyer). „Dieser Brauch gibt es seit 1987. Damals haben wir das Hungertuch von Hildelsheim nach Hannover getragen“, erzählt Peter Koch, einer der Gründungsväter der Wallfahrt. Auch die Eichstätterin Barbara Pfaller hat sich der Gruppe angeschossen. „Was mich und alle Teilnehmer dazu motiviert ist die Arbeit von Misereor. Wir möchten mit der Hungertuchwallfahrt auf die Misereor-Fastenaktion aufmerksam machen“, erklärt sie.
Seit 1976 veröffentlicht das Misereor meist im Abstand von zwei Jahren ein Hungertuch, welches von Künstlern aus allen Teilen der Welt geschaffen wurde. Das aktuelle Tuch stammt von Sokey A. Edorh aus Togo und trägt das Thema „Was ihr dem Geringsten tut“. Das collageartige Bild aus afrikanischer Erde, Wellpappe, Kohle und Acryl thematisiert die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Slums Lateinamerikas, Asiens und Afrikas aber auch den Lebensmut der dort lebenden Menschen.
Weitere Informationen zur Misereor-Fastenaktion unter „www.bistum-eichstaett.de/misereor“