Wesentliche Informationen zu den verschiedenen Phasen und Ebenen der Weltsynode stehen aufgeteilt nach Bistum, Deutscher Bischofssynode und Vatikan zur Verfügung.
2021 hat Papst Franziskus die Weltsynode mit dem Thema „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission“ einberufen. Deren Ende war zunächst für 2024 geplant. Nach der Synode wurden zehn Studiengruppen eingerichtet, die sich mit Themen beschäftigen, die im Rahmen der Synode nicht hinreichend geklärt werden konnten, wie z.B. der Bereich „Digitale Mission“, die Rolle der Frau, Ausbildung in unterschiedlichen Kontexten und andere. Bestimmten Themen schenkte Papst Franziskus bereits im Vorfeld durch seine Enzykliken und die Einberufung der Jugendsynode 2018 besondere Aufmerksamkeit.
Zu den Dokumenten des Vatikans geht es hier.
Die Deutsche Bischofskonferenz stellt im Rahmen der Weltsynode den Dreh- und Angelpunkt zwischen den deutschen Diözesen und dem Vatikan dar. Sie sammelt die Berichte aus den Diözesen, fasst sie zusammen und reicht sie nach Rom weiter. Alle Dokumente der Weltsynode stellt sie in deutscher Fassung den Interessierten auf ihrer Homepage zur Verfügung.
Zu den Dokumenten der Deutschen Bischofskonferenz geht es hier.
Papst Franziskus war Teilhabe bei der Einberufung der Weltsynode ein besonderes Anliegen. So waren auch die Menschen im Bistum Eichstätt aufgefordert, zu bestimmten Themen Stellung zu beziehen. Die Ergebnisse aus der Befragung wurden in der Diözese gebündelt und im nächsten Schritt an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. In der Zeit zwischen 2025 und 2028 sind wir nun gemeinsam aufgefordert in der Ortskirche von Eichstätt Synodalität umzusetzen und erlebbar zu machen.
In diesen Bereichen unserer Diözese gibt es Raum, um Synodalität einzuüben, sodass diese Haltung mehr und mehr im ganzen Bistum erfahrbar wird.
Die demokratisch gewählten Räte auf den verschiedenen pastoralen Ebenen unseres Bistums vertreten die Anliegen der Laien in der Kirche. Gemeinsam mit den hauptberuflichen Mitarbeitenden gestalten sie das kirchliche Leben vor Ort. Sie sind ein Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft. Räte und Gremien stehen dem Bischof und der Bistumsleitung bei ihrer Entscheidungsfindung beratend zur Seite.
Im Herbst 2021 waren die Gläubigen in allen Diözesen aufgefordert, sich zu den Themen der Weltsynode zu äußern. Im Bistum Eichstätt ist das im Rahmen einer Befragung geschehen, die von einer Arbeitsgruppe um Domvikar Dr. Thomas Stübinger erarbeitet und durchgeführt wurde. Die Ergebnisse aus den deutschen Diözesen wurden durch die Deutsche Bischofskonferenz zusammengefasst. Im Februar 2023 erfolgte die Zusammenfassung für den europäischen Kontinent in der „Prager Synode“, organisiert durch den Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, deren Abschlussbericht nach Rom weitergeleitet wurden. Ende Oktober 2024 endete die Weltsynode in Rom mit der Veröffentlichung und Approbation des Schlussdokuments der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode. Im Mai 2025 wurde seitens des Vatikans ein Fahrplan bis 2028 für die Durchführungsphase der Synode in den Diözesen veröffentlicht.
Bereits Anfang 2021 startete das Bistum Eichstätt einen Strategieprozess, um das Bistum vor den aktuellen Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Dieser Prozess „…soll als Impulsgeber in die verschiedenen Bereiche hineinwirken, um die Angebote und Dienste im Bistum und den Kirchengemeinden neu auf die Menschen und deren Fragen und Bedarfe auszurichten. Ziel ist es, das Evangelium in der Welt von heute zu vermitteln und in die Gesellschaft zu tragen. Dabei müssen wir genau hinsehen, welche Ressourcen wir benötigen, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist maßgeblich für die Zukunft, Schwerpunkte in der Pastoral zu setzen und gezielt zu investieren.“ (Zukunftsplan S. 4)
Die zu Beginn des Strategieprozesses gesetzte Bistumsvision spiegelt die synodale Haltung wider, die für die Weiterentwicklung des Bistums grundlegend und zielführend sein will: "Als offene und vielfältige Gemeinschaft mit Christus wollen wir neu aufbrechen, um die Liebe Gottes erfahrbar zu machen und ein Zeugnis der Hoffnung für die Welt zu geben.“
Ein erster Schritt der Umsetzung war 2022 der Auftrag an alle ehren- und hauptamtlichen Teams in den Pfarreien und Pastoralräumen im synodalen Miteinander Pastoralkonzepte für ihren Wirkungsraum vor Ort zu erstellen. Dies ist eine gute Gelegenheit, sich Stück für Stück im Bistum zu einer synodalen Weggemeinschaft zu entwickeln.
Dieser spirituelle Wegbegleiter soll Gruppen und Gremien dabei unterstützen ihren gemeinsamen Weg in einem synodalen Miteinander zu gehen. Er soll besser veranschaulichen und verständlich machen, was es für diesen Haltungswechsel braucht, warum es sich lohnt, so unterwegs zu sein. Das Begleitheft ist für die gedacht, die tiefer in das Thema einsteigen wollen.
Zum spirituellen Wegbegleiter für Gruppen und Gremien: “Synodalität vor Ort leben”
Zum interaktiven Begleitheft “Synodalität vor Ort leben”