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23.10.2015

„Den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit stellen“ – Bischof Hanke besucht Continental AG in Ingolstadt

Betriebsratsvorsitzender Erwin Wörle zeigt Bischof Hanke, wie die Radarsysteme computergesteuert fabriziert werden. pde-Foto: Bernhard Löhlein

Eichstätt/Ingolstadt. (pde) – Beeindruckt von dem High-Tech-Standort der Continental AG hat sich der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke nach einer Betriebsbesichtigung der Ingolstädter Niederlassung gezeigt. Die Firma sei nicht nur ein wichtiger Faktor für die Stadt, sondern gerade für die Mitarbeiter, wenn ihnen z.B. Fortbildung und Weiterqualifizierung ermöglicht werde. „Es ist spürbar, dass hier eine Dialogkultur herrscht“, sagte der Bischof nach Gesprächen mit dem Management und dem Betriebsrat. Er ermunterte die Verantwortlichen, den Menschen auch weiterhin in den Mittelpunkt der Arbeitsprozesse zu stellen. Gemeinsam mit einer Delegation des Bistums Eichstätt informierte sich Hanke über die Situation eines der größten Arbeitgeber der Stadt. Den Werksbesuch hatte die Arbeitnehmerpastoral des Bistums Eichstätt zusammen mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) organisiert.

Die Continental AG ist ein Konzern der Automobilzulieferbranche mit Sitz in Hannover. Am Standort Ingolstadt sind rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Hier werden Kamera- und Radarsysteme für nahezu alle Automarken hergestellt, die vor allem der Fahrsicherheit dienen. Laut Patrick Lohr, dem verantwortlichen Logistiker in Ingolstadt, legt das Unternehmen großen Wert auf ein gutes Betriebsklima. So stehe das gegenseitige Vertrauen an erster Stelle einer gemeinsam entwickelten Unternehmenskultur. Das bestätigte auch der geschäftsführende Diözesansekretär der KAB, Ulrich Berber: „Wie das Unternehmen transparent mit allen Problemen im Betrieb umgeht, das ist sehr vorbildlich.“

Der Besuch fand im Rahmen der Besichtigungen von örtlichen Betrieben statt. Etwa zweimal im Jahr sucht Bischof Gregor Maria Hanke den Kontakt zu Unternehmungsleitungen und Betriebsräten, um die Kirche in die Welt der Arbeit zu bringen. Außerdem möchte er „die Sorgen und Nöte, aber auch die Perspektiven und positive Erfahrungen“ der Menschen in der Arbeitswelt kennenlernen, so Bischof Hanke.