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Misereor Gast Erika Xiomara Torres Barrera

Erika Xiomara Torres Barrera wurde 1989 in Guazapa, El Salvador geboren. Sie ist mit ihren drei Geschwistern teils auf dem Lande, teils später im Ballungsgebiet von San Salvador aufgewachsen. Sie engagierte sich als Jugendliche in der Kirche. Ihr Studium der Sozialarbeit hat sie an der Universität von El Salvador (2008-2013) absolviert. Sie hat sich dabei ihren Unterhalt selbst finanziert, indem sie gleichzeitig studierte und arbeitete.

Bevor Erika Torres zu FUNDASAL kam, war sie in einem Frauenrechts-Verein sowie in einem Kleinkind-Erziehungsprojekt tätig. Seit 2010 steht sie in Kontakt mit der von FUNDASAL begleiteten Jugendgruppe „Ganzheitliche Jugend El Sauce“ (JIES), die hauptsächlich Aktionen zur Verbesserung des gemeindlichen  Zusammenlebens und Kurse wie z.B. Führungstrainings für Kinder und Jugendliche durchführt, und mit der sie nach wie vor zusammenarbeitet.

Parallel dazu war sie noch in andere Prozesse der Gemeindeorganisation involviert; so etwa Bestandsaufnahmen von Sturmschäden in Gemeinden, die im Krater des Vulkans von San Salvador liegen.

Als Freiwillige hat Erika Torres Workshops für gefährdete Kinder und Jugendliche abgehalten. Neben ihrer Erwerbstätigkeit hat sie z.B. an Kursen über genderspezifische Gewalt, Kinderrechte und gegenseitige Bildungsprozesse unter Jugendlichen teilgenommen.

Jetzt ist sie bei FUNDASAL in der Abteilung für Sozialförderung tätig, welche aus einem Team von Sozialarbeitern besteht. Hier begleitet Erika Torres Jugendgruppen bei der Stärkung ihres gemeinschaftlichen Zusammenlebens und der politischen Einflussnahme für würdigen Wohnraum. Der wichtigste Beitrag des Projekts besteht für sie in der Stärkung der sozialen Basisorganisationen und Jugendgruppen.

Es werden gemeinsame Diagnosen und Aktionspläne zu den lokalen Problemen erstellt, Bildungsprozesse zur Wohnraumproblematik, Selbstorganisation, Leadership unter Jugendlichen initiiert und die Komitee-Bildung sowie öffentliche Debatten auf den Weg gebracht.

Ihre konkreten Aufgaben sind unter anderem die Entwicklung von Materialien und Methoden für Workshops, gemeinsame Planung mit den Leitern der begleiteten Gruppen und Begleitung ihrer Aktivitäten, Mobilisierungen für die Einforderung von Rechten – neben Wohnraumfragen auch z. B. zu Umweltthemen, Zugang zu Land, Wasser und angemessener Ernährung.