Zum Inhalt springen
09.11.2018

Wort-Gottes-Feiern im Bistum Eichstätt: Online-Umfrage zur Praxis in den Pfarreien

Beim Wortgottesdienst steht die Feier der Gegenwart Christi im Hören der Schriftlesungen im Mittelpunkt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Beim Wortgottesdienst steht die Feier der Gegenwart Christi im Hören der Schriftlesungen im Mittelpunkt. pde-Foto: Geraldo Hoffmann

Eichstätt. (pde) – Im Bistum Eichstätt finden neben der sonntäglichen Eucharistiefeier vor allem an Werktagen verschiedene Formen von Wortgottesdiensten statt, die von Laien vorbereitet und geleitet werden können. Wie verbreitet diese sogenannten „Wort-Gottes-Feiern“ in den Pfarreien sind, will die Diözese mit einer Umfrage ermitteln.

Ziel der Umfrage-Aktion ist es herauszufinden, inwiefern diese Möglichkeiten gemeinsamen Betens und Feierns ohne priesterliche Leitung bei den Gläubigen im Bistum Eichstätt bekannt sind. „Außerdem interessiert uns, an welcher Stelle und mit welchen Mitteln die vielen Charismen und Talente in diesem Bereich des kirchlichen Lebens gefördert werden können“, erklärt Thomas Schrollinger vom Fachbereich Pastorale Konzeption und Innovation im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt.

An der Umfrage können sich bis 31. Dezember alle anonym beteiligen, die im Bistum Eichstätt beheimatet sind. Der Fragebogen kann online ausgefüllt und verschickt werden unter: www.bistum-eichstaett.de/umfrage. Das Ergebnis wird veröffentlicht und dient als Grundlage für weitere konzeptionelle Hilfestellungen für die Seelsorge in den Pastoralräumen. Im Rahmen der Willibaldswoche 2020 soll das Thema „Wort Gottes“ in der Liturgie eigens als Schwerpunkt aufgegriffen werden.

„Die sonntägliche Eucharistiefeier ist und bleibt für Katholiken der Höhepunkt des gemeinsam Kircheseins“, sagt Schrollinger. Darüber hinaus gebe es vor allem für Werktage vielfältige Möglichkeiten gottesdienstlicher Feiern. Die Bandbreite reiche im Bistum Eichstätt von klassischen Andachten bis hin zu neuen liturgischen Formen wie zum Beispiel „Frühschichten“ oder „Nacht der Lichter“, die oft auch ökumenisch ausgerichtet werden. „Hier nehmen wir ein wachsendes Engagement der Gläubigen wahr“, sagt der Eichstätter Liturgiereferent Werner Hentschel.

In der katholischen Kirche wurden bereits mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) „Wort-Gottes-Feiern“ als eigenständige Gottesdienste beschrieben. Der wesentliche Unterschied zur Heiligen Messe besteht darin, dass es beim Wortgottesdienst keine eucharistische Wandlung der Gaben von Brot und Wein in Leib und Blut Christi durch den Priester gibt. Die Grundstruktur für eine solche Feier findet sich unter den Nummern 668 bis 671 im „Gotteslob“, dem katholischen Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen Bistümer.