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03.03.2021

Buch des Monats März: „Der Chamäleonvogel“

Buchcover „Der Chamäleonvogel“. Foto: © Gütersloher Verlagshaus

Eichstätt. (pde) – Die Ostergeschichte einmal anders erzählt – liebevoll, emotional und anschaulich dargestellt: Darum geht es im Bilderbuch „Der Chamäleonvogel“, das Religionslehrerin Maria Hauk-Rakos in der Reihe „Buch des Monats“ in Zusammenarbeit mit der Schulabteilung der Diözese Eichstätt vorstellt. In ihrer Rezension greift sie die aktuelle Pandemie-Situation auf und bestärkt die Menschen in ihrer Hoffnung, dass es ein „Danach“ geben wird.

Bekämen wir die Aufgabe, unsere derzeitige Situation in Farben umzusetzen, würden wohl momentan (noch) die dunklen, grauen Töne überwiegen. Schließlich ist das Covid-Virus nach wie vor präsent in unserem Leben und scheint selbst die aufleuchtenden Farben der ersten, blühenden Vorboten des Frühlings zu dämpfen. Wie ein grauer Schleier liegen die Ängste und Belastungen auf vielen Gesichtern – so wie auf den Federn des „Chamäleonvogels“, die grau und schwarz werden, wenn er traurig ist. Hermann-Josef Frisch erzählt in seinem Bilderbuch in einfühlsamen Worten und kindgerechter Sprache von Leben, Sterben und Auferstehung Jesu – durch die Augen und Farben des „Chamäleonvogels“ betrachtet. Seite für Seite mit dem Chamäleonvogel begleiten die in warmen Farben gehaltenen, zarten Aquarelle des bulgarisch-deutschen Künstlers Ivan Gantschev große wie kleine Leserinnen und Leser durch die Lebensgeschichte Jesu.

Der „Chamäleonvogel“ spiegelt dabei Gefühle wie Trauer und Freude gleichermaßen wieder. Während er von Jesus und seiner Liebe zu den Menschen erzählt, strahlt sein Federkleid bunt. Graue und schwarze Töne nimmt das Gefieder des Vogels an, als Jesus den Kreuzweg antritt und schließlich verschwindet der Chamäleonvogel im Dunkel des Todes – so wie Jesus, der am Kreuz stirbt.

Der Tod, dieser dunkelste Moment im Leben, ist zugleich auch die Mitte des Buches, die uns zeigt: Auch, wenn wir es nicht wollen: Das schwierige Thema Tod und Sterben umfängt uns „mitten im Leben“ – ungefragt und ungewollt. Doch wir können diese Seite im Buch „weiterblättern“ – und es tut gut, zu sehen, wie bildlich die Schwärze des Karfreitags in den anbrechenden Ostermorgen übergeht. Mit den drei Frauen und dem Chamäleonvogel, dessen Gefieder sich nun von Seite zu Seite verändert und leuchtender zeigt, machen wir uns beim weiteren Betrachten auf und gehen der Auferstehung entgegen, denn es wird ein „Danach“ geben, nach den vielen dunklen Stunden. Ein „Danach“, in dem sich die bunten Farben des (Über-)Lebens wieder Bahn brechen werden. Ein hoffnungsvolles „Danach“, weil Gott und das Leben immer einen Weg finden, mag die Nacht auch noch so dunkel sein, so wie es auch der Philosoph Ernst Hauschka treffend formuliert hat: „Der Karfreitag geht zu Ende. Ostern dauert an.“

Ein besonders wertvolles Bilderbuch, das das Ostergeschehen einmal „anders“ in den Blick nimmt. Besonders hervorzuheben sind die Erläuterungen und Hinweise zu den jeweiligen Text- und Bildseiten am Ende des Buches für Eltern und Erziehende.

Gesprächsimpulse und kreative Ideen zum Buch sind unter www.bistum-eichstaett.de/schule abrufbar.

Der Chamäleonvogel. Eine Ostergeschichte für Kinder und ihre Eltern. Hermann-Josef Frischmit Illustrationen vonIvan Gantschev. Ab 4 Jahren. Gütersloher Verlagshaus, ISBN:  978-3579023991.

Gesprächsimpulse und kreative Ideen zum Bilderbuch

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