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13.07.2019

Tausend Ehejubilare im Dom: Abschluss der Willibaldswoche in Eichstätt

Paarsegung im Eichstätter Dom. Foto: Maike Eikelmann

Bischof Hanke segnet ein Jubelpaar. pde-Foto: Maike Eikelmann

Gottesdienst zur Begegnung für Ehejubilare

1000 Ehejubilare pilgerten zum Abschluss der Willibaldswoche nach Eichstätt. pde-Foto: Maike Eikelmann

Eichstätt. (pde) – Mit einer Begegnung für Ehejubilare ist am Samstag, 13. Juli, die diesjährige Willibaldswoche in Eichstätt zu Ende gegangen. Beim Pontifikalamt im Eichstätter Dom begrüßte Bischof Gregor Maria Hanke 500 Paare, die in diesem Jahr ihre goldene Hochzeit feiern oder sogar auf sechzig gemeinsame Ehejahre zurückblicken können.

Die Kirche von Eichstätt sei dankbar, mit den Jubelpaaren im Rahmen der Willibaldswoche dieses Fest begehen zu dürfen. „Sie legen in der Kirche und vor der Gesellschaft durch ihr gemeinsames Leben Zeugnis ab von einem Weg, der Berufung Gottes für den Menschen ist, als Mann und Frau den Ehebund zu leben“, sagte der Eichstätter Bischof zu den Jubelpaaren, unter denen auch zwei in diesem Jahr ihr 70-jähriges Ehejubiläum begehen.

Mit ihrem gemeinsamen Weg bezeugten die Paare der Gesellschaft und vor allem auch den jungen Menschen: „Dieser Weg ist begehbar. Er ist lohnenswert wie eine herausfordernde und durchaus anstrengende Bergtour, bei der vor das Gipfelerlebnis Schweiß und Mühe gesetzt sind.“ Die Jubilare hätten in den vielen gemeinsamen Jahren immer wieder erfahren: „Die Kunst des Miteinanders im Leben besteht nicht darin, Krisen und Brüche zu vermeiden, sondern mit Krisen umgehen zu lernen“.

Für die weiteren Jahre wünschte Bischof Hanke den Paaren die Kraft, den gemeinsamen Weg auch bei Beschwerlichkeiten oder Krankheiten anzunehmen, „weil er viel Kostbares birgt, wenn auch mitunter tief verborgen“. In der Rückschau auf so viele Jahre möge den Paaren bewusst werden, dass Gott am Werk war. Sein Wunsch für die Zukunft sei auch, „dass Sie beim Blick zurück immer wieder zur Haltung der Dankbarkeit finden - zur Dankbarkeit gegenüber dem Ehepartner, den Familienmitgliedern, zur Dankbarkeit gegenüber Gott“, so der Eichstätter Bischof.

Nach der Predigt spendeten der Bischof und weitere Geistliche den Paaren den Einzelsegen. Die musikalische Gestaltung hatten der Chor der Stadtpfarrkirche Berching und das Bläserquartett Hilpoltstein unter der Leitung von Regionalkantor Peter Hummel übernommen.

„Bereichernde Woche“

Rund 4000 Menschen sind vom 7. bis 13. Juli unter dem Motto „Deine Sendung – unser Auftrag“ an das Grab des heiligen Willibald, des ersten Bischofs von Eichstätt, gepilgert. Dazu gehörten auch über 300 Kindergartenkinder aus den Dekanaten Nürnberg-Süd und Roth-Schwabach sowie rund 500 Frauen und Männer, die in Blaulicht-Berufen tätig sind. Gastredner waren unter anderem der Fuldaer Bischof Michael Gerber am Tag der pastoralen Dienste und Bayerns frühere Sozialministerin Emilia Müller am Frauennachmittag.

Der Eichstätter Bischof zog eine positive Bilanz der Willibaldswoche, die zum zehnten Mal in dieser Form stattgefunden hat. „Ich bin sehr dankbar für diese Woche. Sie bereichert den einzelnen Gläubige und auch uns hier in Eichstätt“, sagte Hanke. „Wir bekommen Kontakt mit sehr vielen Menschen, die Gespräche sind fruchtbar“. Die Willibaldswoche soll eine „Plattform der Begegnung und des Glaubens“ sein. Durch Veranstaltungen wie den Nachmittag der Frauen und den ökumenische Blaulicht-Abend seien in diesem Jahr neue Akzente gesetzt und das Spektrum der Begegnungen erweitert worden. „Die Pilger nehmen viele Eindrücke aus den Gottesdiensten und den Begegnungen mit dem Bischof und untereinander mit“, so das Fazit von Domkapitular Alfred Rottler, dem Cheforganisator der Willibaldswoche. „Es war eine frohe Stimmung spürbar, die hoffnungsvoll macht. Und es bleibt sicherlich auch ein Berührtsein im Glauben, das noch lange nachwirkt, mit Blick auf den heiligen Willibald.“

Die nächste Willibaldswoche soll von Samstag, 4. Juli, bis Samstag, 11. Juli 2020 stattfinden. Da der Eichstätter Dom dann aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen sein dürfte, werden die meisten Veranstaltungen voraussichtlich in der benachbarten Schutzengelkirche ihren Platz finden. Einen multimedialen Rückblick auf die diesjährige Festwoche ist unter www.willibaldswoche.de sowie in den sozialen Netzwerken unter dem Stichwort #willibaldswoche2019 abrufbar.
 

 



Einladung von Bischof Hanke

Bischof Gregor Maria Hanke lädt zur Willibaldswoche 2019 in Eichstätt ein. mehr... | Video

Willibaldswoche

Die Willibaldswoche findet seit 2009 jährlich statt. Anlass der Begegnungs- und Wallfahrtswoche für die Gläubige der Diözese Eichstätt ist der Gedenktag des Bistumsgründers Willibald, dessen Todestag der 7. Juli 787 war.

Gedanken zum Motto

Der Ausdruck „Deine Sendung“ bezieht sich zunächst auf Jesus Christus, der gekommen ist, den Willen des Vaters zu erfüllen und den Menschen die barmherzige Liebe Gottes in Wort und Tat zu künden. Das Wort „Deine Sendung“ kann jedoch auch auf den heiligen Willibald bezogen werden. Er hat seinerzeit zum Papst gesagt: „Wohin du mich sendest, will ich ohne Zögern gehen.“ Willibald hat sich die Sendung Jesu Christi zu eigen gemacht und ist selbst zum authentischen Glaubenszeugen geworden. Das Motto der Willibaldswoche lädt weiter ein, sich der Sendung Jesu Christi, die wir in Taufe und Firmung empfangen haben, zu vergewissern und daraus unser christliches Engagement in den verschiedenen Bereichen von Kirche und Gesellschaft zu vollziehen.

Alfred Rottler, Leiter der Hauptabteilung „Pastoral“ im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt und der „Arbeitsgruppe Willibaldswoche“

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