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St. Martin: Fest eines populären Heiligen

Wenn rund um den 11. November die Kinder mit ihren Laternen auf die Straße gehen, dann tun sie das nicht nur, um - wie im Rheinland - den Karneval zu beginnen, sondern sie gehen ganz weit zurück in die Geschichte: Der heilige Bischof Martin von Tours lebte etwa zwischen den Jahren 316 und 397 (die genauen Daten sind umstritten). Er war beim Volk sehr beliebt, weil er wohl ein bodenständiger, gerechter und treusorgender Bischof war, der nicht lange fackelte, sondern handelte. Die berühmte Legende von der Mantelteilung ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Sein Gedenktag am 11. November markiert nicht den Todestag, wie bei den meisten Heiligen üblich (8. November), sondern den Tag der Beisetzung, die angeblich bereits damals unter größter Anteilnahme der Bevölkerung stattfand. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein war er - vor allem im Rheinland - von zahlreichen Heischebräuchen, etwa den Martinsfeuern begleitet. Kurz vor Beginn der Adventszeit, die als kleine Fastenzeit galt, war somit auch die Gelegenheit für ausgelassene, karnevalistische Feiern gegeben.

Fast 200 Jahre Tradition - Eine kurze Geschichte der Martinszüge

Um Sankt Martin ziehen an vielen Orten die Kinder mit Laternen durch die Straßen. Vornean meistens ein heiliger Martin auf dem Schimmel, nebst Mantel und Bettler. Den Brauch gibt es seit bald 200 Jahren. Wie er entstanden ist, weiß Brauchtumsforscherin Dagmar Hänel. Hörfunk-Beitrag

11.11.2019

Erster Martinsumzug um den Hahnenkammsee

Kind mit Laterne im Kinderwagen beim Laternenumzug
Bis heute ist der heilige Martin wegen seines großen Herzens bei den Menschen bekannt und beliebt. Deshalb feiern Gläubige jedes Jahr seinen Gedenktag am 11. November, wie auch im mittelfränkischen Hechlingen am See.
11.11.2018

Laternen und Lieder - Martinsumzug in Eichstätt

Link zum Videobeitrag "Laternen und Lieder - Martinsumzug in Eichstätt
Der heilige Martin ist Schutzheiliger der Reiter, der Armen und Bettler, aber im weiteren Sinne auch der Flüchtlinge und Soldaten. Vor allem bei Kindern ist er beliebt. Zu seinen Ehren feiern wir am 11. November den Martinstag.
07.11.2018

St. Martin - Traditionen und Bräuche

Link zum Videobeitrag "St. Martin - Traditionen und Bräuche"
Der Franzose Martin von Tours gab seine Stellung als Hauptmann auf und wurde Bischof. Heute nennt man ihn geläufig den St. Martin bzw. heiligen Martin. Er ist Schutzheiliger der Reiter, der Armen und Bettler, aber im weiteren Sinne auch der Flüchtlinge und Soldaten.
20.04.2018

Besonderer Ort: St. Martin in Greding

Der besondere Ort: St. Martin in Greding.
Aus dem 11. Jahrhundert stammt der Taufstein in St. Martin in Greding - ein besonderes Stück aus der Anfangszeit der romanischen Basilika.
12.11.2013

20. Lengenfelder Martiniritt 2013

Der traditionelle Martiniritt durch Lengenfeld ist jedes Jahr ein Besuchermagnet. Mehrere Hundert Gläubige sowie viele Reiter und prächtig geschmückte Pferde nehmen teil. Zum 20jährigen Jubiläum des Wiederauflebens der Tradition, war im Jahr 2013 auch Bischof Gregor Maria Hanke gekommen.