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07.01.2019

Alpenwelt und Spirituals: Alphörner erklingen im Eichstätter Dom

Das Ensemble Armin Rosin bei einem ähnlichen Konzert mit Alphörnern. pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Das Ensemble Armin Rosin bei einem ähnlichen Konzert mit Alphörnern. pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Prof. Armin Rosin und Domorganist Martin Bernreuther (v. l.). pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Prof. Armin Rosin und Domorganist Martin Bernreuther (v. l.). pde-Foto: Stephanie Bernreuther

Eichstätt. (pde) – Ungewohnte Klänge werden bei einem Domkonzert in Eichstätt am 13. Januar um 17 Uhr zu hören sein: Ein Ensemble rund um Armin Rosin gestaltet zusammen mit dem Eichstätter Domorganisten Martin Bernreuther ein Konzert für Alphörner, Posaunen, Percussion und Orgel. Die Bandbreite des Programms reicht von der Barockmusik über die Klassik bis hin zu Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Außerdem besteht ein Teil des Konzertes aus der Neuinterpretation von bekannten Negro-Spirituals.

Das Konzert wird eröffnet mit der Meditation für zwei Alphörner, Bassposaune, Pauken und Orgel von Nimra Korinthos (geb. 1939). Es folgen vier Neubearbeitungen historischer Themen für drei Alphörner, Pauken und Orgel von Armin Rosin sowie Madrigale aus dem 16. Jahrhundert für 3 Posaunen. Vom Barockkomponisten Paul Weiwanowski (1633-1693) stammt eine Sonate für drei Posaunen und Orgel. In gleicher Besetzung erklingt ein Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Den Abschluss des Konzertes bilden sieben bekannte „Negro-Spirituals“, darunter „Glory Hallelujah“, „Amazing Grace“ und „Over in the Gloryland“. Außerdem spielt Martin Bernreuther auf der Domorgel das „Offertoire en Symphonie concertante“ von Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier (1734-1794) und die „Rhapsodie sur des Noëls“ von Eugène Gigout (1844-1925).

Professor Armin Rosin gilt als Pionier der modernen Posaune. Er studierte in München Posaune, in Salzburg Gesang und Dirigieren, außerdem Musikwissenschaften und Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Mit 21 Jahren war Rosin Soloposaunist der Bamberger Symphoniker, mit 28 Jahren wechselte er zum Radio-Sinfonieorchester nach Stuttgart. Nach 22 Jahren Orchester-Praxis wurde er 1980 auf eine ordentliche Professur für Posaune an die Stuttgarter Musikhochschule berufen. Als Solist spielte er 1973 die allererste Schallplatte mit Posaunen-Konzerten auf der ganzen Welt ein. Armin Rosin leitet ein Posaunen-Ensemble sowie das „Trio Armin Rosin“ mit Trompete, Posaune und Tasteninstrument. 2000 gründete er das „Egerländer Alphorn-Terzett“ und regt Komponisten an, anspruchsvolle Werke für das bisher überwiegend in der Volksmusik gebrauchte Naturinstrument Alphorn zu schreiben. Beim Konzert im Eichstätter Dom wird Rosin von den renommierten Posaunisten Slawa Chumaschenko und Dieter Eckert (Posaunen und Alphörner) sowie Claudius Heinzelmann (Percussion) begleitet.

Karten zu 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) sind im Vorverkauf über die Geschäftsstellen des Donaukuriers sowie am Konzerttag selbst ab 16.30 Uhr im Vorraum zum Willibaldschor erhältlich.