„Vertrauensvoll neu aufbrechen“ – Vier neue Beauftragte im Dienst der Kirche
Die Missio Canonica erhielten (von rechts): Von rechts Johanna Bäuml-Blattner, Markus Blattner, Christoph Schneider, Samuel Schrollinger. Foto: Norbert Staudt/pde
Eichstätt. (pde) – Vier neue pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Dom zu Eichstätt die Missio Canonica aus den Händen von Diözesanadministrator Alfred Rottler empfangen. Mit dieser Beauftragung sind sie offiziell zum kirchlichen Dienst im Bistum gesendet.
In seiner Predigt erinnerte Rottler daran, dass die Sendung der Kirche letztlich von Christus selbst ausgehe: „Jesus ist es, der sie sendet“, sagte er. Wer sich dieser Sendung anvertraue, müsse den pastoralen Dienst nicht aus eigener Kraft tragen, „denn immer geht es in der Pastoral um die Sache Jesu Christi, um sein Reich und seine Botschaft“. Das gemeinsame Leitwort der vier Beauftragten „Vertrauensvoll neu aufbrechen“ griff der Diözesanadministrator mehrfach auf. Es drücke, so Rottler, jene Haltung aus, die für die Kirche heute entscheidend sei: Vertrauen auf Gott, aufeinander und auf die Menschen, denen man begegne.
Mit Blick auf die Lesung aus dem Buch Josua rief er die Beauftragten dazu auf, mutig und stark zu sein: „Gerade in Zeiten, in denen Begeisterung nachlässt oder Gleichgültigkeit begegnet, braucht es diesen Mut und die Kraft des Glaubens“, betonte er. Wichtig sei, aus dem geistlichen Leben heraus zu handeln – aus Gebet, Schriftlesung und der Feier der Eucharistie. „Nur was in dir brennt, kann andere entzünden“, zitierte Rottler den heiligen Augustinus. Abschließend wünschte er den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „Mut, Kraft und Gottes reichen Segen“ für ihren Dienst.
Zu den Beauftragten zählt Johanna Bäuml-Blattner, die aus Kastl bei Amberg stammt. Nach ihrem Bachelorstudium in Religionspädagogik und Kirchlicher Bildungsarbeit an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt begann sie ein Masterstudium in Regensburg. Ihre zweijährige Ausbildungszeit verbrachte sie in den Ingolstädter Pfarreien St. Anton und St. Salvator, wo sie als Gemeindeassistentin vielfältige Erfahrungen sammelte. Künftig wird sie dort und zusätzlich in Herz Jesu Ingolstadt als Gemeindereferentin tätig sein. Es sei ihr, so betonte sie, ein Herzensanliegen, die Freude an der Botschaft Jesu weiterzugeben und den Glauben gemeinsam mit den Menschen vor Ort lebendig zu gestalten.
Ihr Ehemann Markus Blattner stammt aus Merkendorf im Landkreis Ansbach. Nach einem Fachabitur und einer Ausbildung zum Bankkaufmann entschied er sich für ein Studium der Religionspädagogik und Kirchlichen Bildungsarbeit an der KU Eichstätt-Ingolstadt. Durch das Studium habe er seine Leidenschaft für die Weitergabe des Glaubens und den Dienst an den Menschen neu entdeckt. Nach dem Masterstudium in Regensburg absolvierte er die Assistenzzeit in den Pfarreien Gaimersheim, Buxheim und Eitensheim, wo er nun als Gemeindereferent und Religionslehrer wirkt.
Samuel Schrollinger, geboren und aufgewachsen in Nürnberg, engagierte sich schon früh in seiner Heimatpfarrei als Ministrant und Organist. Nach dem Theologiestudium in Eichstätt und Innsbruck trat er 2022 in den pastoralen Dienst im Pfarrverband Nürnberg-Südwest/Stein ein. Nach drei intensiven Ausbildungsjahren wirkt er nun als Pastoralreferent im Pfarrverband Nürnberg Katzwang–Reichelsdorf. Besonders wichtig ist ihm, Menschen aller Generationen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg zu begleiten und die Botschaft eines liebenden und solidarischen Gottes in den Mittelpunkt seiner Verkündigung zu stellen. Sein persönliches Leitwort aus dem Buch Josua lautet: „Sei mutig und stark! Fürchte dich nicht und hab keine Angst! Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist“ (Jos 1,9).
Ebenfalls beauftragt wurde Christoph Schneider, der nach seinem Theologiestudium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war und parallel ein Kirchenrechtsstudium an der LMU München absolvierte. Während dieser Zeit wuchs in ihm der Wunsch, den Glauben nicht nur theoretisch zu reflektieren, sondern ihn dort lebendig werden zu lassen, wo Menschen ihn im Alltag erfahren – in Pfarreien und Schulen. Von 2022 bis 2025 absolvierte er die Ausbildung zum Pastoralreferenten in der Pfarrei Liebfrauenmünster und St. Moritz in Ingolstadt. Künftig wird er im Pfarrverband Ingolstadt St. Anton–St. Salvator, in der Pfarrei Herz Jesu sowie am Apian-Gymnasium in Ingolstadt wirken.
Gemeinsam stellten die vier ihre Beauftragung unter das biblische Wort: „Sei mutig und stark! Fürchte dich nicht und hab keine Angst! Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“ (Jos 1,9)






