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Kalenderwoche 23 vom 01. Juni 2020


Katholiken im Bistum Eichstätt spenden 141.000 Euro für die Diaspora - Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2019

Eichstätt, 02.06.2020. (pde) - Die katholischen Christen im Bistum Eichstätt haben im vergangen Jahr mit 141.000 Euro in Kollekten und Einzelspenden die Diasporahilfe des Bonifatiuswerkes unterstützt. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag am 17. November 2019 wurden im Bistum 53.000 Euro und gesammelt. Erstkommunionkinder und Firmbewerber spendeten im vergangen Jahr 36.000 Euro und 25.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora.

Mit 14 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im Geschäftsjahr 2019 Katholiken in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Das im Jahr 1849 gegründete Spendenhilfswerk konnte im 170. Jahr seines Bestehens 1.203 Projekte fördern. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 des kirchlichen Hilfswerks hervor. Die Spenden und Kollekten seien erfreulicherweise stabil geblieben, aufgrund der Corona-Pandemie zeigten sich jedoch bereits in diesem Jahr erste Rückgänge bei den Einnahmen. Zukünftig müsse sogar von einem erheblichen Rückgang ausgegangen werden. Zentrale Aufgabe des „Hilfswerkes für den Glauben“ ist die Solidarität mit den Christen in der Diaspora sowie die Glaubensweitergabe in einer zunehmend säkularen und pluralistisch geprägten Gesellschaft.

In den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und in den baltischen Staaten Estland und Lettland wurden 72 Bauprojekte mit 2,9 Millionen Euro, 1.017 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Millionen Euro und 74 Projekte der Glaubenshilfe mit 569.000 Euro unterstützt. Durch die Verkehrshilfe konnten 40 BONI-Busse mit 745.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden. In missionarische Initiativen sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen 1,9 Millionen Euro, in die Projektbegleitung 430.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 1,1 Millionen Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 4,5 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,9 Millionen Euro), Spenden, Beiträgen, Vermächtnissen und Schenkungen (5,8 Millionen Euro) und aus Mitteln des Diaspora-Kommissariats. Die Kollekten sind im Vergleich zum Vorjahr um 63.680 Euro (+ 1,3 Prozent) gestiegen.

Der Jahresbericht 2019 ist auf der Internetseite des Bonifatiuswerkes unter www.bonifatiuswerk.de zu finden

Begegnungen in virtuellen Räumen: Hochschulseelsorge in Coronazeiten

Eichstätt/Ingolstadt, 28.05.2020. (pde) – Gottesdienste, Diskussionsveranstaltungen, Beratungsgespräche, gemeinsames Kochen, Feiern und Spielen: Für das Sommersemester 2020 haben die katholischen Hochschulgemeinden (KHG) in Eichstätt und Ingolstadt ein vielfältiges und geselliges Programm zusammengestellt. Aufgrund der Coronakrise muss es jedoch laufend angepasst werden, einige Angebote sind nur digital umsetzbar. Die Verantwortlichen sehen darin auch eine Chance.

Mit einem Gottesdienst jeden Dienstag um 21 Uhr auf der Videokonferenz-Plattform Zoom bietet die KHG-Eichstätt Studierenden und Mitarbeitenden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und ins Gebet zu finden. Analog gibt es jeden Donnerstag um 12.15 Uhr eine Eucharistiefeier in der Katharinenkapelle. Durch die Umstellung auf digitale Formate wurde auch die Übungsgruppe zur „Gewaltfreien Kommunikation“ zuletzt wöchentlich angeboten. „Dadurch bestand die Möglichkeit, dass sich sowohl unser Trainer aus Bad Aibling als auch Studierende im Auslandssemester zuschalten und lernen konnten, wie gelingende Kommunikation in diesen veränderten Zeiten stattfinden kann“, erzählt Hochschulseelsorger Pater Stefan Weig.

Die musikalische „Atempause“ am Mittwoch erreiche digital nun ebenfalls mehr Zuhörer als das reale Treffen mittags im Theatron auf dem Universitätsgelände. In Zusammenarbeit mit der Musikpädagogik und der Stabsabteilung Kommunikation der KU stellt die KHG zu Pfingsten wieder einen spirituellen Impuls bereit. Ebenso wurde der „Lichtweg“, die sieben österlichen Stationen der Auferstehung, von Studierenden mit einem Bild versehen und ergänzt durch einen Impuls von der KHG digital geteilt. „In dieser Zeit entstehen viele neue Möglichkeiten, die frohe Botschaft zu teilen und neue Zuhörer dafür zu gewinnen“, sagt Pater Weig. Soziale Netzwerke würden genutzt, um in Kontakt zu bleiben und neue Kontakte herzustellen.

KHG-Ingolstadt

In „normalen“ Zeiten öffnet die KHG-Ingolstadt den Studierenden der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU sowie der Technischen Hochschule Ingolstadt Räume für Gottesdienste und Begegnung, zum Ausprobieren und Austausch. Das Bildungsangebot ist durch Formate wie „Kamingespräch“ und „Auf ein Glas mit…“ geprägt. „Die Begegnung mit interessanten Personen steht im Vordergrund, nicht die Wissensvermittlung“, erklärt Hochschulseelsorger Oswald Meyer. Grill- und Spielabende, Stadtführungen und weitere Angebote bauten darauf, Menschen zusammenzubringen, die sich dann in Übergängen des Lebens begleiten und unterstützen. „Dies alles ist so nicht mehr möglich, wenn Distanz gewahrt werden soll und Studierende in ihren Zimmern oder bei ihren Eltern online Wissen erwerben“, bedauert Meyer. Auch die informelle Begegnung mit Mitarbeitenden auf den Gängen der Hochschulen fehlt.

Da gerade die Gottesdienste von der Begegnung und persönlichen Nähe leben, lädt die KHG-Ingolstadt jeden Mittwoch zum Gottesdienst via Zoom ein. Studierende sind hier nicht nur Zuschauer, sondern bringen sich aktiv ein. Manche übernehmen die musikalische Gestaltung, andere lesen Texte, die Fürbitten können persönlich gesprochen oder in der Chatfunktion eingegeben werden. Selbst Austausch in Kleingruppen ist möglich. Bibeltexte können auf einer Whiteboard von allen kreativ bearbeitet werden, eine Abstimmungsfunktion lädt zur aktiven Mitgestaltung ein. „Schön ist, dass auf diese Weise auch Ehemalige wieder an Gottesdiensten teilnehmen können. Nach dem Gottesdienst bleiben viele – wie in normalen Zeiten – noch zur Brotzeit und Gespräch zusammen“, berichtet Meyer.

Soziale Netzwerke sind nach seiner Auffassung in der Zeit des Shutdowns unverzichtbar. Ausgehend von einem ansprechenden Bild des Fotografen Max Rahn lädt die KHG jede Woche zu einem kurzen Gedanken ein. Daneben hält die Hochschulgemeinde mit einem Newsletter Kontakt zu den Studierenden, in dem jede Woche ein ermutigender Gedanke in die Mailbox geworfen wird. Auch gesellige Veranstaltungen laufen langsam wieder an. „Ein Spieleabend über Zoom läuft ganz anders ab als im Thekenkeller der KHG und bietet überraschende Spielmöglichkeiten“, erzählt Meyer.

Bei persönlichen Krisen, Sorgen und Problemen nutzen die Hochschulseelsorger verschiedene Kanäle zur Beratung und Begleitung. „Auch wenn kein digitaler Kanal das persönliche Gespräch ganz ersetzen kann, kann man auch darüber die Sorgen der Studierenden teilen“, sagt Meyer. Nicht alles könne auf digitale Medien verlegt werden. Nach Vorlesungen und Seminaren am Computer seien viele Studierende froh, auch ein analoges Leben führen zu können, so Meyer: „Leider gehen einige nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten verloren: Jemandem zuzwinkern oder auch einmal tröstend den Arm um jemanden zu legen, das wird wohl noch länger fehlen.“ Dem pflichtet auch Pater Weig bei: „Unverzichtbar ist der persönliche Kontakt, den wir trotz Kontaktbeschränkungen auch weiter suchen.“

Weitere Informationen zu den Hochschulgemeinden gibt es unter www.khg-eichstaett.de und www.khg-ingolstadt.de.

Gemeinsam Pfingsten mit den Brüdern in Taizé virtuell feiern

Eichstätt, 28.05.2020. (pde) – Taizé nach Hause holt eine Gruppe Jugendlicher und junge Erwachsener im Bistum Eichstätt am Pfingstmontag, 1. Juni, und am Samstag nach Pfingsten, 7. Juni. Eigentlich hatte das Bistum für die kommende Woche (31. Mai bis 7. Juni) eine Jugendfahrt nach Taizé geplant. Die Reise nach Frankreich wurde wegen der Coronapandemie abgesagt. Die Gruppe „Taizé Travellers“, die mitfahren wollte, wird dennoch Pfingsten mit den Brüdern von Taizé feiern. Sie geht um 20.15 Uhr für eine „Watchparty“ online, um gemeinsam das Abendgebet via Livestream aus Taizé mitzubeten.

Die Zugangsinfos für Interessierte finden sich auf der Facebook-Seite und dem Instagram-Account @taizetravellers. Weitere Auskünfte erteilt Rowena Roppelt, Referentin für Jugendpastorale Projekte im Bischöflichen Jugendamt Eichstätt, unter Tel. (0178) 3161894, E-Mail: rroppelt(at)bistum-eichstaett(dot)de.

Taizé ist eine kleine Ortschaft in der Nähe von Cluny im Burgund (Frankreich). 1942 gründete Roger Schutz dort eine ökumenische, klosterähnliche Gemeinschaft (Communauté). Seit den 1960er Jahren finden in den Sommermonaten europäische Jugendtreffen mit mehreren tausend Jugendlichen pro Woche statt.

Aufgrund der Covid-19-Epidemie und der Einschränkungsmaßnahmen in vielen Ländern werden die sommerlichen Jugendtreffen in Taizé nicht so wie jedes Jahr stattfinden können. Das teilt die Gemeinschaft auf ihrer Website mit und lädt zugleich zu einem Online-Pfingstwochenende ein.

„Teilen verbindet“ - Frauenbund unterstützt Solibrotaktion von Misereor

Eichstätt, 26.05.2020. (pde) – Jeden Tag satt werden – für knapp eine Milliarde Menschen weltweit bleibt das ein unerfüllter Wunsch. Darum beteiligt sich der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) im Diözesanverband Eichstätt seit vielen Jahren an der Solibrotaktion des katholischen Hilfswerks Misereor.

Die Zweigvereine in Allersberg, Aurach, Berching, Denkendorf, Ingolstadt St. Anton, Neumarkt, Raitenbuch, Roth und Wassertrüdingen haben örtliche Bäckereien vor Ort für eine Beteiligung an der Aktion gewonnen. Die Bäckerbetriebe stellten im Aktionszeitraum in der Fastenzeit verschiedene, zum Teil speziell für diese Aktion gebackene Brote her, die als sogenannte „Solibrote“ verkauft wurden. Unter dem Motto „Teilen verbindet“ ergaben viele kleine Brotspenden am Ende die Summe von rund 1900 Euro. Der von den Zweigvereinen im KDFB-Diözesanverband gesammelte Erlös fließt in das Misereor-Projekt „Kenia – Mädchen auf der Straße: Neue Perspektiven für die Ärmsten“. Das von der Erzdiözese Nairobi betriebene „Rescue Dada Centre“ ermöglicht Mädchen, die von Prostitution bedroht sind, eine Schul- und Berufsausbildung und stärkt ihr Selbstwertgefühl.

Diözesanmuseum: Erste Führungen nach Wiedereröffnung

Eichstätt, 02.06.2020. (pde) – Nachdem die Einschränkungen durch die Coronapandemie mittlerweile soweit gelockert wurden, dass Bildungsveranstaltungen wieder möglich sind, veranstaltet das Eichstätter Domschatz- und Diözesanmuseum am Mittwoch, 10. Juni ,und Sonntag, 21. Juni, zwei kleine Führungen.

Mit ausgewählten Objekten und einem Streifzug durch das Depot des Museum wird Kunsthistorikerin Katharina Hupp den Charakter der Museumssammlung und zugleich die Aufgaben eines Diözesanmuseums verdeutlichen. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“

Den Grundstock des Domschatz- und Diözesanmuseums bildet die sogenannte Sammlung Mutzl. Sebastian Mutzl (1866-1917), Pfarrer in Enkering, hatte zahlreiche, hauptsächlich mittelalterliche Skulpturen, zusammengetragen. 1901 wurde mit Erlass des Bischofs Franz Leopold von Leonrod das Diözesanmuseum errichtet und die Kunstwerke in einem Saal der Eichstätter Sommerresidenz aufgestellt. In den 1970er Jahren wurde unter dem Konservator und Prälat Andreas Bauch (1908-1985) mit der Planung der neuen Räumlichkeiten des Museums im „Kipfenberger Stadl“ südöstlich des Domes begonnen, 1982 konnte dort das Domschatz- und Diözesanmuseum eröffnet werden.

In dem fast 120-jährigen Bestehen des Diözesanmuseums wurde die Sammlung stetig erweitert. Fast alle Kunstwerke stammen aus Kirchen und Pfarrhäusern sowie Nachlässen und Schenkungen von Pfarrern, Geistlichen, aber auch gläubigen Privatpersonen. Über die Jahre hat sich so eine umfangreiche Sammlung entwickelt, die nicht nur Skulpturen, Gemälde und Goldschmiedearbeiten sondern auch Klosterarbeiten, Reliquiare, Grabungsfunde, Bücher und Vieles mehr enthält.

Dabei stellt sich häufig die Frage der Erhaltungswürdigkeit, eben genau jene Frage: Ist das Kunst oder kann das weg?

Die vielfältigen Objekte, die nicht immer nur künstlerischen Wert, sondern vielmehr religions- und kulturhistorischen Wert besitzen und die Frömmigkeit der Diözese Eichstätt verdeutlichen, geben dem Domschatzmuseum eine weitreichende Funktion: es dient sozusagen als Gedächtnis der Diözese Eichstätt.

Aufgrund der gegenwärtigen Umstände und der vorgegebenen Hygienemaßnahmen werden zwei Termine für die Führung „Ein kleines Sammlungsporträt“ angeboten: Bedingt durch die räumlich Enge werden die Führungen auf je sechs Teilnehmer beschränkt, eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich. Die Führungen finden statt, am Mittwoch, 10. Juni, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 21. Juni, um 15.00 Uhr. Voranmeldung und nähere Information unter 08421 (50-266) oder 50-740. Treffpunkt ist jeweils an der Museumskasse.