Zum Inhalt springen

Was sind "Ostkirchen"? Vortrag mit Diskussion und abschließender Vesper

15. November 2019 Beginn: 15.30 Uhr


Den Begriff „Ostkirchen“ kennen viele, aber nicht jeder weiß, was sich dahinter verbirgt. In zwei Vorträgen stellen mit Erzpriester Dr. Oleksandr Petrynko und Archimandrit Mag. Michael Proházka zwei Fachleute diesen wichtigen Teil des Christentums vor. Dabei gehen sie auf die traditionellen Ursprünge ein, die bereits in den altkirchlichen Patriarchaten Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien und Jerusalem liegen.

Die Ursprungs- und Missionsgebiete sind Ost- und Südost-Europa, der Nahe und Mittlere Osten und sie reichen bis nach Indien und in den Fernen Osten sowie in das östliche Nordafrika. Von den meisten östlichen („orthodoxen“) Kirchen haben sich im Lauf der Jahrhunderte Teilkirchen abgespalten, dann aber erneut mit Rom verbunden. Sie sind „uniert“ und haben unter Beibehaltung ihrer eigenen Liturgie und unter Anerkennung des päpstlichen Primats die volle Glaubens- und Sakramentengemeinschaft mit der römisch-katholischen Kirche, zugleich oder später jedoch die sakramentale Gemeinschaft mit ihrer vormaligen Kirche abgebrochen.

Der Namensbestandteil katholisch deutet bei diesen Kirchen auf eine solche Union hin. Der manchmal vorkommende Namensbestandteil „griechisch“ weist in Abgrenzung zu „römisch“(-katholisch) auf die Ritusfamilie hin, der die betreffende Kirche angehört. Die größte heute bestehende mit Rom unierte Kirche ist die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche. Sie ging aus der Kirchenunion von Brest im Jahr 1596 hervor.

Die Referenten befassen sich mit diesen Kirchen, um sie einerseits tiefer zu verstehen und auf der anderen Seite „mit beiden Lungenflügeln atmen“, um jenen berühmt gewordenen Ausspruch von Papst Johannes Paul II. zu zitieren.

15.30 Uhr: Kaffee und Kuchen (Refektorium)
16.15 Uhr: Einführung in Theologie und Geschichte der Ostkirchen
17.00 Uhr: Spezielle Themen zu den Ostkirchen
18.15 Uhr: Byzantinische Vesper in der Seminarkapelle

Referenten:
Erzpriester Dr. Oleksandr Petrynko, Rektor des Collegium Orientale, Eichstätt
Archimandrit Mag. Michael Proházka, Vizerektor des Collegium Orientale, Eichstätt

Leitung:
Dr. Ludwig Brandl, Direktor des Diözesanbildungswerks

Zeit:
Freitag, 15. November 2019, 15.30 Uhr

Ort:
Collegium Orientale, Leonrodplatz 3, 85072 Eichstätt

Kostenbeitrag:
7,- € pro Person

Kooperationspartner:
Collegium Orientale, Eichstätt
Zweckverband Kloster Heidenheim