Eichstätt. (pde) –18 Priester und Diakone im Bistum Eichstätt können in diesem Jahr ein Jubiläum anlässlich ihrer Weihe vor 25, 40, 50, 60 oder sogar 65 Jahren feiern. 16 von ihnen haben einer Veröffentlichung zugestimmt.
Ihr 65-jähriges Priesterjubiläum feiern in der Diözese Eichstätt dieses Jahr vier Priester, von denen drei der Veröffentlichung zugestimmt haben. Sie wurden am 29. Juni 1959 vom damaligen Bischof Joseph Schröffer in Eichstätt geweiht.
Eugen Decker wurde 1932 in Premeischl geboren und war nach seiner Priesterweihe als Kooperator in Burgoberbach, ab 1960 als Aushilfspriester in Pölling und ab 1964 als Kooperator in Beilngries eingesetzt. 1967 wurde er Pfarrprovisor in Zandt, 1976 Pfarrer von Aurach. Von 1981 bis 1982 war Eugen Decker zugleich nebenamtlicher Provisor von Elbersroth. 1990 übernahm er die Pfarrei Burgoberbach, 1994 die Pfarrei Röttenbach. Seit 2003 ist Eugen Decker im Ruhestand und lebt seit 2008 in Neumarkt.
Franz Kurzendorfer aus Bräunertshof wurde 1933 geboren. Nach der Weihe zum Priester war er für kurze Zeit als Aushilfspriester in Pfraunfeld und Nennslingen, anschließend als zweiter Wallfahrtskooperator auf dem Habsberg und dann bis 1963 als Kooperator in Lauterhofen tätig. Danach war Franz Kurzendorfer für drei Jahre Kooperator in Altenfurt. Ab 1966 wirkte er als Benefiziumsprovisor in Deining und ab 1968 als Kurat in Großhabersdorf. 1972 wurde Kurzendorfer für zehn Jahre Militärpfarrer in Bogen. 1982 übernahm er die Pfarrei St. Peter und Paul in Schwabach und 1988 die Pfarrei Neuendettelsau. 2002 trat er in den Ruhestand.
Siegfried Lang wurde 1934 geboren. Er war zunächst als Aushilfspriester in seinem Geburtsort Stein und dann in Absberg sowie als Präfekt am Canisiuskonvikt in Ingolstadt im Einsatz. 1960 wurde er Kooperator in Ingolstadt/St. Augustin. 1964 wurde Siegfried Lang zum Kuraten in Lichtenau ernannt und 1970 zum ersten Pfarrer der neu errichteten Pfarrei Sachsen-Lichtenau. Von 1971 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2003 war Siegfried Lang über 30 Jahre Pfarrer in Ingolstadt-Unsernherrn. Seinen Ruhestand verbringt er in Ingolstadt/St. Canisius.
60-jähriges Priesterjubiläum
Bischof Joseph Schröffer weihte die Jubilare am 29. Juni 1964 im Eichstätter Dom.
Dr. Albert Hopfenbeck, geboren 1938 in Lauterhofen, war zunächst Aushilfspriester in Nürnberg-Reichelsdorf, in Treuchtlingen und in St. Moritz in Ingolstadt, dann Kaplan in Dollnstein, ab 1965 Aushilfspriester in Mailing. 1966 wurde er Kaplan in Weißenburg, 1968 Kaplan an der Münsterpfarrei in Ingolstadt. Er wurde 1968 beurlaubt zum weiterführenden Studium in München. 1976 kam er an das Diözesangericht in Eichstätt und war von 1979 bis 1987 Vizeoffizial. 1980 wurde er zum Domvikar und 1983 zum Domkapitular ernannt. Von 1983 bis 1987 war er Ständiger Stellvertreter des Bischofs im Stiftungsrat der Stiftung Katholische Universität Eichstätt. Von 1988 bis 2002 leitete Hopfenbeck als Offizial das Diözesangericht, 1989 wurde er zum Domdekan gewählt. 2004 trat er in den Ruhestand.
Wolfgang Niebler, geboren 1938 in Seubersdorf, war zunächst Aushilfspriester in Seubersdorf und Kaplan in Monheim. 1966 wurde er Kaplan in Altdorf und 1968 in St. Sebald in Schwabach. 1974 übernahm er die Pfarrei Feucht. Ab 1992 war er Pfarrer in Wettstetten, von 2004 an zudem Dekan von Gaimersheim. Seit 2008 verbringt er seinen Ruhestand in Neumarkt-Pölling.
Prof. em. Dr. Josef Wohlmuth, geboren 1938 in Laibstadt, war zunächst Aushilfspriester in Möhren und zweiter Kaplan in Gunzenhausen. 1968 wurde er zum Studium in Tübingen beurlaubt, 1970 zum Studium in Regensburg und 1971 zum Studium in Bonn. 1973 wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Rheinland in Bonn, ab 1980 war er Privatdozent an der Universität Bonn für Dogmatik und Dogmengeschichte. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Tübingen wurde er 1981 Professor an der Universität Köln für Theologie und ihre Didaktik. 1986 wurde er an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn Professor für Dogmatik bis zu seiner Emeritierung 2003. Wohlmuth gehörte dem Arbeitskreis des Zentralkomitees der deutschen Katholiken für den christlich-jüdischen Dialog an. Von 2004 bis 2011 leitete er zudem die Bischöfliche Studienstiftung Cusanuswerk mit Sitz in Bonn. Wohlmuth ist Träger der Bonifatius-Medaille, der höchsten Auszeichnung, die die Deutsche Bischofskonferenz für herausragende Dienste vergibt. Er verbringt seinen Ruhestand in Laibstadt (Stadt Heideck).
50-jähriges Priesterjubiläum
Bischof Alois Brems spendete am 30. Juni 1974 wegen der Domrenovierung im Ingolstädter Münster das Sakrament der Priesterweihe.
Isidor Vollnhals, ehemaliger Generalvikar und Dompropst i.R., wurde 1949 in Rieshofen geboren. Er war zunächst Kaplan in Maria am Hauch in Nürnberg, in Deining und in St. Johannes in Neumarkt. Von 1978 bis 1984 war er Kaplan in der Münsterpfarrei Ingolstadt. 1984 wurde er Militärpfarrer in Bad Reichenhall. Acht Jahre war er für die Militärseelsorge freigestellt. 1992 kehrte Vollnhals als Pfarrer in die Ingolstädter Münsterpfarrei zurück. 2004 übernahm er zusätzlich die Leitung der Pfarrei St. Moritz, die mittlerweile mit der Münsterpfarrei zusammengeschlossen wurde. Von 1998 bis 2004 war er auch Dekan des Dekanates Ingolstadt. Zum 1. August 2010 berief ihn Bischof Gregor Maria Hanke zu seinem Generalvikar. Im selben Jahr wählte das Eichstätter Domkapitel Vollnhals zum Domkapitular, ein Jahr später wurde er Dompropst. Mit Vollendung seines 70. Lebensjahres trat er am 2. Juli 2019 in den Ruhestand.
Bereits am 19. Mai feierte der ältere Bruder von Isidor Vollnhals, Josef Vollnhals, sein goldenes Priesterjubiläum. Er wurde 1948 in Rieshofen geboren. Nach seiner Weihe in Walting war er zunächst Kaplan zur Aushilfe in Velburg und Kaplan in Berching. 1976 wurde er Wallfahrtskaplan in Wemding, 1977 Benefiziumsprovisor in Kastl und Pfaffenhofen. 1983 wurde Vollnhals zum Pfarrer von Weilheim und zugleich zum Pfarrprovisor von Wittesheim ernannt. Danach war er ab 1988 Pfarrer in Reichertshofen und ab 1995 Pfarradministrator in Dietenhofen-Großhabersdorf. Ab 1998 war er Pfarrer von Titting, Erkertshofen und Kaldorf sowie ab 2005 zugleich Pfarradministrator in Morsbach, ab 2007 Pfarrer. Seit 2013 verbringt er seinen Ruhestand in Freystadt.
40 Jahre Priester
Am 30. Juni 1984 spendete Bischof Karl Braun im Eichstätter Dom das Sakrament der Priesterweihe.
Franz-Josef Gerner wurde 1958 in Titting geboren. Nach seiner Priesterweihe war er als Ferienvertretung in Wendelstein und in Titting tätig. Danach war er Kaplan in Deining und ab 1985 Pfarradministrator in Enkering und Kinding. 1986 wechselte er als Kaplan nach Beilngries. 1988 wurde er Pfarradministrator und 1989 Pfarrer in Heideck und Liebenstadt. Zugleich war Franz-Josef Gerner ab 1995 Pfarradministrator und ab 1996 Pfarrer in Laibstadt. Seit 2000 ist er Pfarrer in Hilpoltstein, Jahrsdorf und Zell, 2018 kamen noch Meckenhausen und Weinsfeld hinzu. Ab 2007 wurde Gerner zudem Dekan des damaligen Dekanates Hilpoltstein, ab 2011 bis Mai 2024 war er Kammerer und stellvertretender Dekan im Bischöflichen Dekanat Roth-Schwabach. 2000 wurde dem Jubilar die Stadtmedaille in Gold der Stadt Heideck verliehen.
Wolfgang Jäger stammt aus Biederbach und wurde 1958 geboren. Nach Ferienvertretungen in Zell und in Nürnberg/Zum Guten Hirten wurde er 1984 Kaplan in Velburg, 1985 in Nürnberg/Heiligste Dreifaltigkeit und 1987 in Weißenburg. 1989 wurde Jäger Pfarrer von Huisheim und Gosheim und 1992 zugleich von Mündling. 1997 wechselte er nach Deining, Döllwang und Großalfalterbach. Seit 2013 ist er Pfarrer in Roßtal.
Am 20. Oktober 1984 spendete Bischof Karl Braun im Eichstätter Dom Domkapitular Reinhard Kürzinger das Sakrament der Priesterweihe.
Kürzinger wurde 1955 in Weißenburg geboren. Er studierte Deutsche und Katholische Religionslehre für Realschulen und schloss mit dem Staatsexamen ab. Danach trat er in das Priesterseminar in Eichstätt ein absolvierte das Diplom in Theologie. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst Hausgeistlicher im Kinderheim in Gersdorf und Kaplan in Nürnberg-Reichelsdorf, bevor er 1987 als Pfarradministrator nach Windsbach und Veitsaurach wechselte. Von 1989 bis 1994 war er Wallfahrtsrektor und Leiter des Diözesanjugendhauses Habsberg, danach wurde er zum Studium in Regensburg freigestellt. 1998 wurde Reinhard Kürzinger Geistlicher Mentor für Studierende der Religionspädagogik, Diplomtheologie und Lehramt Religionslehre. Ab dem Studienjahr 2002/2003 wurde Kürzinger Lehrbeauftragter für Grundfragen der Spiritualität am Fachhochschulstudiengang Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit. Seit 2002 leitet er die Diözesanstelle für Pilger- und Wallfahrtspastoral. Daneben war er von 2007 bis 2014 Vizepräsident des Bayerischen Pilgerbüros. Bis heute ist er Vertreter der Diözese Eichstätt in der Gesellschafterversammlung des kirchlichen Reiseveranstalters.
Außerdem leitete er von 2002 bis 2008 die Ausbildung und Begleitung der ausländischen Priester im Förderprogramm. Seit 2008 ist er gleichzeitig auch Diözesanbeauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Mitglied des homiletischen Arbeitskreises beim Bayerischen Rundfunk. Am Eichstätter Priesterseminar und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt unterrichtet er Homiletik. Reinhard Kürzinger vertritt seit 2014 die Diözese Eichstätt und die Abtei St. Walburg im Arbeitskreis Spiritualität im ehemaligen Kloster Heidenheim. Kürzinger ist außerdem seit 2002 Diözesanvorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und Prior der Komturei St. Willibald des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er ist außerdem Geistlicher Beirat des Diözesanrats der Katholiken.
40 Jahre Diakon
Andreas Kopp wurde 1950 in Aichach geboren. Er war nach seiner Diakonenweihe am 14. Juli 1984 in der Ingolstädter Pfarrei St. Konrad, von 1993 bis 2014 an der Münsterpfarrei in Ingolstadt. Anschließend war Andreas Kopp als hauptberuflicher Ständiger Diakon in der Cityseelsorge Ingolstadt tätig. Nach Eintritt in den Ruhestand war er einige Zeit lang aushilfsweise im Pfarrverband Ingolstadt St. Augustin – St. Canisius tätig. Er ist außerdem weiterhin Präses der Wohltätigkeitsstiftung Marienheim in Ingolstadt.
25 Jahre Priester
Durch eine Umstellung in der Priesterausbildung und der damit verbundenen Verlängerung der Ausbildungszeit wurden im Jahr 1999 keine Priester für das Bistum Eichstätt geweiht.
Sein 25-jähriges Priesterjubiläum kann deshalb nur Pater Christoph Heinzmann OSB aus der Benediktinerabtei Plankstetten feiern, der am 18. September 1999 zum Priester geweiht wurde. Er war von 2005 bis 2008 in den Pfarreien Paulushofen und Kirchbuch Pfarrvikar und von 2008 bis 2012 Pfarradministrator und danach noch bis 2017 in Pollanten, Weidenwang und Erasbach, ebenfalls als Pfarradministrator.
25 Jahre Diakon
Am 3. Juli 1999 wurden in Nürnberg-Moorenbrunn Ständige Diakone geweiht, die in diesem Jahr auf ihr silbernes Weihejubiläum zurückblicken können:
Bernhard Bäumler war zunächst als hauptamtlicher Ständiger Diakon in der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit in Nürnberg tätig. Seit 2012 ist er im Pfarrverband Greding.
Kurt Reinelt wurde zunächst hauptamtlicher Ständiger Diakon in den damaligen Pfarreien in Nürnberg/Altenfurt, -Fischbach, -Moorenbrunn, die mittlerweile zur Pfarrei Nürnberg-St. Johannes fusioniert sind. 2007 wurde er Mitarbeiter in der Betriebsseelsorge der Stadtkirche Nürnberg, seit 2010 in Wendelstein und in den Dekanaten Nürnberg-Süd und Roth-Schwabach, ebenfalls in der Betriebsseelsorge.
Norbert Obst war nach seiner Diakonenweihe bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2014 als Diakon mit Zivilberuf in den Pfarreien Neumarkt/Hl. Kreuz und Pelchenhofen tätig.