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14.07.2018

„Eine Kultur des Herzens und der Liebe“: 1000 Ehejubilare beim Abschluss der Willibaldswoche

Gottesdienst mit rund 1000 Ehejubilaren im Eichstätter Dom. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Gottesdienst mit rund 1000 Ehejubilaren im Eichstätter Dom. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Einzelpaarsegnung durch Bischof Hanke. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Einzelpaarsegnung durch Bischof Hanke. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Begegnung im Festzelt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Begegnung im Festzelt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Mit einem Begegnungsfest für rund 500 Ehepaare, die seit 50 Jahren verheiratet sind, ist die diesjährige Willibaldswoche am Samstag, 14. Juli, zu Ende gegangen. In seiner Predigt im vollbesetzten Eichstätter Dom ermunterte Bischof Gregor Maria Hanke die Ehejubilare, „an einer Kultur des Herzens und der Liebe weiterzubauen“. Eine solche Kultur versuche den Anderen mit dem Herzen zu sehen und ihm mit dem Herzen zu begegnen.

„Leben gestalten aus der Kultur des Herzens“ – das sei wichtig für eine Gesellschaft, der es schwer falle, mit dem Herzen zu sehen, „die sich auf Ehe als ein Miteinander auf Probe mit Rückgaberecht beschränken möchte“. Die Jubelpaare haben nach den Worten von Bischof Hanke über 50 Jahre in ihrer ehelichen Beziehung um eine lebendige Kultur des Herzens gerungen. „Sonst stünden sie heute nicht hier“. Der Bischof dankte ihnen in Namen der Kirche, „da ihr Ringen miteinander und ihr gemeinsamer Weg in Freud und Leid Familie als Kirche im Kleinen aufgebaut hat“.

Kirche aufbauen, das sei auch das Anliegen des ersten Bischofs von Eichstätt gewesen. Deshalb habe die Diözese Eichstätt die Ehejubilare zum Abschluss der Willibaldswoche an das Grab des heiligen Willibald eingeladen. „Bauen Sie in Ihrer Ehe unverdrossen weiter an dieser Kultur des Herzens und der Liebe“, sagte Bischof Hanke den Jubelpaaren. Er forderte sie auf, Zeugnis von ihrem Mühen zu geben, „den Kindern und vor allem den Enkeln, die in der Mentalität einer Wegwerfgesellschaft heranwachsen, in der der Mitmensch austauschbar wird als Einwegmensch“.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes für die Ehejubilare stand die Einzelsegnung der Paare durch Bischof Hanke und mehrere Geistliche. Die musikalische Gestaltung übernahm das Vokalensemble „voicepack“ aus Weißenburg unter der Leitung von Pius Amberger in Zusammenspiel mit Regionalkantor Christoph Hämmerl aus Ingolstadt an der Orgel. Die Kollekte des Festgottesdienstes kommt einem pastoral-sozialen Projekt in der Pfarrei Sainte Croix de Ntita in der Eichstätter Partnerdiözese Gitega/Burundi zugute. Beim Mittagessen im Festzelt hatten die Ehepaare Gelegenheit zur Begegnung mit Bischof Hanke. Ein Orgelkonzert und eine Andacht in der Schutzengelkirche rundeten das Programm ab.

Zentrale Plattform für Begegnung

Rund 5000 Gläubige aus dem Bistum Eichstätt haben an den Gottesdiensten und Veranstaltungen der Willibaldswoche 2018 teilgenommen. Zu den Höhepunkten zählten neben der Begegnung für Ehejubilare der Tag der Kirchenchöre mit über 800 Teilnehmern und die Sternwallfahrt der Pfarreien und Pastoralräume mit rund 600 Pilgern.

Bischof Gregor Maria Hanke zeigte sich erfreut über die hohe Resonanz der Festwoche, die in dieser Form zum neunten Mal in Folge stattgefunden hat. „Ich bin sehr dankbar, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt sind, zum Grab des heiligen Willibalds zu kommen, zu pilgern, sich hier zu versammeln und gemeinsam Liturgie zu feiern“. Durch die Begegnungen und die verschiedenen Veranstaltungen hätten sie ihren Glaubensweg geteilt und seien „hoffentlich gestärkt nach Hause gegangen“. Auch in Zukunft brauche es Räume, in denen Begegnung aus dem Glauben und gegenseitige Bestärkung erfahrbar werde. „Die Willibaldswoche ist eine solche zentrale Plattform in unserem Bistum“, sagte der Bischof.

Auch Domkapitular Alfred Rottler, im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt hauptverantwortlich für die Organisation der Willibaldswoche, zog eine positive Bilanz der größten Veranstaltung im Kirchenjahr des Bistums. „Nach dem Motto der Festwoche ‚Glaube bewegt‘ haben sich vielen Menschen bewegen lassen, an das Grab des heiligen Willibald zu pilgern, Gottesdienst zu feiern, sich zu begegnen und sich neu aussenden zu lassen“.

Die Willibaldswoche in Eichstätt wird seit 2009 rund um den Todestag des heiligen Willibald gefeiert. Der Missionar aus Südengland und erster Bischof von Eichstätt ist am 7. Juli 787 gestorben. Die nächste Willibaldswoche findet von Sonntag, 7. Juli, bis Samstag, 13. Juli 2019, statt. Weitere Informationen, Bilder, Videos und Hörfunkbeiträge sind unter www.willibaldswoche.de abrufbar.

 



Einladung des Bischofs

"Glaube bewegt": Bischof Gregor Maria Hanke lädt zur Willibaldswoche ein

Willibaldswoche

Die Willibaldswoche findet seit 2009 jährlich statt. Anlass der Begegnungs- und Wallfahrtswoche für die Gläubige der Diözese Eichstätt ist der Gedenktag des Bistumsgründers Willibald, dessen Todestag der 7. Juli 787 war.

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat Eichstätt
Hauptabteilung III: Pastoral und kirchliches Leben
Luitpoldstr. 2,
85072 Eichstätt,
Tel. (08421) 50-601
Fax (08421) 50-609, oder 50-628
E-Mail: seelsorgeamt(at)bistum-eichstaett(dot)de