Ingolstadt – Im Kloster Gnadenthal fand am 4. Adventssonntag der Weihnachtsgottesdienst für Menschen mit Hörbehinderung statt. Da Pfarrer Alfred Grimm an den Weihnachtstagen in der Pfarrseelsorge eingesetzt ist, wurde dieser Gottesdienst zugleich als Weihnachtsgottesdienst sowie als letzter Gottesdienst des Jahres 2025 im Kloster gefeiert.
Gestaltet wurde der Gottesdienst mit einem anschaulichen Predigtspiel: Willi Thiermeyer hatte dafür zwei Holztore angefertigt. Dr. Stowasser, Regionalbeauftragte für Ingolstadt und Umgebung, klopfte an die verschlossenen Tore. Beim Öffnen wurde jeweils ein graues, steinernes Herz sichtbar, das Abweisung symbolisierte. Erst als sie mit einem Lichtzeichen die Botschaft „Es ist Weihnachten“ verkündete, verwandelten sich die steinernen Herzen in rote Herzen – ein eindrucksvolles Zeichen für Offenheit und Wandlung.
Gemeinsam gebärdeten die Teilnehmenden das Lied „Macht die Türen auf, macht die Herzen weit und verschließt euch nicht. Es ist Weihnachtszeit“. Pfarrer Alfred Grimm, Diözesanverantwortlicher für die Behindertenpastoral, zelebrierte den Gottesdienst. Unterstützt wurde er von Claudia Schmidt, die selbst hörbehindert ist und als Lektorin in Gebärdensprache mitwirkte.
Nicoleta Thiermeyer, Regionalbeauftragte für den Landkreis Eichstätt, bereitete kleine Häuschen mit Lichtzeichen vor, die die Teilnehmenden als Zeichen des Lichts und der Hoffnung mit nach Hause nehmen konnten.
Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrer Grimm besonders Sr. Pia und ihren Mitschwestern, die das ganze Jahr hindurch die Gottesdienste für Menschen mit Hörbehinderung im Kloster Gnadenthal ermöglichen.