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Für eine Kultur der Achtsamkeit: Präventionskonzept für die Diözese Eichstätt

Schützende Strukturen für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene gewährleisten: Mit diesem Ziel hat die Diözese Eichstätt am 31. Oktober 2012 eine Vorlage zur Prävention von Gewalt und Grenzverletzung gegenüber Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Anhand einer Reihe von Bausteinen entwickeln alle Pfarreien und Verbände ein auf ihre Einrichtungen zugeschnittenes Schutzkonzept.

Viele kirchliche Einrichtungen und Verbände leisteten seit Jahren bereits gute Präventionsarbeit, stellt Bischof Gregor Maria Hanke im Vorwort der Broschüre fest. Nun soll dies auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Alle, die im Bereich der Kirche mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt treten, hätten den Auftrag, "für eine Kultur der Achtsamkeit, des Hinhörens und der Wertschätzung einzustehen", so der Bischof von Eichstätt.

Die Vorlage trägt den Titel "Auf dem Weg zu einer Kultur der Achtsamkeit – Weil Du es uns wert bist". Sie wurde von einer Koordinierungsgruppe erarbeitet, die Bischof Hanke einberufen hat. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Mechthild Wolff von der Hochschule Landshut. Sie ist auch Vorsitzende des Fachbeirates des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs bei der Bundesregierung.

"Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene müssen die Gewissheit haben, dass sie offen sprechen und bei Problemen Hilfe erwarten können", so in der Handreichung. Darum sei es notwendig, vor Ort Strukturen zu definieren, die Transparenz schaffen und Fehlverhalten verhindern helfen. Dieses Schutzkonzept wird gemeinsam von der Leitung der jeweiligen Einrichtung mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vor Ort erarbeitet. Kinder, Jugendliche sowie deren Eltern und Schutzbefohlene mit deren Angehörigen werden frühzeitig in den Prozess einbezogen und eingehend informiert. Neben konkreten Verhaltensregeln soll auch für jede Einrichtung ein Beschwerdeweg für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene installiert werden. Darüber hinaus sind in der Broschüre konkrete Hilfen zum Umgang mit Fehlverhalten und Anweisungen für ein Vorgehen im Verdachtsfall zusammengestellt.

Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Eichstätt wurde das Präventionstelefon geschaltet, die bei der Klärung von Fragen und Hinweisen helfen soll. Sie wird vorrangig von Gabriele Siegert, Präventionsbeauftragte, betreut.



Ansprechpartner

Gabriele Siegert
Präventionsbeauftragte und Leiterin der diözesanen Koordinationsstelle zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt
Tel. (08421) 50-500
E-Mail: gsiegert(at)bistum-eichstaett(dot)de

Dr. Marc J. Kalisch
Stellvertretender Präventionsbeauftragter und stellvertretender Leiter der diözesanen Koordinationsstelle zur Prävention gegen sexualisierte
Gewalt
Tel. (08421) 50-202
E-Mail: mkalisch(at)bistum-eichstaett(dot)de