740 Willibald († 787), ein angelsächsischer Mönch, wird von Bonifatius in Eichstätt zum Priester und 741 in Sülzenbrücken bei Erfurt zum Bischof geweiht. Bischofsweihe und endgültige Niederlassung in Eichstätt markieren die Anfänge des Bistums.
751/52 Wunibald († 761), der Bruder Willibalds, gründet das Kloster Heidenheim.
761 Walburga († 779), die Schwester Willibalds, wird Äbtissin in Heidenheim. Etwa 100 Jahre nach ihrem Tod werden ihre Gebeine nach Eichstätt überführt. Seit dem 10. Jh. verbreitet sich ihre Verehrung weit über Mitteleuropa hinaus.
1035 Bischof Heribert und Graf Leodegar gründen 1035 am Grab der hl. Walburga in Eichstätt ein Benediktinerinnenkloster, das ununterbrochen bis heute besteht.
1042-57 Bischof Gebhard I. ist als Papst Victor II. (1055-57) einer der wenigen deutschen Päpste.
1057-75 Bischof Gundekar II. vollendet den romanischen Dom in Eichstätt und weiht im Bistum über 100 Kirchen.
1305 bis 1802 Bischöfe sind gleichzeitig Fürsten. Der "weltliche" Besitz (Fürstbistum oder Hochstift) umfasst ein Drittel des Diözesangebietes.
2. Hälfte 14. Jh. Bau des gotischen Doms.
ab 1524 Einführung der Reformation in zwei Dritteln der Diözese, ab 1614 kehrt ein Teil des Gebiets wieder zur alten Kirche zurück.
1564 Gründung des Collegium Willibaldinum, des ersten Klerikalseminars nach den Reformvorschriften des Konzils von Trient im deutschen Sprachgebiet.
1802 Säkularisation: Das Fürstbistum wird von Bayern in Besitz genommen, 1806 werden Domkapitel, Stifte und Klöster säkularisiert.
1843 Bischöfliche Philosophisch-Theologische Hochschule in Eichstätt; überregionale Bedeutung im Kulturkampf, in der NS-Zeit und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
1932-35 Bischof Konrad von Preysing, 1935-50 Bischof von Berlin, ab 1946 Kardinal, entschiedener Gegner des Nationalsozialismus.
1935-48 Bischof Michael Rackl, wendet sich ebenfalls entschieden gegen den Nationalsozialismus.
1948-67 Bischof Joseph Schröffer, ab 1967 an der Kurie in Rom, ab 1976 Kardinal († 1983).
1968-84 Bischof Alois Brems († 1987).
1980 Kirchliche Gesamthochschule Eichstätt wird zur Katholischen Universität erhoben, der einzigen im deutschsprachigen Raum.
1984-95 Bischof Karl Braun (1995 - 2001 Erzbischof von Bamberg).
1996-2005 Bischof Walter Mixa (2005 - 2010 Bischof von Augsburg).
2.12.2006 bis 8.6.2025 Bischof Gregor Maria Hanke OSB.
1. Hl. Willibald 741-787(?)
2. Gerhoh 787(?)-806(?)
3. Agan 806(?)-822(?)
4. Adalung 822(?)-837(?)
5. Altwin 837(?)-847(?)
6. Otgar 847(?)-880(?)
7. Gottschalk 880(?)-882(?)
8. Erchanbald 882(?)-912
9. Uodalfried 912-933
10. Starchand 933-966
11. Reginold 966-991
12. Megingaud 991-1015(?)
13. Gundekar I. 1015(?)-1019
14. Walther 1020-1021
15. Heribert 1022-1042
16. Gezmann 1042
17. Gebhard I. 1042-1057; 1055-1057
Papst Viktor II.
18. Gundekar II. 1057-1075
19. Udalrich I. 1075-1099
20. Eberhard I. Graf von Hildrizhausen 1099(?)-1112
21. Udalrich II. 1112-1125
22. Gebhard II. von Grögling-Dollnstein 1125-1149
23. Burchard 1149-1153
24. Konrad I. von Morsbach 1153-1171
25. Egelolf 1171-1182, + vor 1189
26. Otto 1182-1196
27. Hartwig von Grögling-Dollnstein 1196-1223
28. Friedrich I. von Haunstadt 1223-1225, + ?
29. Heinrich I. von Zipplingen 1225-1228
30. Heinrich II. von Dischingen 1228-1231
31. Heinrich III. von Ravensburg 1232-1237
32. Friedrich II. von Parsberg 1237-1246
33. Heinrich IV. von Württemberg 1247-1259
34. Engelhard von Dolling 1259-1261
35. Hildebrand von Möhren 1261-1279
36. Reinboto von Meilenhart 1279-1297
37. Konrad II. von Pfeffenhausen 1297-1305
38. Johann I. von Zürich 1305-1306; 1306-1328 Bischof von Straßburg
39. Philipp von Rathsamhausen OCist 1306-1322
40. Marquard I. von Hagel 1322-1324
41. Gebhard III. Graf von Graisbach 1324-1327
42. Friedrich III. von Leuchtenberg OCist 1328-1329
43. Heinrich V. Schenk von Reicheneck 1329-1344
44. Albrecht I. von Hohenfels 1344-1351; 1351-1353 Administrator; + 1355
45. Berthold von Zollern OT 1351-1365
46. Raban Truchseß von Wildburgstetten 1365-1383
47. Friedrich IV. von Oettingen 1383-1415
48. Johann II. von Heideck 1415-1429
49. Albrecht II. von Hohenrechberg 1429-1445
50. Johann III. von Eych 1445-1464
51. Wilhelm von Reichenau 1464-1496
52. Gabriel von Eyb 1496-1535
53. Christoph Marschall zu Pappenheim 1535-1539
54. Moritz von Hutten 1539-1552
55. Eberhard II. von Hirnheim 1552-1560
56. Martin von Schaumberg 1560-1590
57. Kaspar von Seckendorff 1590-1595
58. Johann Konrad von Gemmingen 1595-1612; 1594-1595 Koadjutor und Titularbischof von Hierapolis
59. Johann Christoph von Westerstetten 1613-1637
60. Marquard II. Graf Schenk von Castell 1637-1685
61. Johann Euchar Graf Schenk von Castell 1687-1697
62. Johann Martin von Eyb 1698-1704
63. Johann Anton I. Knebel von Katzenellenbogen 1705-1725
64. Franz Ludwig Freiherr Schenk von Castell 1725-1736
65. Johann Anton II. Freiherr von Freyberg-Hopferau 1737-1757
66. Raymund Anton Graf von Strasoldo 1757-1781
67. Johann Anton III. Freiherr von Zehmen 1781-1790
68. Joseph Graf von Stubenberg 1791-1821; 1821-1824 Erzbischof von Bamberg und Administrator von Eichstätt
69. Petrus Pustett 1824-1825
70. Johann Friedrich Oesterreicher 1825-1835; 1823-1825 Titularbischof von Doryla und Weihbischof von Bamberg
71. Johann Martin Manl 1835; 1827-1835 Bischof von Speyer
72. Karl August Graf von Reisach 1836-1846; 1841-1846 Koadjutor von München und Freising; 1846/56 Erzbischof von München und Freising; 1855 Kardinal; 1868-1869 Kardinalbischof von Sabina
73. Georg von Oettl 1846-1866
74. Franz Leopold Freiherr von Leonrod 1867-1905
75. Johannes Leo von Mergel OSB 1905-1932
76. Konrad Graf von Preysing 1932-1935; 1935-1950 Bischof von Berlin; 1946 Kardinal
77. Michael Rackl 1935-1948
78. Joseph Schröffer 1948-1967; Sekretär der Hl. Kongregation für das kath. Unterrichtswesen 1967, 1968-1976 Titularerzbischof von Volturno; 1976 Kardinal; + 1983
79. Alois Brems 1968-1983; Apostolischer Administrator 1983-1984; +1987
80. Karl Braun 1984-1995; 1995-2001 Erzbischof von Bamberg
81. Walter Mixa 1996-2005; 2005-2010 Bischof von Augsburg
82. Gregor Maria Hanke OSB 2006-2025