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Umweltpolitik des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt

Präambel

Wir Christen bekennen Gott als den Schöpfer und Ursprung unseres Lebens. Er hat uns Menschen als sein Abbild geschaffen und uns die Erde anvertraut
(Gen 1,27-29; 2,15). Dies begründet unsere besondere Stellung innerhalb der Schöpfung, aber gleichzeitig unsere Verantwortung für alle Formen des Lebens. Die Erde und die Vielfalt ihrer Lebewesen sind uns Menschen anvertraut. Wir sind für unseren Umgang mit der Schöpfung verantwortlich vor Gott, vor den heutigen Menschen und vor den künftigen Generationen.

Deshalb setzen wir uns dafür ein,

  • natürliche Lebensgrundlagen zu schützen und zu pflegen,
  • eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und
  • Umwelt- und Klimaschutz im Denken und Handeln aller zu verankern.

Leitlinien

Wir verstehen Schöpfungsverantwortung als eine Kernaufgabe der Kirche

Aus unserer Schöpfungsverantwortung heraus betrachten wir den Schutz der Umwelt als eine Kernaufgabe, die alle Bereiche kirchlichen Handelns berührt. Dabei halten wir die geltenden Umweltschutzbestimmungen ein und verfolgen das Ziel, unsere Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

Wir achten das Lebensrecht künftiger Generationen

Wir berücksichtigen bei unserem Handeln die begrenzte Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme und die beschränkte Verfügbarkeit von Energievorräten. Wir suchen Entscheidungen, deren Auswirkungen auch künftigen Generationen Raum zum Leben lassen.

Wir achten das Lebensrecht der Menschen in allen Regionen der Welt

Wir wollen mit den Rohstoffen dieser Erde so umgehen, dass unsere Lebensqualität nicht Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Armut in der Einen Welt auslöst.

Wir achten und schützen Pflanzen und Tiere

Die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Pflanzen und Tieren und ihren Lebensräumen wollen wir bei unserem Handeln schonen und fördern. 

Wir handeln dauerhaft umweltgerecht und sozialverträglich

Wir suchen bei allen Vorhaben die Wege, die die Umwelt am wenigsten belasten, und fördern nachhaltiges Wirtschaften. Das bedeutet:

  • Wir nutzen Energie und Wasser sparsam und umweltgerecht.
  • Wir beschaffen bevorzugt die in Herstellung, Gebrauch und Entsorgung insgesamt umweltfreundlichsten Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.
  • Wir bevorzugen fair gehandelte Produkte.
  • Wir sorgen dafür, dass in allen Bereichen Abfälle vermieden und unvermeidbare Abfälle verwertet oder umweltverträglich entsorgt werden.
  • Wir achten bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen auf die Umweltverträglichkeit.
  • Wir führen unsere Dienstreisen möglichst umweltverträglich durch.
  • Wir bemühen uns um ethisch nachhaltige Geldanlagen.

Wir handeln als lernende Solidargemeinschaft

Wir fördern das Verantwortungsbewusstsein und das aktive Handeln aller Beschäftigten für den Umweltschutz durch Information und Fortbildungsangebote. Damit streben wir eine Organisationskultur an, die maßgeblich auf dem Umwelt- und Qualitätsbewusstsein sowie dem Mitdenken und der Motivation aller Beteiligten aufbaut.

Wir fördern ein kirchliches Umweltmanagement

Als Instrument zur Umsetzung unserer Grundsätze führen wir ein Umweltmanagementsystem ein, das einen kontinuierlichen Prozess zur Optimierung unserer Umweltwirkungen begründet.

Wir führen regelmäßig Umweltprüfungen durch, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche, veröffentlichen die Ergebnisse in einer Umwelterklärung und stellen uns damit der öffentlichen Diskussion.

In Kraft gesetzt am 17.11.2014 durch Generalvikar Isidor Vollnhals.
In dieser Fassung gilt diese Leitlinie vorläufig bis zur Zertifizierung des Bischöflichen Ordinariates Eichstätt nach EMAS.