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Ablauf der Weihe

Die Weihen zum dreistufigen Amt (Diakon, Priester, Bischof) werden stets innerhalb einer Heiligen Messe gespendet. Spender der Weihe ist stets ein Bischof, bei der Bischofsweihe sollen drei weihende Bischöfe anwesend sein, unter ihnen in der Regel der zuständige Metropolit (Erzbischof). 

Zu Beginn der Messe werden die Kandidaten für das Diakonat oder Priesteramt dem Bischof  vorgestellt. Nachdem der Verantwortliche (z.B. der Regens des Priesterseminars) dem Bischof versichert hat, dass die Kandidaten würdig sind, befragt der Bischof auch die anwesenden Gläubigen und erwählt sie dann zu ihren zukünftigen Ämtern. Bei der Bischofsweihe wird stattdessen der päpstliche Weiheauftrag verlesen.

Nach der Predigt bekunden die Kandidaten den Willen zur treuen Amtsführung und geben gegenüber dem Bischof das Gehorsamsversprechen ab (letzteres entfällt bei der Bischofsweihe). Danach betet die versammelte Gemeinde kniend die Allerheiligenlitanei für die Weihekandidaten, die längs ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden liegen, was verdeutlicht, dass sie sich ganz in die Hand Gottes begeben.

Der Kern der Weihe besteht in der Handauflegung auf das Haupt und dem Weihegebet durch den Bischof. Die Handauflegung erfolgt in Stille. Sie ist ein alter Gestus der Amtsübertragung, er deutet Erwählung und Indienstnahme sowie Segen an.
Das folgende Weihegebet beinhaltet bei der Diakonatsweihe die zentrale Bitte: „Sende auf sie herab, o Herr, den Heiligen Geist. Seine siebenfältige Gnade möge sie stärken, ihren Dienst getreu zu erfüllen.“ Dem entspricht als Mitte des Weihegebetes bei der Priesterweihe: „Allmächtiger Gott, wir bitten dich: Gib deinen Knechten die priesterliche Würde. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit. Gib, o Gott, dass sie festhalten an dem Amt, das sie aus deiner Hand empfingen; ihr Leben sei für alle Ansporn und Richtschnur. Segne, heilige und weihe deine Diener, die du erwählt hast.“ Danach legen auch alle anwesenden Priester den Neugeweihten die Hände auf. Bei der Bischofsweihe lautet der Kern des Weihegebetes: „Gieße jetzt aus über deinen Diener, den du erwählt hast, die Kraft, die von dir ausgeht, den Geist der Leitung. Ihn hast du deinem geliebten Sohn Jesus Christus gegeben, und er hat ihn den Aposteln verliehen. Sie haben die Kirche an den einzelnen Orten gegründet als dein Heiligtum, zur Ehre und zum unaufhörlichen Lob deines Namens.“

Nun folgen die ausdeutenden Riten. Bei der Diakonenweihe werden dem neuen Diakon seine liturgischen Gewänder (Stola und Dalmatik) umgelegt und das Evangelienbuch übergeben. Die Gewänder verweisen auf seine liturgischen Dienste, das Evangelienbuch deutet seine Aufgabe und sein Recht an, das Evangelium auch in der Hl. Messe zu verkünden.
Einem Neupriester werden nach Anlegen der priesterlichen Gewänder (Stola und Messgewand) die Hände mit Chrisam gesalbt. Der Priester wird in der Hl. Messe bei der Wandlung Brot und Wein, Leib und Blut Christi in seinen Händen halten und sie den Gläubigen reichen. Danach übergibt der Bischof dem Neupriester die liturgischen Gefäße der Hostienschale und des Zelebrationskelches, als „Ausrüstung“ für seinen Dienst am Altar. Dabei spricht der Bischof: "Nimm hin die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes."
Bei der Bischofsweihe wird dem neugeweihten Bischof das Haupt gesalbt. Danach erhält er das Evangelienbuch als Zeichen seiner Verkündigungsvollmacht überreicht, welches beim Weihegebet über sein Haupt gehalten wurde. Außerdem empfängt er den Bischofsring – der seine Treue zur Kirche verdeutlicht – und den Bischofsstab, der ihn als guten Hirten ausweist. 

Es schließt sich die Eucharistiefeier an, im Fall der Priesterweihe konzelebrieren die Neupriester beim weihenden Bischof, der als Hauptzelebrant fungiert.

Weihen finden in der Regel in der Kathedrale eines Bistums statt, können aber auch in einer anderen geeigneten Kirche des Bistums durchgeführt werden.Im Bistum Eichstätt werden Diakone in der Regel in der Schutzengelkirche in Eichstätt geweiht, Priester und Bischöfe im Eichstätter Dom. Diakone mit Zivilberuf können auch in ihren Heimatpfarreien geweiht werden. 

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Sakramente im Wandel von Zeit, Gesellschaft und Kirche

Die sieben Sakramente der katholischen Kirche stellte die Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt in einer siebenteiligen Reihe vor. KiZ-Serie zu den Sakramenten.

Weihe - Fragen und Antworten rund um das Sakrament der Weihe
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