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27.05.2019

Über 50.000 ehrenamtliche Stunden: Im Bistum Eichstätt beteiligten sich 50 Gruppen an der Sozialaktion des BDKJ

Abschluss der 72-Stunden-Aktion auf dem Rathausplatz in Ingolstadt.

Abschluss der 72-Stunden-Aktion auf dem Rathausplatz in Ingolstadt. pde-Foto: Bernhard Löhlein

Die Katholische Landjugend in Fünfstetten (Landkreis Donau-Ries) baute ein Insektenhotel, Bienenkästen und legte eine Blumenwiese an.

Die Katholische Landjugend in Fünfstetten (Landkreis Donau-Ries) baute ein Insektenhotel, Bienenkästen und legte eine Blumenwiese an. pde-Foto: Maike Eikelmann

Ministranten in Mitteleschenbach (Landkreis Ansbach) haben Spielplatzzäune gestrichen.

Ministranten in Mitteleschenbach (Landkreis Ansbach) haben Spielplatzzäune gestrichen. pde-Foto: Nadine Bauer

Eichstätt. (pde) – „Ihr seid tolle Sonnenstrahlen in unserem Bistum Eichstätt“, hat Bischof Gregor Maria Hanke den rund 700 Jugendlichen per Videobotschaft zugerufen, als sie am vergangenen Donnerstag die 72-Stunden-Aktion starteten. Nach über 50.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden endete am Sonntag, Punkt 17.07 Uhr, die Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Und alle strahlten: die Jugendlichen selbst, ihre Unterstützer und Helfer, der BDKJ-Diözesanvorstand, die regionalen Organisationsteams, die Schirmherrschaften und die Verantwortlichen beim Bistum. Strahlende Gesichter gab es auch in den Einrichtungen, in denen die Jugendlichen aktiv waren.

„Dort wo wir uns einsetzen füreinander und für die Welt, da tut sich der Himmel ein wenig auf“, sagte Bischof Hanke. Und der Himmel tat sich tatsächlich auf. Bei meist strahlendem Sonnenschein waren die „72-Stunden-Helden“ in grünen T-Shirts mit der Aufschrift „Uns schickt der Himmel“ kaum zu übersehen. Rund 50 soziale, ökologische, kulturelle, generationsübergreifende und gemeinnützige Projekte setzten sie in den drei Tagen im Bistum Eichstätt um. Das Ziel lautete, „die Welt ein Stückchen besser zu machen“. Die einen bauten Bienenkästen und Insektenhotels, andere erneuerten Spielplätze, verschönerten Kindergärten und Räume in Senioreneinrichtungen oder gestalteten Parkplätze und öffentliche Freiflächen neu. In einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung wurden Blumenbeete angelegt, in einem Seniorenheim ein Komposter gebaut. Es wurden Nachbarschaftshilfen geleistet, Müllsammlungen durchgeführt, Straßenfeste und Begegnungen mit Senioren und Flüchtlingen organisiert. Eine Aktionsgruppe sammelte und verteilte 7200 handgeschriebene gute Botschaften an die Bevölkerung in Schwabach.

„Es ist sehr wichtig, dass sich die Jugendlichen so engagieren. Das hilft, den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu öffnen“, sagte Pia Sommer, Leiterin der Hauptabteilung Jugend, Berufung, Evangelisierung im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt, als sie Ministranten aus Gaimersheim bei der Erneuerung einer Station des Lebensweges in Pfünz besuchte. Einige Gruppen richteten ihren Blick über die Grenzen hinaus. So stellten Jugendliche im Dekanat Herrieden Erdbeermarmelade her und gaben sie gegen Spenden ab, um damit das Caritas Baby Hospital in Betlehem zu unterstützen. Die Kolpingjugend sammelte mit einer Kaffee- und Kuchenaktion Spenden für ihre Partnerorganisationen in Togo und Peru.

„Unfassbar glücklich“

Die Schirmherrschaft für die Aktion im Bistum Eichstätt hatten der Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl und die Flüchtlingsreferentin Cordula Klenk übernommen. Zusammen mit dem BDKJ-Vorstand, dem stellvertretenden Generalvikar P. Michael Huber und Medienvertretern besuchten sie verschiedene Aktionsgruppen. Nach der Bustour durch das Bistum sagte Brandl: „Ich bin fasziniert, wie kreativ junge Menschen sind, und was sie sich alles einfallen lassen. Von der Verschönerung eines Ortseingangs bis zur Betreuung von älteren Menschen. Toll, Glückwunsch, BDKJ! Ihr könnt stolz auf euch sein.“ Auch Cordula Klenk war erstaunt über die Vielfalt der Projekte, die entstanden seien, einfach weil Jugendliche sich überlegt hätten: „Was wollen wir bei uns im Ort verbessern? Wie wollen wir für Menschen und für die Natur da sein? Und wie können wir das in unserer Gruppe mit unseren Talenten erreichen?“

BDKJ-Diözesanvorsitzende Angela Hundsdorfer zeigte sich begeistert von der Freude und dem Ehrgeiz, mit denen die Jugendlichen ihre Projekte angepackt haben. „Wahnsinn, was man in 72 Stunden erreichen kann. Man kann wirklich die Welt ein Stück weit verändern“. Constanze Ludwig, ebenfalls BDKJ-Vorstand, ist überzeugt: Würde auch nur die Hälfte der Welt eine solche Aktion sehen, gäbe es ein Umdenken. „Denn wenn wir mehr die kleinen Dinge sehen würden, dann bräuchte es keine 72 Stunden. Dann würde es schon allen besser gehen.“ Die Leistung der Jugendlichen mache ihn sprachlos, gab BDKJ-Diözesanvorsitzender Maximilian Holzer zu. „Der Zusammenhalt in den Gruppen war unglaublich, jeder hat rund um die Uhr sein Bestes gegeben“. „Wir sind zwar müde, aber unfassbar glücklich“, sagte Felicitas Löhlein vom Koordinierungskreis Ingolstadt. Die Aktion sei ohne Zwischenfälle verlaufen. „Auch spontane Notfälle, wie zum Beispiel fehlende Schubkarren, konnten mit Nachbarschaftshilfe gelöst werden.“

Einsatz mit Freude, Begegnung und neu entstandene Kontakte zwischen Menschen verschiedener Generationen – das hat nach den Worten von BDKJ-Referentin Stephanie Bernreuther die Sozialaktion geprägt. Die Dankbarkeit darüber sei auch in Gottesdiensten, Andachten und bei spirituellen Impulsen vor Ort zum Ausdruck gekommen. Anders als bei der ersten 72-Stunden-Aktion 2013 seien die Jugendlichen diesmal über die sozialen Netzwerke näher zusammengerückt. „Es gibt nochmal mehr Schwung, wenn man schon während der Umsetzung die Dimension der Aktion über die sozialen Medien spürt“.

Auch BDKJ-Diözesanpräses Clemens Mennicken schwärmt beim Abschluss der 72-Stunden-Aktion auf dem Rathausplatz in Ingolstadt: „Was die Jugendlichen auf die Beine gestellt haben, ist einfach großartig. Wir können wirklich stolz sein. Und wir können sagen, dass uns diese Jugendlichen der Himmel schickt.“

Rund 80.000 Jugendliche haben vom 23. bis 26. Mai an der bundesweiten Sozialaktion des BDKJ teilgenommen. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.bdkj-eichstaett.de. Bilder und Videos der Aktion im Bistum Eichstätt sind unter dem Stichwort #72hei auf Instagram abrufbar.



Die Ökumene-Kommission berät den Bischof in allen ökumenischen Fragen. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, die Ökumene in der Diözese zu fördern, ein ökumenisches Netz aufzubauen, weltkirchliche und diözesane Dokumente in die Praxis umzusetzen, ökumenische Bildungsarbeit zu unterstützen. und den überkonfessionellen Dialog zu fördern.

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