Synodalität

vom Heiligen Geist geführt, Weggemeinschaft werden

Menschen sitzen an Tischen und besprechen sich bei der Weltsynode

Das Wort „Synode“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet gemeinsam auf dem Weg sein. Christus sagt von sich „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14,6)
Daher sind für Entscheidungen im synodalen Sinn das gegenseitige Hören aufeinander als Weggemeinschaft, aber im Besonderen auch das Hören auf den Heiligen Geist als den eigentlich Richtungsweisenden von grundlegender Bedeutung.
Grundsätzlich ist daher das „Ziel von Synoden (…) nicht erstrangig Änderung von Strukturen, sondern die Änderung von Geist und Herz. Sie ist schwer und Ziel einer gesamten Lebensführung. Dieses ‚Herumwerfen‘ des Lebens erreicht nur das Evangelium. Deswegen ist Evangelisierung das A und O.“ (Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz in CNA Deutsch)
Papst Franziskus hat die gesamte katholische Kirche aufgefordert, diesen Haltungswechsel einzuüben und danach zu handeln: „Genau dieser Weg der Synodalität ist das, was Gott von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet.“

Für eine synodale Kirche - Gemeinschaft | Teilhabe | Sendung

Die Bischofssynode war zunächst als vierjähriger, weltweiter Prozess angelegt und wird jetzt bis 2028 fortgesetzt. Der Weg der Weltsynode wurde offiziell durch Papst Franziskus im Oktober 2021 in Rom eröffnet. In die weiteren Phasen wurden die Bistümer, eine Reihe von Organisationen und schließlich die Bischofskonferenzen einbezogen, bevor der Prozess in die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom mündete. Diese fand in zwei Sitzungen statt. Es folgt jetzt bis 2028 ein umfassender Beratungs- und Evaluationsprozess auf der regionalen, kontinentalen und weltkirchlichen Ebene, der dann in einer Kirchenversammlung seinen Abschluss findet.

Logo der Weltsynode mit vielen bunten Menschen und einer stilisierten Sonne

Wesentliche Informationen zu den verschiedenen Phasen und Ebenen der Weltsynode stehen aufgeteilt nach Bistum, Deutscher Bischofssynode und Vatikan zur Verfügung.

Vatikan

2021 hat Papst Franziskus die Weltsynode mit dem Thema „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission“ einberufen. Deren Ende war zunächst für 2024 geplant. Nach  der Synode wurden zehn Studiengruppen eingerichtet, die sich mit Themen beschäftigen, die im Rahmen der Synode nicht hinreichend geklärt werden konnten, wie z.B. der Bereich „Digitale Mission“, die Rolle der Frau, Ausbildung in unterschiedlichen Kontexten und andere. Bestimmten Themen schenkte Papst Franziskus bereits im Vorfeld durch seine Enzykliken und die Einberufung der Jugendsynode 2018 besondere Aufmerksamkeit.

Zu den Dokumenten des Vatikans geht es hier.

Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz stellt im Rahmen der Weltsynode den Dreh- und Angelpunkt zwischen den deutschen Diözesen und dem Vatikan dar. Sie sammelt die Berichte aus den Diözesen, fasst sie zusammen und reicht sie nach Rom weiter. Alle Dokumente der Weltsynode stellt sie in deutscher Fassung den Interessierten auf ihrer Homepage zur Verfügung.

Zu den Dokumenten der Deutschen Bischofskonferenz geht es hier.

Bistum Eichstätt

Papst Franziskus war Teilhabe bei der Einberufung der Weltsynode ein besonderes Anliegen. So waren auch die Menschen im Bistum Eichstätt aufgefordert, zu bestimmten Themen Stellung zu beziehen. Die Ergebnisse aus der Befragung wurden in der Diözese gebündelt und im nächsten Schritt an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. In der Zeit zwischen 2025 und 2028 sind wir nun gemeinsam aufgefordert in der Ortskirche von Eichstätt Synodalität umzusetzen und erlebbar zu machen.

Synodalität im Bistum Eichstätt

Synodalität im Bistum Eichstätt

Im Bistum Eichstätt gibt es auf ganz unterschiedlichen Ebenen Räte und Gremien, in denen es Raum gibt, auf synodale Weise die Zukunft der Ortskirche von Eichstätt zu gestalten. Dabei muss gerade in diesen Arbeitsstrukturen immer wieder bedacht werden, auf den Unterschied zwischen Demokratie und Synodalität zu achten. Gerade bei den Räten ist eine demokratische Legitimation wichtig, um allen Gläubigen in der Diözese die Möglichkeit zu geben, Menschen zu wählen, die ihre Anliegen mit einbringen. Dennoch bleibt Demokratie so eine Herrschaftsform und muss durch eine synodale Arbeitsweise erst zu einer echten Weggemeinschaft werden.
Es ist die Aufgabe aller, diesem Anliegen Raum zu geben.

Menschen auf dem Domplatz nach dem Gottesdienst zur Domeröffnung.

In diesen Bereichen unserer Diözese gibt es Raum, um Synodalität einzuüben, sodass diese Haltung mehr und mehr im ganzen Bistum erfahrbar wird.

Räte und Gremien

Die demokratisch gewählten Räte auf den verschiedenen pastoralen Ebenen unseres Bistums vertreten die Anliegen der Laien in der Kirche. Gemeinsam mit den hauptberuflichen Mitarbeitenden gestalten sie das kirchliche Leben vor Ort. Sie sind ein Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft. Räte und Gremien stehen dem Bischof und der Bistumsleitung bei ihrer Entscheidungsfindung beratend zur Seite.

Räte und Gremien im Bistum Eichstätt

Kontinentale Phase der Weltsynode

Im Herbst 2021 waren die Gläubigen in allen Diözesen aufgefordert, sich zu den Themen der Weltsynode zu äußern. Im Bistum Eichstätt ist das im Rahmen einer Befragung geschehen, die von einer Arbeitsgruppe um Domvikar Dr. Thomas Stübinger erarbeitet und durchgeführt wurde. Die Ergebnisse aus den deutschen Diözesen wurden durch die Deutsche Bischofskonferenz zusammengefasst. Im Februar 2023 erfolgte die Zusammenfassung für den europäischen Kontinent in der „Prager Synode“, organisiert durch den Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, deren Abschlussbericht nach Rom weitergeleitet wurden. Ende Oktober 2024 endete die Weltsynode in Rom mit der Veröffentlichung und Approbation des Schlussdokuments der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode. Im Mai 2025 wurde seitens des Vatikans ein Fahrplan bis 2028 für die Durchführungsphase der Synode in den Diözesen veröffentlicht.

Strategieprozess

Bereits Anfang 2021 startete das Bistum Eichstätt einen Strategieprozess, um das Bistum vor den aktuellen Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen. Dieser Prozess „…soll als Impulsgeber in die verschiedenen Bereiche hineinwirken, um die Angebote und Dienste im Bistum und den Kirchengemeinden neu auf die Menschen und deren Fragen und Bedarfe auszurichten. Ziel ist es, das Evangelium in der Welt von heute zu vermitteln und in die Gesellschaft zu tragen. Dabei müssen wir genau hinsehen, welche Ressourcen wir benötigen, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist maßgeblich für die Zukunft, Schwerpunkte in der Pastoral zu setzen und gezielt zu investieren.“ (Zukunftsplan S. 4)
Die zu Beginn des Strategieprozesses gesetzte Bistumsvision spiegelt die synodale Haltung wider, die für die Weiterentwicklung des Bistums grundlegend und zielführend sein will: "Als offene und vielfältige Gemeinschaft mit Christus wollen wir neu aufbrechen, um die Liebe Gottes erfahrbar zu machen und ein Zeugnis der Hoffnung für die Welt zu geben.“
Ein erster Schritt der Umsetzung war 2022 der Auftrag an alle ehren- und hauptamtlichen Teams in den Pfarreien und Pastoralräumen im synodalen Miteinander Pastoralkonzepte für ihren Wirkungsraum vor Ort zu erstellen. Dies ist eine gute Gelegenheit, sich Stück für Stück im Bistum zu einer synodalen Weggemeinschaft zu entwickeln.

Zum Strategieprozess

Synodalität vor Ort leben

Dieser spirituelle Wegbegleiter soll Gruppen und Gremien dabei unterstützen ihren gemeinsamen Weg in einem synodalen Miteinander zu gehen. Er soll besser veranschaulichen und verständlich machen, was es für diesen Haltungswechsel braucht, warum es sich lohnt, so unterwegs zu sein. Das Begleitheft ist für die gedacht, die tiefer in das Thema einsteigen wollen.

Zum spirituellen Wegbegleiter für Gruppen und Gremien: “Synodalität vor Ort leben”

Zum interaktiven Begleitheft “Synodalität vor Ort leben”

 

Beauftragter für Synodalität