Den Grundstein dieser Partnerschaft legten Prälat Willi Reitzer, Georg Härteis und Jugendpfarrer Johann Limbacher. Nach einer ersten Reise von Dezember 1975 bis Januar 1976 wurden die Verbindungen gefestigt, und die Partnerschaft auf eine zukunftsweisende Grundlage gestellt. In den folgenden Jahren konzentrierte sich das Engagement zunächst auf finanzielle Unterstützung und den Aufbau kirchlicher Bildungseinrichtungen, insbesondere des interdiözesanen Priesterseminars in Gitega.
Regelmäßige Berichte in der Kirchenzeitung machten die Arbeit der Partnerdiözese in Burundi in Eichstätt bekannt und stärkten die Verbundenheit. In den 1990er Jahren wurde das Engagement intensiviert. Besonders nach dem Bürgerkrieg kam die Bedeutung der Partnerschaft über Geldspenden hinaus zum Tragen: Die Kirche in Eichstätt unterstützte die Versöhnungsarbeit und die Stabilisierung kirchlicher Strukturen. In der Erzdiözese Gitega leben rund 1,5 Millionen Katholikinnen und Katholiken (80,9 Prozent der Bevölkerung, Stand: 2023) in 55 Pfarreien. Sie werden von 200 Priestern betreut
Heute fördert das Bistum weiterhin den Bau von Kirchen, Gemeindezentren und Bildungseinrichtungen vor allem im Erzbistum Gitega. Ein Leuchtturmprojekt ist das Pastoral- und Sozialzentrum mit Kirche, Schulen und Klinik in Bugendana, das in Zusammenarbeit mit kirchlichen Hilfwerken entsteht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem auf der Priesterausbildung: Eichstätt unterstützt die Ausbildung in Burundi selbst und ermöglicht jeweils zwei besonders begabten Priestern das Studium an der Eichstätter Universität. So verbindet die Partnerschaft Solidarität mit Spiritualität und setzt auf nachhaltige Strukturen für eine langfristige Zusammenarbeit - mittlerweile schon seit 50 Jahren.