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Pastoraler Innovationsfonds

Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft stellen mehr denn je eine Herausforderung für die Pastoral und das kirchliche Leben im Bistum Eichstätt dar. Einerseits sind die massiven gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozesse auch in der Kirche spürbar, andererseits verlangen auch die strukturellen Veränderungen eine pastorale Neuorientierung. Vieles kann deshalb auch im kirchlichen Kontext nicht mehr so sein, wie es war.
Trotz vieler Rückgänge gibt es jedoch inspirierende Beispiele, dass Kirche gegen den Trend auch wieder wächst. Innerhalb der neuen 74 Pastoralräume sollen deshalb die Potentiale und Chancen für neue Lebendigkeit und Attraktivität wahrgenommen und genutzt werden. Neue Herausforderungen brauchen neue Antworten.

"Als Kirche sind wir in einem beständigen Prozess des Werdens, Wachsens und Reifens in der Nachfolge Jesu Christi unterwegs. Darum gehört zu einem Weg der Erneuerung in der Kirche auch, dass wir ermutigt durch den Ruf Gottes, etwas riskieren dürfen – auch auf die Gefahr hin, Fehler zu machen."
("Gemeinsam Kirche sein" – Wort der deutschen Bischöfe zur Erneuerung der Pastoral, S. 34.)

Das Bistum Eichstätt ermutigt seine Gläubigen ausdrücklich, "nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten" (GS 4) und – ausgehend von den Erfordernissen der Gegenwart – als Kirche im Aufbruch nach neuen Wegen zu suchen, das Evangelium zu leben und zu verkünden. Dies gilt für alle Bereiche der kirchlichen Grunddimensionen (Glaubensverkündigung, Liturgie und Dienst am Nächsten) – sowohl in den bisherigen pastoralen Strukturen als auch an neuen Orten und in neuen Sozialformen gelebten Glaubens.

Flyer zum Download

1. Zweck und Höhe des Fonds "Pastorale Innovationen" (FPI)

Das Budget des FPI wird jährlich neu in den Diözesanhaushalt eingestellt.

Gefördert werden:

Zeitlich begrenzte innovative Einzelprojekte
Innovative Projekte in den Pastoralräumen [1], Dekanaten und Regionen werden gefördert, insofern sie jeweils neue aber auch nachhaltige Ansätze für ein pastorales Handlungsfeld enthalten und einen klaren Bezug zum kirchlichen Leben im Bistum Eichstätt haben. Dabei sollten möglichst neue Erfahrungsfelder und auch neue Zielgruppen kirchlichen Handelns erschlossen werden. Die geförderten Projekte sollen zur Verlebendigung der Kirche vor Ort beitragen.

 

[1] Pastoralräume bestehen aus Pfarreien, Kirchorten (vgl. § 1 der "Satzung für den Kirchortsrat"), Filialgemeinden, Exposituren, Kuratien

2. Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind:
Dekanate, Pfarrverbände/Pastoralräume, Pfarreien, Kirchorte (vgl. § 1 der "Satzung für den Kirchortsrat"), Kirchenstiftungen, Filialgemeinden, Exposituren und Kuratien mit der Zustimmung des verantwortlichen leitenden Pfarrers bzw. Dekans nach Anhörung der jeweils zuständigen kirchlichen Gremien.

3. Umfang und Höhe der Förderung

Förderfähig sind:

  • Sachkosten (z. B. Verpflegung, Fahrtkosten, Arbeits- und Hilfsmittel) die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem geförderten Projekt stehen.
  • projektbezogene Investitionen.
  • Personalkosten, soweit sie zusätzlich durch das Projekt verursacht werden (Übungsleiter-, Ehrenamtspauschale, Honorare, Projektstellen).

Der Zuschuss beträgt maximal 90 % der förderungsfähigen und tatsächlich entstandenen Gesamtkosten und darf den Fehlbetrag nicht überschreiten.

Die Höhe des Zuschusses richtet sich auch nach der Zahl der Antragstellungen im jeweiligen Kalenderjahr. Übersteigt der Förderbedarf von allen fristgerecht eingereichten und genehmigten Anträgen die Gesamthöhe des Fonds, so erhalten die Antragsteller weniger Zuschüsse.

4. Antragsverfahren

4.1. Antrag
Der Antrag (Formblatt 1) für ein Projekt im ersten Halbjahr ist bis spätestens 31.10. des Vorjahres einzureichen.

Der Antrag für ein Projekt im zweiten Halbjahr ist bis spätestens 30.04. des laufenden Jahres einzureichen. Dem Antrag ist die schriftliche Konzeption des Projektes sowie ein Kosten- und Finanzierungsplan
beizufügen. Die schriftliche Konzeption des Projektes (ca. 3 Seiten) soll folgende Punkte beinhalten:

  • Beschreibung der Projektidee
  • Bezug zum kirchlichen Leben im Bistum Eichstätt
  • Beitrag des Projekts zur Verlebendigung des "Miteinander Kirche Seins"
  • Nachhaltigkeitscharakter des Projekts
  • Ziele des Projekts
  • Durch das Projekt angesprochene neue Zielgruppen/erwartete Teilnehmerzahl
  • Neuartigkeit des Projektes (innovativer Charakter)
  • Liste der beteiligten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
  • Beitrag von eventuellen Kooperationspartnern
  • Form der Beteiligung der Gemeindemitglieder (Ehrenamtliche)
  • Modellcharakter (Übertragbarkeit)
  • Außenwirkung (missionarischer Charakter)
  • Zeit-/Ablaufplanung
  • Inhalte und Methoden

Bei Kooperationsprojekten stimmen die Partner ab, wer den Antrag einreicht.

4.2. Prüfung der Anträge und Bewilligung
4.2.1. Alle eingehenden Anträge werden auf ihre Vollständigkeit und Fördervoraussetzungen hin geprüft. Es erfolgt eine kurze Eingangsbestätigung.

4.2.2. Nach Ende der Antragsfrist werden die eingegangenen Anträge vom Vergabeausschuss geprüft. Das Gremium entscheidet, welche Projekte entsprechend der Förderrichtlinien in welcher Höhe gefördert werden.

4.2.3. Die Bewilligung der Vorschüsse/Zuschüsse erfolgt bis zum 30.06. bzw. 31.12. des laufenden Jahres. Die Entscheidung wird den Antragstellern schriftlich mitgeteilt.

5. Mitteilungspflicht bzgl. der Durchführung bzw. Änderung/Absage des Projektes

5.1. Der/die Antragsteller/in ist verpflichtet darüber zu informieren, wenn sich das Projekt (bezogen auf Inhalt, Ziele, Dauer, Teilnehmerzahl, Finanzierung durch anderweitige Zuwendungen) so ändert, dass sich Auswirkungen auf den Zuschussbedarf bzw. grundlegende Abweichungen gegenüber dem Antrag ergeben. Im Fall einer Absage des Projektes ist eine umgehende Mitteilung ebenfalls notwendig.

5.2. Sollte aus finanziellen Gründen ein Vorschuss benötigt werden, so muss dies begründet und die definitive Durchführung des Projektes vorab bestätigt werden. (s. Antrag Formblatt 1) Über die Höhe des Vorschusses entscheidet der Vergabeausschuss.

6. Verwendungsnachweis

6.1. Spätestens 8 Wochen nach Abschluss des Projektes ist ein Nachweis (Formblatt 2) mit Projektbericht und vollständiger Abrechnung (Kostennachweis) einzureichen.

6.2. Der Projektbericht (ca. 3 Seiten) soll folgende Punkte beinhalten:

  • Beschreibung des Projektverlaufs
  • erreichte Ziele und Zielgruppen
  • Abschließende Bewertung des Projektes
  • evtl. Presseberichte, Programme, Flyer

6.3. Der Antragsteller muss alle Ausgaben und Einnahmen die im Zusammenhang mit dem Projekt stehen angeben und durch Originalbelege nachweisen können. Die Originalbelege sind auf Anfrage dem Vergabegremium vorzulegen. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren nach § 147 AO ist zu beachten.

6.4. Für den Verwendungsnachweis kann der Antragsteller wählen, ob er Kopien der Belege einreicht oder für das Projekt eine eigene Kostenstelle in der Buchhaltung einrichtet. Falls er eine Kostenstelle einrichtet, erhält der/die Geschäftsführer/in Leserecht um seine Kontrollfunktion wahrnehmen zu können.

7. Auszahlung

7.1. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Prüfung des Verwendungsnachweises im Vergabeausschuss.

7.2. Die Zuschüsse werden zweimal jährlich ausbezahlt.

8. Allgemeine Bestimmungen

8.1. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

8.2. Änderungen der Vergabeordnung beschließt der Vergabeausschuss und bedürfen der Zustimmung der Ordinariatskonferenz.

Einstimmig genehmigt vom Vergabeausschuss am 2. April 2019.
Genehmigt in der Ordinariatskonferenz am 14. Mai 2019.

Fonds für Innovationen

„Verlebendigung und Erneuerung in der Seelsorge“, für dieses Anliegen will die Abteilung „Pastorale Entwicklung“ des Bischöflichen Ordinariats im Bistum Eichstätt ab sofort gezielt neuartige pastorale Initiativen und Projekte fördern. In einem Bistumsfonds stellt die Diözese 2019 dafür insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung.. mehr...

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung Pastoral
Fachbereich Konzeption und Innovation
Luitpoldstraße 2
85072 Eichstätt

Martina Franke
Tel.: 08421 50-615
Fax: 08421 50-609
E-Mail: pastorale-weiterentwicklung(at)bistum-eichstaett(dot)de

Leiter des Fachbereichs:
Thomas Schrollinger

Bischöflicher Beauftragter:
Domkapitular Alfred Rottler