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12.07.2019

„Ein neues Männerbild“: Rund 600 Pilger bei Wallfahrt der Männer

Wallfahrt der Männer: Prozession zum Eichstätter Dom. Foto: Geraldo Hoffmann

Pilger bei der Wallfahrt der Männer auf dem Weg zum Eichstätter Dom. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Begegnung im Festzelt. Foto: Geraldo Hoffmann

Begegnung mit Bischof Hanke im Festzelt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Rund 600 Männer aus dem Bistum Eichstätt sind am Freitag, 12. Juli, dem vorletzten Tag der Willibaldswoche, an das Grab des heiligen Willibald gepilgert. Bei einem Pontifikalamt mit Bischof Gregor Maria Hanke im Eichstätter Dom rief Monsignore Richard Distler sie auf, sich an einem neuen Männerbild zu orientieren, Mut zum Erziehen zu haben – besonders bei der Glaubensweitergabe – und sich in gesellschaftspolitische Diskussionen einzumischen.

Vor allem bei jungen Vätern entstehe ein neues Männerbild, das bedeute: „Mehr da sein für die Kinder und die Familie sowie Arbeitsteilung im Haushalt mit den Frauen, die auch berufstätig sind.“ Der langjährige Pfarrer an der Hofkirche und Dekan von Neumarkt sagte in seiner Predigt, es sei ein Stück Lebensglück, wenn die Kinder merkten: „Der Vater hat Zeit für uns, er hat eine pflegerische Seite, er zeigt Gefühle, ist wertschätzend und führt eine partnerschaftliche Ehe auf Augenhöhe.“

Zugleich rief Distler die Männer auf, sich stärker in gesellschaftliche Auseinandersetzungen einzubringen. Deutschland erlebe momentan einen radikalen Umbruch. Er nannte diesbezüglich die Debatten über Lockerung von Abtreibung und Euthanasie, Erbgut-Manipulation, Hass im Internet, Respektlosigkeit gegenüber Migranten, „Ehe für alle“ und die Aushöhlung des Sonntags. „Jetzt aber nicht bloß zuschauen, sich gut informieren, den Mund aufmachen und sich einmischen, auch was Kirche betrifft“, sagte der Prediger.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Blasorchester des diözesanen Schulzentrums Rebdorf unter der Leitung von Michael Simon gestaltet. Eine Ministrantengruppe aus der Pfarrei Elbersroth, der Heimat von Bischof Hanke, war zum Dienst am Altar angereist. Bilder und ein Videomittschnitt des Gottesdienstes sind unter www.willibaldswoche.de abrufbar.

Bilder | Insta-Story | Videomitschnitt



Einladung von Bischof Hanke

Bischof Gregor Maria Hanke lädt zur Willibaldswoche 2019 in Eichstätt ein. mehr... | Video

Willibaldswoche

Die Willibaldswoche findet seit 2009 jährlich statt. Anlass der Begegnungs- und Wallfahrtswoche für die Gläubige der Diözese Eichstätt ist der Gedenktag des Bistumsgründers Willibald, dessen Todestag der 7. Juli 787 war.

Gedanken zum Motto

Der Ausdruck „Deine Sendung“ bezieht sich zunächst auf Jesus Christus, der gekommen ist, den Willen des Vaters zu erfüllen und den Menschen die barmherzige Liebe Gottes in Wort und Tat zu künden. Das Wort „Deine Sendung“ kann jedoch auch auf den heiligen Willibald bezogen werden. Er hat seinerzeit zum Papst gesagt: „Wohin du mich sendest, will ich ohne Zögern gehen.“ Willibald hat sich die Sendung Jesu Christi zu eigen gemacht und ist selbst zum authentischen Glaubenszeugen geworden. Das Motto der Willibaldswoche lädt weiter ein, sich der Sendung Jesu Christi, die wir in Taufe und Firmung empfangen haben, zu vergewissern und daraus unser christliches Engagement in den verschiedenen Bereichen von Kirche und Gesellschaft zu vollziehen.

Alfred Rottler, Leiter der Hauptabteilung „Pastoral“ im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt und der „Arbeitsgruppe Willibaldswoche“

Kontakt

Bischöfliches Ordinariat Eichstätt
Hauptabteilung III: Pastoral
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85072 Eichstätt,
Tel. (08421) 50-601
Fax (08421) 50-609, oder 50-628
E-Mail: seelsorgeamt(at)bistum-eichstaett(dot)de