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Taufe: Von Gott erwählt und zu Gott gehörend

Am Sonntag nach Erscheinung des Herrn ("Dreikönig") feiert die Kirche das Fest der Taufe des Herrn. Gemeint ist zunächst die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. Mit diesem Tag endet die Weihnachtszeit. Theologisch ist das Fest der Taufe des Herrn - ähnlich wie das Fest der Erscheinung des Herrn - ein Bekenntnis zu Jesus Christus, als dem vorausgesagten Messias. Im Eröffnungsvers zur Messfeier heißt es: "Als Jesus getauft war, öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und die Stimme des Vaters aus dem Himmel sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe." Die Gläubigen gedenken an diesem Tag jedoch auch gerne ihrer eigenen Taufe. So heißt es etwa im Tagesgebet: „Allmächtiger, ewiger Gott, bei der Taufe im Jordan kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab, und du hast ihn als deinen geliebten Sohn offenbart. Gib, dass auch wir, die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind, in deinem Wohlgefallen stehen und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben.“

Die Taufe ist das Eingangstor zum Christ-Sein. In Christi Wort, „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,19) ist der Auftrag zur Spendung der christlichen Taufe grundgelegt. Dieses Wort macht deutlich, dass die Taufe letztlich nicht nur eine einmalige Feier ist, sondern eine Lebenswende hin zu Christus und somit ein Zeichen des Glaubens an den dreifaltigen Gott.

Wo Gottes Liebe spürbar wird

Früher war es selbstverständlich, dass Säuglinge oder Kleinkinder getauft werden. Heute wird dies vielfach abgelehnt oder zumindest in Frage gestellt. Immer wieder hört man von Eltern: „Unser Kind soll sich später einmal selbst entscheiden, ob es getauft werden will oder nicht.“ Das Sakrament der Taufe