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07.05.2019

Die Grabdenkmäler im Dom: Geistiger Mittagstisch am 15. Mai in Eichstätt

Epitaph für Marquard Wilhelm von Schönborn im Eichstätter Dom

Epitaph für Marquard Wilhelm von Schönborn im Eichstätter Dom, um 1770 (Foto: Konrad Rainer, Salzburg – Bildrechte: Domkapitel Eichstätt).

Eichstätt. (pde) – Zwei prächtige Grabdenkmäler im Eichstätter Dom stehen im Mittelpunkt des nächsten Geistigen Mittagstischs am Mittwoch, 15. Mai. Die Denkmäler gehen zurück auf Entwürfe des Eichstätter Hofbaudirektors Maurizio Pedetti. Während das reich ausgestaltete, spätbarocke Epitaph für den Eichstätter und Bamberger Dompropst Marquard Wilhelm Graf von Schönborn ein letztes Aufbäumen des Rokoko zeigt, vertritt das Denkmal für Fürstbischof Raymund Anton Graf von Strasoldo bereits die Kühle des Klassizismus. Die Kurzführung von Claudia Grund beginnt um 12.15 Uhr am Hauptportal des Eichstätter Doms. Die Teilnahmegebühr beträgt zwei Euro.

Am 13. Oktober jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des letzten Eichstätter Hofbaumeisters, Maurizio Pedetti. Geboren in Casco d’Intelvi (Provinz Como), erlernte er von dem Architekten Lorenzo Retti, Großvater mütterlicherseits, das Zeichnen. Nachdem er in Ludwigsburg die Baukunst erlernt hatte, wirkte er an den Höfen in Ansbach, München. Bruchsal, Mannheim sowie in Polen. 1750 erhielt er die Stelle des er Hofbaudirektors in Eichstätt, die er bis zu seinem Tode 1799 innehatte. Gefördert durch den kunstsinnigen Auftraggeber Bischof Raymund Anton Graf von Strasoldo sorgte Pedetti in Bistum und Hochstift Eichstätt für eine letzte spätbarocke Blütezeit, die mit der Säkularisation ab 1802 endgültig abbrach.