Eichstätt. (pde) – Zu Spenden und Gebet für die Arbeit von Renovabis rufen die deutschen Bischöfe auf. Die Kollekten in den Gottesdiensten am Pfingstsonntag, 24. Mai, sind für Projekte des Osteuropa-Hilfswerks der Katholischen Kirche bestimmt.
Die Partnerländer von Renovabis in Mittel-, Ost- und Südosteuropa stehen vor großen Herausforderungen: Politische Polarisierung, wirtschaftliche Unsicherheit, soziale Spannungen sowie die Erfahrungen von Gewalt, Krieg und Flucht belasten den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor diesem Hintergrund stellt das Hilfswerk die diesjährige Pfingstaktion unter das Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“. Damit will das Hilfswerk Spaltungstendenzen in seinen 29 Partnerländern und in Deutschland entgegenwirken.
„Die Kirchen im Osten Europas sind in diesem Sinne engagiert“, schreiben die Bischöfe. „Durch soziale Hilfen, Bildungsangebote, Versöhnungsinitiativen und die Förderung des interreligiösen Dialogs bauen sie Brücken über Gräben und Grenzen hinweg.“ Pfingsten erinnere daran, dass der Heilige Geist Menschen zusammenführe. Seine Gaben stifteten Gemeinschaft. „Die Welt braucht diesen Geist der Solidarität und der Verbundenheit dringend“, heißt es im vom Eichstätter Diözesanadministrator Alfred Rottler mitunterzeichneten Aufruf zur Pfingstkollekte.
Die Projektpartner von Renovabis fördern durch soziale Hilfen, vielfältige Bildungsangebote sowie Dialog- und Versöhnungsinitiativen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Das Hilfswerk wurde 1993 auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken von der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Seither hat die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa nach eigenen Angaben mit mehr als 920 Millionen Euro fast 27.500 Projekte von Partnern unterstützt. Der lateinische Name Renovabis geht auf einen Bibelpsalm zurück und bedeutet „Du wirst erneuern“.