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18.01.2020

„So viel du brauchst“: Bistum beteiligt sich an Fastenaktion für Klimaschutz

Symbolbild zum Klimafasten: Baum mit Schriftzug

Eichstätt. (pde) – Zum Klimafasten rufen Einrichtungen und Verbände der Diözese Eichstätt auf. Damit beteiligt sich das Bistum unter Federführung des Referats Schöpfung und Klimaschutz an der bundesweiten ökumenischen Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Die Veranstalter laden dazu ein, den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Fastenzeit zu stellen. Die Gläubigen sollen erleben, was für ein gutes Leben im Einklang mit der Schöpfung wichtig ist. Dadurch verändere sich der Mensch selbst und die Welt um ihn herum, wie es in der Einladung heißt. Die Initiative lässt somit „Herz, Hand und Verstand anders und achtsamer mit der Schöpfung und den Mitgeschöpfen umgehen.“

An der Aktion kann jeder Einzelne mitmachen. Das im Bistum Eichstätt federführend beteiligte Referat Schöpfung und Klimaschutz im Bischöflichen Ordinariat weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es „ein besonderer Gewinn“ sei, sich in einer Gemeinschaft an der Aktion zu beteiligen. Als Beispiele nennen die Veranstalter Pfarrgemeinden, Kindertagesstätten oder andere Gruppen und Vereinigungen. Auch virtuelle „Communities“ bei Facebook und Instagram gibt es bereits.

Die ökumenische Klimafastenaktion „So viel du brauchst“ geht auf eine Konzeption des Amts für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung sowie des Instituts für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen zurück. Eine Broschüre gibt Anregungen für die Fastenzeit. Dabei steht jede Woche unter einem eigenen Thema, etwa die Analyse des eigenen ökologischen Fußabdrucks, den Umgang mit Energie oder das Konsumverhalten.

Der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt, Christian Gärtner, rief in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang dazu auf, sich mit den Gemeinden und Verbänden zu beteiligen: „Wir in den Wohlstandsgesellschaften der sogenannten ersten Welt leben über unsere Verhältnisse und verbrauchen mehr Naturgüter als uns zustehen. ‚Klimafasten‘ ist deshalb ein wichtiger Beitrag, um zu einer anderen Lebenseinstellung und zu mehr Genügsamkeit zu finden.“

Neben verschiedenen evangelischen Einrichtungen und Landeskirchen beteiligen sich auf katholischer Seite die Bistümer Rottenburg-Stuttgart und Eichstätt sowie die Diözesanräte der Bistümer Hildesheim und Berlin. Im Bistum Eichstätt unterstützen bereits zahlreiche Gremien und Gruppierungen die Aktion. Dazu gehören der Diözesanrat der Katholiken, der Michaelsbund mit seinen Pfarrbüchereien, die Erwächsenenverbände KAB, Kolping und Frauenbund, sowie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

In den von den Veranstaltern zur Verfügung gestellten Materialien gibt es vielfältige Informationen und Aktionsvorschläge, um sich als Einzelperson oder in der Gruppe zu beteiligen. Broschüren, Informationspostkarten und Plakate, die bei der Durchführung hilfreich sein können, sind beim Referat Schöpfung und Klimaschutz des Bischöflichen Ordinariates, Telefon (08421) 50-662, Email: umwelt(at)bistum-eichstaett(dot)de erhältlich. Wer auf Printprodukte verzichten möchte, der kann jedoch auch gut „online“ teilnehmen und die Materialien aus dem Internet herunterladen. Umfassende Informationen und einen Downloadbereich gibt es auf der bundesweiten Aktionsseite www.klimafasten.de. Auf der Seite des Bistums Eichstätt www.bistum-eichstaett.de/umwelt sind auch die entsprechenden Communities in den sozialen Medien verlinkt.



Die Ökumene-Kommission berät den Bischof in allen ökumenischen Fragen. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, die Ökumene in der Diözese zu fördern, ein ökumenisches Netz aufzubauen, weltkirchliche und diözesane Dokumente in die Praxis umzusetzen, ökumenische Bildungsarbeit zu unterstützen. und den überkonfessionellen Dialog zu fördern.

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Das Collegium Orientale in Eichstätt ist eine ökumenische Einrichtung: Es ist international und interkonfessional ausgerichtet. Studierende aller orientalischen Schwesterkirchen sind eingeladen, miteinander zu studieren, zu beten und zusammen zu leben, damit in einem offenen Miteinander die Kenntnis und das Gespür füreinander wachsen kann.

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